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Glossar 
Finanzbegriffe von A bis Z

Finanz-Glossar

Dieses Glossar erklärt finanzspezifische Begriffe und soll als Nachschlagewerk dienen.

Veröffentlicht 05.02.2013

ABCDEFGHIJ
          
KLMNOPQRST
          
UVWXYZ    

 

Abgeld
Als Abgeld bezeichnet man einerseits den Unterschied zwischen Nennwert und Börsenkurs, andererseits zwischen dem (niedrigeren) Rückzahlungs- und dem Ausgabekurs. Funktion des Abgelds? Bei festverzinslichen Wertpapieren ist eine Emission mit Abgeld üblich. Auch: Disagio. Bei Optionsscheinen bezeichnet man eine negative Zeitprämie als Abgeld. Eine negative Zeitprämie tritt auf, wenn die Optionsprämie unterhalb des inneren Wertes liegt.


Abschlag

  1. Bezeichnung für ein Wertpapier nach Abtrennung bestimmter Rechte. Bei Aktien z.B. der Dividendenabschlag oder der Bezugsrechtabschlag nach Abtrennung des entsprechenden Coupons.
  2. Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag und einem niedrigeren Auszahlungsbetrag z.B. bei Anleihen oder Grundschulden. Dient meistens der Feinabstimmung der Effektivverzinsung. Feinabstimmung, wozu?
  3. Differenz zwischen Kassa- und Terminkurs.


Absichern
Wertpapier- oder Devisenpositionen können gegen negative Kursentwicklungen abgesichert werden, indem Derivate gekauft bzw. verkauft werden. Dadurch wird ein kompensatorisches zweites Risiko übernommen. Auch: Hedging.

Abwertung
Die Abwertung ist eine Massnahme der Notenbank zur Stabilisierung einer Währung. Sie hat einen geringen Aussenwert der Währung zur Folge, was sich positiv auf den Export, jedoch negativ auf den Import auswirkt.

Accept-Order
Die Accept-Order ist ein Börsenauftrag, der sofort ausgeführt wird, d.h. mit allen im Bereich der Limite liegenden Aufträgen gematcht (gehandelt) wird. Kann er nicht sofort vollständig ausgeführt werden, wird der nicht gehandelte Teil gelöscht und bleibt somit nicht im Auftragsbuch bestehen.

Ad-hoc-Publizität
Ereignisse, die den Kurs einer Aktie massgeblich verändern könnten. Solche müssen unverzüglich von der Aktiengesellschaft bekanntgemacht werden, um Insidergeschäfte zu verhindern.

Adjustierung
Führt eine Aktiengesellschaft einen Aktiensplit oder eine Kapitalerhöhung durch, müssen die für die Charttechnik relevanten historischen Kursdaten adjustiert, d.h. neu berechnet werden.

ADR
American Depository Receipt, von amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine nichtamerikanischer Aktien. Sie werden anstelle der Aktien an US-Börsen gehandelt (z.B. SAP). In einem Level-ll-ADR-Programm werden American Depositary Shares (ADSs) an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet und gehandelt. Dabei erhält das Listing eine höhere Aufmerksamkeit gegenüber der Aktie und bietet einen aktiveren Aktienhandel sowie grössere Liquidität für den US-Aktienmarkt.
Ein ADS ist ein in Dollar ausgestellter Eigenkapitalanteil an einem Nicht-US-Unternehmen. Ein ADS repräsentiert die Aktie des jeweiligen Unternehmens und trägt die Rechte an ihm. Ein ADR hingegen ist die tatsächliche Urkunde, die das Eigentum an einem oder mehreren ADS dokumentiert. Die Begriffe ADS und ADR werden oft synonym verwendet.Depository oder Depositary?

Agio
Liegt der tatsächlich zu zahlende Preis über dem Nominalwert eines Wertpapiers, so bezeichnet man die Differenz als Agio, Aufgeld oder Aufschlag. Das Agio dient bei Anleiheemissionen als Feinabstimmung für die Berechnung der Rendite.
Entgegengesetzter Fall: Disagio, Abgeld, Abschlag.

Akquisition
Kauf eines Unternehmens oder von Teilen davon, um seine strategische Ausrichtung und/oder den Ressourceneinsatz bestimmen oder kontrollieren zu können. Das Management des zu akquirierenden Unternehmens ist mit einem Verkauf des Unternehmens einverstanden. Ist der Verkauf nicht freiwillig, so spricht man von einem Takeover.

Aktie
Urkunde, die dem Inhaber einen bestimmten Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft verbrieft. Man unterscheidet zwischen Stammaktien, die dem Besitzer ein Stimmrecht an der ordentlichen Hauptversammlung zusichern, und von Vorzugsaktien, die zwar eine etwas höhere Dividende ausschütten, dafür aber kein Stimmrecht gewähren.

Aktienanalyse
Von Fachleuten verfasster Bericht, um Anleger bei der Auswahl von Aktien zu unterstützen. Aktienanalysen bestehen meistens aus Informationen und Prognosen.
Man unterscheidet zwei Arten von Aktienanalysen: Die charttechnische Analyse und die Fundamentalanalyse. Bei der charttechnischen Analyse wird nur die grafische Darstellung des historischen Kursverlaufs der Aktie (Chart) untersucht. Man versucht, mit Hilfe bestimmter Formationen und Indikatoren eine Vorhersage über den möglichen weiteren Kursverlauf zu machen.
Bei der Fundamentalanalyse hingegen versucht man, mit Hilfe bestimmter Kennzahlen der Aktiengesellschaft den weiteren Verlauf der Aktie vorherzusagen. Wichtige Zahlen hierfür sind Umsatz, Gewinn und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).

Aktienfonds
Als Aktienfonds bezeichnet man Fonds, die sich zum Grossteil aus Aktien zusammensetzen.

Aktiengesellschaft
Dies ist die übliche Rechtsform für grosse Unternehmen. Sie hat den Vorteil, dass die Aktionäre durch Erwerb von Aktien auch mit einem kleinen Kapital einsteigen können.Bei einer Aktiengesellschaft erwerben die Aktionäre durch Kauf von Aktien Anteile an einer Firma.
Stimmberechtigte Aktionäre können an einer Generalversammlung über wichtige Unternehmensfragen abstimmen. Darunter fallen beispielsweise Entlastung des Verwaltungsrates oder die Verwendung des Kapitals.

Aktienindex
Der Aktienindex ist eine Masszahl zur Erfassung von Kursbewegungen eines Portefeuilles. Er wird durch den Vergleich von Werten eines Berichtszeitpunkts zu einem Basiszeitpunkt berechnet.
Beispiele sind SMI, Dax oder FTSE.

Aktienkapital
Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft wird als Aktienkapital bezeichnet.

Aktienoption
Mit einer Option hat der Besitzer das Recht, eine bestimmte Anzahl Aktien zu einem vorher festgelegten Preis innnerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option).

Aktienregister
Auch: Aktienbuch. Verzeichnis der Eigentümer von Namenaktien. Nach Art. 686 OR setzt die Eintragung in das Aktienregister einen Ausweis über den Erwerb der Aktie zu Eigentum oder die Begründung einer Nutzniessung voraus. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt als Aktionär oder als Nutzniesser, wer im Aktienregister eingetragen ist.

Aktienrückkauf
Unter speziellen Umständen können Aktiengesellschaften die von ihnen ausgegebenen Aktien wieder zurückkaufen. Aktienrückkäufe können aus verschiedenen Beweggründen erfolgen. Eines der am häufigsten angestrebten Ziele ist dabei eine Steigerung des Wertes der verbleibenden Aktien am freien Markt.

Aktiensplit
Bei einem Aktiensplit werden die Aktien eines Unternehmens in einem vorgegebenen Verhältnis geteilt. Der Aktienkurs (absolut gesehen) verbilligt sich dabei im selben Masse, der Gesamtwert des Unternehmens bleibt somit also gleich. Diese Massnahme soll die Aktie optisch vergünstigen und für Privatanleger attraktiver machen.

Aktientausch
Finanzierungsform bei Fusionen. Bei der Übernahme eines Unternehmens durch ein anderes besteht die Möglichkeit, einen Aktientausch durchzuführen. Hierbei werden die Aktien des kleineren Unternehmens mit Hilfe der Aktien des grösseren Unternehmens bezahlt.
Man spricht auch dann von einem Aktientausch, wenn Unternehmen gegenseitig Anteile an Firmen austauschen, um die Reichweite ihrer Beteiligungen zu erhöhen.

Aktionär
Bezeichnet den Inhaber von Aktien einer Aktiengesellschaft. Bei Namenaktien ist der Name des Aktionärs im Aktienregister eingetragen. Bei Inhaberaktien legitimiert der Besitz der Aktienurkunde den Inhaber als Aktionär.

Aktionärsbrief
Freiwilliger Zwischenbericht einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre. Er ist Teil der Investor Relations und ergänzt die Berichterstattung der Unternehmung.

Aktiva
Bezeichnet den linken Teil der Bilanz. In ihr sind alle Vermögenswerte der Unternehmung zusammengefasst. Die Aktiven können weiter unterteilt werden in Anlage- und Umlaufvermögen.

Alpha
Das Alpha ist eine Kennzahl, welche die risikobereinigte Performance eines Fonds zeigt. Es werden dabei diejenigen Wertentwicklungen erklärt, die sich unabhängig von Marktrisiko und Markttrend (Kursentwicklung) ergeben.

Alte Aktien
Bringt eine Aktiengesellschaft bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien heraus, die den bisherigen nicht gleichgestellt sind, so werden die bisherigen als alte Aktien bezeichnet und entsprechend höher gehandelt.

Alternative Anlagen
Bezeichnet in der Regel die Investition in nicht-traditionelle Anlageformen, wie z.B. in Hedge Fonds oder in Private Equity.

Am Geld
Wenn der Preis des Underlyings einer Option zum Betrachtungszeitpunkt dem Strike entspricht und wenn damit der innere Wert der Option nicht grösser als null ist, so notiert die Option am Geld oder «at-the-money».

AMEX
Bezeichnung für die New Yorker Börse American Stock Exchange. Sie hat ein erheblich kleineres Handelsvolumen als die New York Stock Exchange NYSE. Es wird dort hauptsächlich mit Indexoptionen und mit kleineren Unternehmen werden gehandelt.

Amortisation
Eine planmässige Tilgung einer Schuld wird als Amortisation bezeichnet.

Amtliche Notierung
Bei der amtlichen Notierung wird der Kurs festgesetzt, welcher der wirklichen Geschäftslage des Verkehrs an der Börse entspricht. Fest vorgegebene Verfahren garantieren eine vertrauenswürdige Kursermittlung.

Amtlicher Handel
Der amtliche Handel stellt die höchsten Anforderungen (z.B. Publizitätsvorschriften) an gelistete Papiere. Die Notierungen werden zusätzlich in einem Kursblatt veröffentlicht.

Analyst
Ein Analyst bewertet die Entwicklung von Wertpapieren und Kapitalanlagen und spricht Empfehlungen aus.

Anfangskurs
Der erste Kurs bei variabler Notierung nach Eröffnung eines Börsentages wird Anfangskurs oder Eröffnungskurs genannt. Die Kursfeststellung erfolgt nach den Grundsätzen der Kassakursfeststellung.

Anlageausschuss
Der Anlageausschuss besteht aus Fachleuten aus dem Bereich der Wertpapieranalyse und des Wertpapierhandels. Er berät Kapitalanlagegesellschaften (KAG) bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

Anlagefonds
Auch: Investmentfonds. Vermögen, das aufgrund öffentlicher Werbung von Anlegern zum Zweck einer gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und von der Fondsleitung in der Regel nach dem Grundsatz der Risikoverteilung auf Rechnung der Anleger verwaltet wird. Die Anlage des Fondsvermögens erfolgt je nach der Art des Fonds in Effekten, Geldmarktinstrumenten oder in Immobilien, daneben gibt es Fondsspezialprodukte und Anlagestrategiefonds. Schweizer Anlagefonds müssen mit variablem Kapital ausgestattet sein. Die Anteile können jederzeit zurückgegeben werden.

Anlagen
Freie Gelder, d.h. Finanzmittel, werden Anlagen genannt. Anlagen können in vielerlei Bereichen getätigt werden. Sie sind z.B. in Bausparverträgen, Lebensversicherungen, Aktien, Edelmetallen etc anzutreffen.

Anleihe
Schuldverschreibung, Obligation oder Bond. Sammelbegriff für die Verbriefung festverzinslicher Effekten und von deren Gläubigerrechten. Dient der langfristigen Kreditaufnahme.

Anleihenmarkt
Anleihen werden am Anleihenmarkt gehandelt.

Annuitätenanleihe
Annuitätenanleihen oder auch Annuitätsbonds sind Anleihen, die in festen Jahresbeiträgen zurückgezahlt werden. Üblicherweise enthält eine Zahlung die Zinsen für das abgelaufene Jahr sowie einen festen Tilgungsbetrag. Am Ende der Laufzeit wird der Restbetrag der Anleihe zurückgezahlt.

Anteilschein
Anteile an einem Fonds einer Investmentgesellschaft werden Anteilscheine genannt.

Anteilwert
Um den Anteilwert eines Fonds zu berechnen, der auch dem Rücknahmepreis entspricht, teilt man das Gesamtkapital des Fonds durch die Anzahl der ausgegebenen Anteilscheine.

Antizyklisches Verhalten
Antizyklisch verhält sich an der Börse, wer versucht, bei steigenden Kursen zu verkaufen und bei fallenden Kursen zu kaufen.

Arbitrage
Durch gleichzeitige, kombinierte Käufe und Verkäufe ist eine Gewinnerzielung aufgrund unterschiedlicher Preise an verschiedenen Handelsplätzen möglich. Theoretisch ist ein solcher Gewinn risikolos, erfordert aber eine grosse Reaktionsfähigkeit und birgt das Risiko, dass andere Arbitrageure (Händler) schneller reagieren.

ARPU
Abkürzung für Average Revenue Per User. Gemeint ist der durchschnittliche Umsatz je Kunde.

Arrondieren
Die vorhandene Anzahl eines bestimmten Wertpapiers durch An- oder Verkauf auf eine runde Zahl zu bringen, bezeichnet man als arrondieren.

Asset
Als Asset wird ein Handels- oder Anlageobjekt der Börse bezeichnet.

Asset Allocation
Gemäss den Anlagepräferenzen des Anlegers wird bei der Asset Allocation in verschiedene Wertpapiere und Länder investiert.
Man unterscheidet generell zwischen nationaler und internationaler Allocation und zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Investitionen.

Asset-Backed Security
Abkürzung: ABS. Obligationsähnliches Wertpapier, das durch einen Pool von Finanzaktiva (z.B. Forderungen aus Hypotheken, Konsumentenkrediten usw.) gedeckt ist. Der Forderungspool wird von einer Finanzierungsgesellschaft treuhänderisch verwaltet, welche ihrerseits die Investoren aus dem Cashflow des Pools bedient.

Attentismus
Eine Situation am Markt, in der die Anleger auf bessere Kurse warten und noch nicht investieren, wird als Attentismus bezeichnet.

Aufwertung
Die Aufwertung ist eine Massnahme der Notenbank. Sie hat einen höheren Aussenwert der Währung zur Folge, was sich negativ auf den Export, jedoch positiv auf den Import auswirkt.

Aufzinsungspapier
Aufzinsungspapiere sind Anleihen, die nicht jährlich mit Zins und Tilgung zurückgezahlt werden. Die Zahlung erfolgt erst am Ende der Laufzeit, welche zumeist festgelegt ist, mit Zins und Zinseszins. Der Zinssatz wird meistens zum Emissionszeitpunkt vereinbart.

Aus dem Geld
Bezeichnet Optionsscheine, bei denen der Underlying-Preis den Strike des Calls unterschreitet.
Wird der Basispreis eines Puts überschritten, spricht man ebenfalls von einer Option, die aus dem Geld notiert.

Ausbruchgap
Ausbruchgaps treten am Ende eines Seitwärtstrends auf und zeigen sich zu Beginn starker Kursbewegungen. Die Kurslücken bleiben längere Zeit unausgefüllt, d.h. der Kurs kommt nicht auf das Niveau des Gaps zurück. Je höher die Umsätze des Ausbruchgaps sind, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gap geschlossen wird. Bricht der Kurs mit einem Gap aus einem Trendkanal aus, kann das Preisniveau des Gaps als Unterstützung bzw. als Widerstand dienen, falls der Trend nach einem Ausbruch dreht.

Ausfallrisiko
Die Möglichkeit, dass ein Schuldner die Forderungen nicht zurückzahlen kann, wird allgemein als Ausfallrisiko bezeichnet. Es besteht darin, dass beispielsweise der Emittent von Anleihen infolge von Liquiditätsschwierigkeiten oder eines Konkurses nicht mehr zahlungsfähig ist.

Ausgabeaufschlag
Beim Erwerb von Fondsanteilen fällt eine einmalige Gebühr an, die als Ausgabeaufschlag bezeichnet wird. Sie wird aus der Differenz zwischen Anteilwert und Ausgabekurs berechnet.

Ausgabekurs
Der Ausgabekurs stellt den Preis dar, zu dem Wertpapiere neu ausgegeben werden. Im Fall von Anteilscheinen, die von Kapitalanlagegesellschaften verkauft werden, wie zum Beispiel Immobilienfonds und Wertpapierfonds, ist der Ausgabekurs mit dem Wert des Fondsvermögens pro Anteil gekoppelt. Der Ausgabekurs wird an jedem Börsentag neu ermittelt und in der Wirtschaftspresse veröffentlicht.

Auslosung
Auch: Ziehung. Ermittlung der gemäss Tilgungsplan zurückzuzahlenden Obligation bei Amortisationsanleihen. Sie erfolgt durch das Los.

Ausreisser
Begriff der Charttechnik.Treten Kurslücken in einem anhaltenden Auf- oder Abwärtstrend auf, so spricht man von Ausreissern. Der Kurs springt mühelos von Niveau zu Niveau. Ein Ausreisser markiert oft die Mitte einer Trendbewegung. In starken Bullen- oder Bärenmärkten können oft mehrere Gaps hintereinander entstehen.

Ausschüttende Fonds
Fonds, die am Ende jedes Geschäftsjahres ihre Erträge aus Wertpapierverkäufen, Dividenden oder Zinsen an die Anteilseigner ausschütten, nennt man ausschüttende Fonds.

Ausserbörslicher Handel
Der Handel, der ausserhalb der Börsenhandelszeiten stattfindet, meist als Telefonverkehr, wird als ausserbörslicher Handel bezeichnet. Er unterliegt wie der normale Handel dem entsprechenden Börsengesetz.

Aussetzung
Unter der Aussetzung der Kursnotierung wird ein zeitlich beschränktes Pausieren verstanden, bzw. das Aussetzen des Wertpapiers vom Handel bei plötzlichen Ereignissen, die überdurchschnittlich starke Schwankungen des Börsenkurses zur Folge haben können. Die Aussetzung dient daher zum Schutz der Anleger.

Ausübungsanzeige
Mit einer Ausübungsanzeige nimmt der Inhaber eines Optionsscheines das Recht in Anspruch, das Basisgut der Option entweder zu kaufen oder zu verkaufen.

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Baby Bonds
Schuldverschreibungen werden Baby Bonds genannt, wenn ihre Stückelung sehr klein ist.

Backwardation
Von Backwardation (backward price) spricht man, vor allem im angelsächsischen Raum, wenn der Bid Price einer Aktie höher liegt als der Offer Price. Von einem Backward Price bei Futures spricht man, wenn der Terminkurs tiefer ist als der entsprechende Kassakurs. Die gegenteilige Situation heisst Contango.

Baisse
Eine Baisse ist gekennzeichnet durch länger anhaltende Kursverluste des Gesamtmarktes oder einzelner Marktbereiche. Dieser Markt wird umgangssprachlich auch als Bear Market oder im Deutschen als Bärenmarkt bezeichnet. Das Gegenteil ist eine Hausse.

Bancomat
International verbreitetes System von Geldausgabeautomaten, das dem Karteninhaber unabhängig von den Schalteröffnungszeiten erlaubt, Notengeld bis zu einem bestimmten Betrag zu beziehen. Dazu werden eine Kunden- bzw. Maestro-Karte sowie ein PIN-Code benötigt. Bancomaten dienen auch zum Aufladen von Karten mit Hilfe von Cash.

Bandbreitenoption
Eine Option, bei der ein Besitzer für jeden Stichtag, an welchem sich das Papier innerhalb einer festgelegten Bandbreite befindet, einen festen Betrag erhält, nennt man Bandbreitenoption.

Bankenclearing
Verrechnung der sich aus dem Zahlungsverkehr ergebenden gegenseitigen Forderungen unter den Banken. Eine Form des Bankenclearings bildet in der Schweiz das Swiss Interbank Clearing.

Bankenkonsortium
Bei der Emission von Aktien mit einem grossen Emissionsvolumen wird meist ein Konsortium aus mehreren Banken gebildet, um die Emission des Papiers aufzuteilen. Eine Bank ist meist der Konsortialführer. Sie leitet die Emission und platziert selber einen überproportionalen Aktienanteil.

Bardividende
Die effektiv an Aktionäre ausbezahlte Dividende.

Bären
Börsianer mit pessimistischer Einstellung rechnen mit einem Abfall der Kurse, einer Baisse, und werden als «Bären» bezeichnet. Der Bär dient hierbei als Symbol, um den fallenden Kurs darzustellen, da er mit der Pranke von oben nach unten schlägt. Ansteigende Kurse (Hausse) werden durch den «Bullen» versinnbildlicht, da er mit dem Kopf von unten nach oben stösst.

Bärenfalle
Als Bärenfalle bezeichnet man die Situation, in der die Anleger einen fallenden Markt erwarten und nicht investieren, während der Markt jedoch steigt.

Bärenflagge
Begriff der Charttechnik. Eine Bärenflagge ist ein nach oben gerichtetes Parallelogramm und wird als bärisch bezeichnet, weil sie einen Abwärtstrend unterbricht, bevor das Papier weiter an Wert verliert. Eine Flagge markiert in der Regel die Mitte einer Kursbewegung und zeigt, wie weit der Kurs noch fallen kann. Flaggen gelten meistens nur wenige Tage. Länger gültige Flaggen werden als Trendkanäle bezeichnet.

Bärische Divergenz
Eine bärische Divergenz liegt vor, wenn der Indikator abwärts tendiert und der Kurs aufwärts. Divergenzen werden oft als Begründung für eine baldige Trendwende verwendet.

Basel I
Gesamtheit der vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht 1988 festgelegten Richtlinien für die Eigenkapitalausstattung und das Risikomanagement der Banken.

Basel II
Überarbeitete Version der vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht erarbeiteten Richtlinien hinsichtlich des Risikomanagements, der Befugnisse der Aufsichtsbehörden zur Kontrolle des Risikomanagements und der erweiterten Offenlegung sowie der Marktdisziplin der Banken.

Basispreis
Preis, zu dem der Käufer/Verkäufer einer Option verpflichtet ist, die Aktie bei Bedarf des Optionsscheinbesitzers zu ver- bzw. anzukaufen. Auch: Strike Price.

Basket
Zusammenstellung von Aktien eines Landes oder einer Branche zu einem «Korb». Der Preis des Baskets ändert sich in Abhängigkeit zu den Kursen der im Warenkorb befindlichen Aktien.

Behauptet
Wenn sich die Kurse an der Börse unwesentlich über dem Niveau des Vortages bewegt haben, spricht man von einer Tendenz, die sich behauptet hat.

Beleihungswert
Der Beleihungswert von Wertpapieren, wenn man sie zum Beispiel als Sicherheit bei einer Bank hinterlegen will, ist für die unterschiedlichen Arten von Wertpapieren verschieden.
Sparguthaben lassen sich zu 100 Prozent des Kurswerts beleihen, Anleihen generell zu 75 bis 80 Prozent und Aktien zu 50 bis 60 Prozent.

Benchmark
Benchmark bezeichnet einen Referenzwert, an dem man das eigene Investment oder die Performance von Fonds messen kann. Als Benchmark dienen oft wichtige Indizes.

Berichtigungsaktie
Die Berichtigungsaktie wird häufig auch Gratisaktie genannt. Erhöht ein Unternehmen das Aktienkapital aus eigenen Mitteln (beispielsweise Reserven), so erhalten die Aktionäre für eine bestimmte Zahl von Aktien eine zusätzliche neue Aktie (Berichtigungsaktie). Durch diese Massnahme verringert sich der Aktienkurs, das Gesamtvermögen des Aktionärs bleibt aber durch die zusätzlichen Aktien identisch.

Bestens
Einen Verkaufsauftrag, der unlimitiert aufgegeben wird, nennt man bestens. Dabei soll das Wertpapier zum höchstmöglichen Kurs ? unlimitiert ? verkauft werden.

Beta
Das Beta (Beta-Faktor) misst als Sensitivitätsmass die Auswirkungen einer Kursveränderung des Gesamtmarktes auf den Kurs einer Aktie oder eines Wertpapier-Portfolios. Der Beta-Faktor zeigt das Kursschwankungspotenzial an, die Kursdynamik einer Aktie.

Bezugsangebot
Die Angabe von Konditionen, zu denen ein Altaktionär bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien erstehen kann, wird Bezugsangebot genannt.
Am letzten möglichen Handelstag werden die Bezugsrechte von der Bank verkauft und dem Kunden gutgeschrieben, wenn sich dieser gegenüber seiner Bank nicht zum Angebot geäussert hat.

Bezugsfrist
Der Zeitraum, in dem Altaktionäre ihr Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen ausüben können, wird Bezugsfrist genannt. In der Regel beträgt sie zwei Wochen.

Bezugsrecht
Bei einer Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft erhalten die bisherigen Aktionäre ein Bezugsrecht, mit dem sie entsprechend ihres Anteils neue Aktien erwerben können. Der Aktionär kann, wenn er will, das Bezugsrecht an der Börse verkaufen.

Bezugsverhältnis
Das Verhältnis der alten Aktien zu den neuen Aktien wird Bezugsverhältnis genannt. Ein Verhältnis von 2:1 würde zum Beispiel bedeuten, dass auf zwei alte Aktien eine neue fällt.

Bid-ask-Spread
Die Differenz zwischen einem Brief- und einem Geldkurs heisst Bid-ask-Spread.

Billigst
Einen unlimitierten Kaufauftrag nennt man billigst. Dabei soll das Wertpapier zum geringstmöglichen Kurs ? unlimitiert – verkauft werden.

Blue Chip
Aktie von sehr hoher Qualität. Das bedeutet, dass die Aktie über einen hohen Bekanntheitsgrad und eine gute Bonität verfügt.

Bogen
Jede Aktie und jedes ausgedruckte festverzinsliche Wertpapier beinhaltet einen Bogen mit Dividenden- bzw. Zinsscheinen. Bei Fälligkeit der Dividenden oder Zinsen wird ein Coupon abgetrennt. Dem Bogen ist ein Erneuerungsschein, der sogenannte Talon, beigegeben, der bei Einlösung des letzten Coupons gegebenenfalls zum Bezug eines neuen Bogens berechtigt. Die Verwahrung und Verwaltung von Bogen und Mantel wird meist von Banken vorgenommen.

Bond
Bond ist der englische Begriff für ein festverzinsliches Wertpapier. Im engeren Sinn ist darunter der staatliche langfristige Treasury Bonds gemeint.

Bonifikation
Banken erhalten für die Platzierung von Neuemissionen eine Vermittlungsprovision, eine Vergütung oder ein Entgelt. Dieser Geldbetrag wird als Bonifikation bezeichnet.

Bonität
Die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners wird als Bonität bezeichnet. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit vor Vergabe eines Kredites wird demzufolge als Bonitätsprüfung bezeichnet.

Bonus
Mit Bonus wird eine zusätzliche Ausschüttung zur regulären Dividende bezeichnet. Die Aktiengesellschaft zahlt ihn an die Aktionäre, beispielsweise anlässlich eines Firmenjubiläums oder bei einem extrem guten Geschäftsjahr des Unternehmens.

Bookbuilding
Dies ist eine Form zur Platzierung von Wertpapieren, bei welcher Investoren bei der Preisfindung direkt mitwirken. Der Führer des Konsortiums erfasst die Zeichnungsmenge und die Zeichnungspreise der Investoren und ermittelt aus der vorgegebenen Bookbuildingsspanne den endgültigen Ausgabepreis.

Börse
An der Börse findet der Vorgang der Preisfindung für Angebot und Nachfrage für vertretbare Güter statt, die nach Mass, Zahl oder Gewicht gehandelt werden.

Börsenaufsicht
Der Ablauf der Börsengeschäfte wird von der Börsenaufsicht überwacht. Sie sorgt für den ordnungsgemässen Handel und versucht beispielsweise auch, Insidergeschäfte zu verhindern.

Börsenauftrag
Als Börsenauftrag oder auch Order wird der Auftrag zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Optionen usw. bezeichnet.

Börsencrash
Mit Börsencrash bezeichnet man gemeinhin extreme Kursverluste auf breiter Front. Alle an der jeweiligen Börse gehandelten Wertpapiere sind davon mehr oder weniger stark betroffen. Ein Börsencrash wird meistens durch negative Wirtschaftsnachrichten oder Daten ausgelöst, die zu panikartigen Verkäufen seitens der Anleger führen.

Börsengesetz
Kurzbezeichnung für das schweizerische «Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel» vom 24. März 1995 (BEHG). Das Börsengesetz regelt die Voraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb von Börsen sowie für den gewerbsmässigen Handel mit Effekten. Zudem enthält es Bestimmungen über die Offenlegung von Beteiligungen an Gesellschaften und über die Pflicht zur Unterbreitung öffentlicher Kaufangebote im Fall der Übernahme von Gesellschaften.

Börsennotierung
Die Kursfestsetzung eines Wertpapiers an der Börse bezeichnet man als Börsennotierung. Dazu wird das Angebot der Nachfrage gegenübergestellt und nach dem Meistausführungsprinzip ein Kurs ermittelt.

Börsenplatz
Der Sitz einer Wertpapierbörse wird als Börsenplatz bezeichnet.

Börsenprospekt
Soll ein Wertpapier an der Börse zum amtlichen Handel zugelassen werden, so muss erst ein Börsenprospekt oder ein Börsenzulassungsprospekt veröffentlicht werden.
Darin müssen Informationen über die Unternehmensentwicklung, die Verwaltungsratsmitglieder sowie die letzte Bilanz der Aktiengesellschaft enthalten sein.

Börsenschluss
Börsenschluss wird das Ende der Börsenzeit genannt.

Börsensegmente
Die Teilmärkte im Wertpapierhandel werden Börsensegmente genannt.
Man unterscheidet die vertikalen Marktsegmente, die sich in Handelsverfahren und Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden, sowie die horizontalen, die weitere Aufspaltungen (zum Beispiel Termin- oder Kassamärkte) der vertikalen Segmente sind.

Börsenumsatz
Die Summe aller Umsätze von Wertpapieren, die an einer Börse gehandelt werden, bezeichnet man als Börsenumsatz. Börsenumsatz und Veränderungen haben in der technischen Analyse eine besondere Bedeutung.

Börsenzulassung
Sobald ein Wertpapier eine Zulassung zu einem Börsensegment erhalten hat, kann es an der Börse gehandelt werden. Um eine Zulassung zu erlangen sind bestimmte gesetzliche Voraussetzungen zu erfüllen.
Die Voraussetzungen unterscheiden sich von Segment zu Segment. Es ist jedoch auf jeden Fall ein Börsenprospekt zu erstellen. Danach kann der Emittent zusammen mit einem Kreditinstitut die Zulassung beantragen.
Erfolgt die Zulassung zu einem Börsensegment, so hat man bestimmte Pflichten. Darunter fallen zum Beispiel die Verbreitung von Ad-hoc-Meldungen sowie die Veröffentlichung von Zwischenberichten.

Brady Bonds
Langfristige, durch Staatsleihen gesicherte Verbindlichkeiten von Schwellenländern nennt man Brady Bonds.

Branchenfonds
Fonds, die ausschliesslich in bestimmte Industriezweige bzw. Wirtschaftssektoren investieren, nennt man Branchenfonds.

Break
Mit Break bezeichnet man einen kleinen oder auch grossen Preis- bzw. Kurseinbruch. Dieser kann plötzlich und unerwartet eintreten.

Breakaway Gap
Tritt am Ende eines Seitwärtstrends auf und zeigt den Beginn starker Kursbewegungen an. Die Kurslücken bleiben längere Zeit unausgefüllt, d.h. der Kurs kommt nicht auf das Niveau des Gaps zurück. Je höher die Umsätze des Ausbruchgaps sind, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gap geschlossen wird. Bricht der Kurs mit einem Gap aus einem Trendkanal aus, kann das Preisniveau des Gaps als Unterstützung bzw. als Widerstand dienen, falls der Trend nach einem Ausbruch dreht.

Break-even-Preis
Der Punkt, an dem der Erlös bei Verkauf des Wertpapiers die zuvor entstandenen Kosten inklusive Bankgebühren abdeckt, wird als Break-even-Preis bezeichnet.

Brief
Brief oder der Kurszusatz «B» hinter dem aktuellen Kurs, steht für ein Verkaufsangebot einer bestimmten Aktie zu einem bestimmten Kurs. Steht lediglich «B» (Brief) hinter dem Kurs, so wurden noch keine Käufer für das Wertpapier gefunden. Bei «bB» (bezahlt Brief) wurden bereits erste Verkäufe getätigt, es stehen aber noch weitere Aktien zum Verkauf.

Briefkurs

  1. Preis beim Effektenhandel, zu dem keine Nachfrage, aber ein Angebot vorlag.
  2. Im Devisenhandel ist der Briefkurs der Kurs, zu dem ausländische Devisen verkauft werden.
  3. Angebotspreis des Market Makers (ask price).

Broker
Ein Wertpapiermakler, welcher die Anleger bei ihren Investments, insbesondere Effekten, berät, wird mit dem englischen Begriff Broker bezeichnet. Er wickelt Kauf- und Verkaufsaufträge auf dem Sekundärmarkt ab.

Bruttodividende
Der Betrag, den ein Unternehmen als Dividende ausschüttet, wird als Bruttodividende bezeichnet.

Bruttoinlandprodukt
Das Bruttoinlandprodukt umfasst die im Inland entstandene wirtschaftliche Leistung in einer Periode (z.B. ein Jahr). Sie ist ein Mass für die Leistung einer Volkswirtschaft.

Bruttosozialprodukt
Der Wert aller innerhalb einer Periode in einer Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen, abzüglich dem Saldo der Erwerbs- und Vermögenseinkommen, welche zwischen Inländern und der übrigen Welt erarbeitet worden waren, wird als Bruttosozialprodukt (kurz: BSP) bezeichnet.

Bulle
Ein Optimist an der Börse wird symbolisch auch als «Bulle» bezeichnet. Er glaubt, dass die Kurse steigen werden. Das Symbol des Bullen soll die ansteigenden Kurse verdeutlichen, da er mit den Hörnern immer von unten nach oben stösst. Das Gegenstück hierzu stellt der «Bär» dar, welcher mit der Tatze von oben nach unten schlägt, womit die fallenden Kurse symbolisiert werden.

Bullenfalle
Engagieren sich Investoren mit Käufen am Markt, weil sie auf steigende Kurse hoffen, und werden dann von fallenden Kursen überrascht, so bezeichnet man das als Bullenfalle.

Bullenflagge
Begriff der Charttechnik. Während die Bullenflagge in einem Aufwärtstrend zu finden ist, ist die Bärenflagge in einem Abwärtstrend anzutreffen. Eine Bullenflagge ist ein nach unten gerichtetes Parallelogramm und wird als bullisch bezeichnet, da sie den Aufwärtstrend zunächst bremst, um anschliessend in neue, höhere Niveaus vorzustossen.

Bullische Divergenz
Eine bullische Divergenz liegt vor, wenn der Kurs des Wertpapiers über längere Zeit fällt, also einen Abwärtstrend vollzieht, während der entsprechende Indikator z.B. der RSI einen Aufwärtstrend erkennen lässt. Die Bezeichnung richtet sich also nach dem Trend im Indikator und nicht nach jenem des Wertpapiers.

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CAC 40
Die 40 umsatzstärksten Aktien der Pariser Wertpapierbörse werden im CAC 40 zusammengefasst. Er ist vergleichbar mit dem SPI in der Schweiz.

Call
Bezeichnung für eine Kaufoption. Sie verbrieft dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, eine Aktie zu einem jetzt festgesetzten Preis, in der Zukunft zu kaufen. Dafür ist eine Optionsprämie zu zahlen.
Gegenteil: Put oder Verkaufsoption.

Candlestick
Begriff der Charttechnik, welcher von den Japanern im 16. Jahrhundert eingeführt worden war. Ein Candlestick besteht aus vier Kursen: dem Eröffnungskurs, dem Tageshoch, dem Tagestief und dem Schlusskurs. Eröffnung und Schluss bilden den Kerzenkörper. Der Körper wird als dicker senkrechter Strich gezeichnet. Er ist schwarz, wenn der Eröffnungskurs über dem Schlusskurs liegt, sonst ist er weiss. Aus dem Körper heraus werden nach oben und nach unten Antennen/Dochte gezeichnet, die bis zum Tageshoch bzw. Tagestief reichen. Mit Hilfe mehrerer Kerzen können verschiedene Muster entstehen, die entsprechend interpretiert werden können.

Candlestick Chart
Ein Candlestick Chart ist eine Art der technischen Analyse, die ursprünglich aus Japan kommt.
Gegenüber den westlichen Chartanalysen ermöglicht der Candlestick Chart zusätzliche Signale. Für jeden Börsentag bilden Eröffnungs- und Schlusskurs ein Rechteck, das je nachdem, ob der Kurs fiel oder stieg, schwarz oder weiss ist.
Tageshöchst- und Tagestiefstkurse werden zudem durch dünne Balken dargestellt.

Cap
Die vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze, der ein nomineller Kapitalbetrag zugrundeliegt, wird als Cap bezeichnet.
Wenn die vertraglich festgelegte Zinsobergrenze am Zinsfestlegungstermin von einem Referenzzinssatz überstiegen wird, so hat der Verkäufer dem Käufer die Differenz zwischen Zinsobergrenze und Referenzzinssatz zu zahlen.

Cashflow
Unter Cashflow versteht man den Zugang flüssiger Mittel innerhalb einer Abrechnungsperiode. Er ist Ausdruck für die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens. Aus der Höhe des Cashflows und der langjährigen Entwicklung lassen sich Rückschlüsse auf das Finanzierungspotenzial eines Unternehmens ziehen. Der Cashflow oder das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) ist eine gebräuchliche Kennzahl zur Unternehmens- und Aktienanalyse, die besonders häufig in angelsächsischen Ländern herangezogen wird. Unter langfristigen Gesichtspunkten ist das KCV in der Regel aussagekräftiger als das KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis).

CBOT
Das Chicago Board of Trade ist die älteste amerikanische und heute die weltgrösste Börse für Commodity Futures mit zusätzlichem Optionshandel.

CDAX
CDAX steht für Composite-Dax und bezeichnet den Aktienindex, der im Gegensatz zum Dax alle Aktien an der Frankfurter Börse umfasst, welche in die amtliche Notierung einbezogen werden.

Chart
Chart ist die Bezeichnung für die grafische Darstellung der Entwicklung des Kurses und des Umsatzes von Wertpapieren, Börsen oder Branchen. Der relevante Zeitraum kann dabei beliebig gewählt werden. Charts stellen die Basis für die technische Wertpapieranalyse dar und werden grundsätzlich in die Bereiche Linien-, Balken-, Candlestick-, Point & Figure-Charts unterteilt.

Chartanalyse
Eine Bewertung von Aktien, die rein aufgrund des Kursverlaufs stattfindet und fundamentale Daten über das Unternehmen nicht berücksichtigt, wird als Chartanalyse bezeichnet.
Mit Hilfe von Referenzsituationen wird versucht, vom derzeitigen Verlauf des Charts auf den zukünftigen zu schliessen. Dabei will man neben Trendverläufen auch Ober- und Untergrenzen für den Kursverlauf ableiten.

Chartist
Anleger, die Investmententscheidungen aus ihren Chartanalysen ableiten, bezeichnet man als Chartisten.

Charttechnik
Der Begriff Charttechnik hat seinen Ursprung in Japan. Bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts handelten die Japaner mit Reis, der nicht vorhanden war, also mit Reis-Futures. Der Handel war zur damaligen Zeit sehr wichtig und der Gruss der Bewohner der Stadt war «Mokariamakka», was so viel wie «Machen Sie Gewinne» bedeutet. Auch heute ist das nicht anders. Eigentlich ist mit dem Wort Blash «buy low and sell high» (kaufe zu einem tiefen Preis und verkaufe zu einem hohen Preis) alles gesagt. Die Japaner wollten etwas über den Verlauf der Future-Preise herausfinden. Sie betrachteten Charts und stellten Regelmässigkeiten fest, bestimmte Kursmuster, die sich im Laufe der Zeit wiederholten. Daraus entstand die Candlestick-Charttechnik.

Die Regeln von heute beruhen immer noch auf den damaligen Erkenntnissen. Täglich werden Milliarden von Dollar mit Hilfe von charttechnischen Signalen gehandelt. Der grosse Unterschied zur fundamentalen Analyse ist, dass die Charttechnik nicht auf fundamentale Daten reagiert, sondern alles vom Chart und von dessen Formationen abhängig macht. Die Vielzahl der Händler, die nach charttechnischen Signalen handeln, zeigt, dass das ganze System recht gut funktioniert.

Clearing
Die multilaterale Abrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Interbankengeschäft bezeichnet man als Clearing. Auch die Abrechnung im Terminhandel wird so bezeichnet.

Close
Als Close wird der offizielle Schlusskurs des Tages bezeichnet. Gemeint ist damit auch der zeitlich genau festgelegte Schluss der Börsensitzung bzw. der Zeitraum, in welchem die zu dieser Zeit «on close» getätigten Geschäfte abgeschlossen werden müssen. Der Eröffnungskurs wird «Open» genannt.

CME
Abkürzung für: Chicago Mercantile Exchange.
Sie ist die zweitgrösste Börse der Welt, wo mit Commodity Futures gehandelt wird.

Collar
Die vertragliche Vereinbarung über Zinsober- und Untergrenze bezogen auf einen nominellen Kapitalbetrag nennt man Collar.
Wenn der Referenzzinssatz die Obergrenze, den Cap, übersteigt, so erstattet der Verkäufer dem Käufer die Differenz aus den beiden Beträgen. Unterschreitet der Referenzzinssatz hingegen die Untergrenze (Floor), so muss der Käufer dem Verkäufer die Differenz der Beträge zurückerstatten.
Der Kreditnehmer hat durch den Kauf eines Collars die Möglichkeit, die Zinskosten mit einer festen Obergrenze zu versehen. Dafür verpflichtet er sich zur Zahlung eines Mindestzinssatzes.

Commodity Option
Eine Commodity Option gibt dem Besitzer das Recht, eine bestimmte Ware in einer bestimmten Menge, zu einem festen Termin, in einer bestimmten Qualität und zu einem festgesetzten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Common Gap
Bezeichnet eine Kurslücke in einem Seitwärtstrend oder Lücken durch geringe Umsätze. Sie sind nicht von Bedeutung, und es können keine Aussagen über den weiteren Kursverlauf gemacht werden.

Common Shares
Englische Bezeichnung für Stammaktien.

Computerbörse
Die Computerbörse bietet die Möglichkeit, ausserhalb der Börse, über eine Online-Verbindung Abschlüsse zu tätigen, ohne selbst auf dem Börsenparkett anwesend sein zu müssen. Zu den bekanntesten Beispielen für Computerbörsen gehören NASDAQ und DTB.

Contango
Unter einem Contango versteht man eine Situation in einem Future-Markt, in der die Kassakurse (Spot-Preise) tiefer sind als die langfristigen Future-Preise. Die gegenteilige Situation heisst Backwardation.

Convertible Bonds
Englische Bezeichnung für Wandelanleihen. Verbrieft dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, während einem vorher definierten Zeitraum die Anleihe in Wertpapiere der Unternehmung zu wandeln. Für die Unternehmung entsteht damit aus Fremdkapital Eigenkapital. Für den Anleger bedeutet eine Wandelanleihe eine zunächst risikoarme festverzinsliche Anlage mit der Chance auf zusätzliche Erträge durch die Wandlung in Wertpapiere, falls diese sich gut entwickelt haben.

Corporate Action
Ereignis, das erhebliche Veränderungen für ein Unternehmen zur Folge hat und Auswirkungen auf die Anteilseigner, sowohl von Stamm- als auch von Vorzugsaktien, sowie auf die Anleiheninhaber hat. Diese Ereignisse, z.B. Aktiensplits, Dividendenpolitik, Fusionen, Übernahmen und Abspaltungen sind grundsätzlich vom Verwaltungsrat des Unternehmens zu genehmigen. Bei einigen Ereignissen haben auch die Aktionäre ein Stimmrecht.

Cost-Average-Effekt
Ein Anleger, der Anlagepläne mit regelmässigen Einzahlungen benutzt, erreicht damit, dass bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Fondsanteile erworben werden. Der Vorteil der regelmässigen Einzahlungen über einen längeren Zeitraum besteht darin, dass ein Anleger bei wechselnden Ausgabepreisen zu einem insgesamt günstigeren Durchschnittspreis kauft. Ein weiterer positiver Aspekt für den Anleger ist die Möglichkeit, im Rahmen eines Sparprogramms auch Anteilsbruchteile zu erwerben und damit beim Kauf nicht auf volle Stücke abstellen zu müssen. Was beinhaltet der Cost-Average-Effekt genau? Die aufgezählten Vorteile?

Costs of Carry
Bei Covered Warrants bezeichnet man die Finanzierungskosten des Stillhalters für seinen Deckungsbestand als Costs of Carry. Sie werden berechnet, indem man vom Zinsaufwand für die Refinanzierung des Deckungsbestandes die vereinnahmten Beträge abzieht.

Courtage
Eine Courtage (auch Brokerage genannt) ist die Bezeichnung für die Vermittlungsgebühr, welche ein Makler oder Broker für die Vermittlung beim Aktienkauf und -verkauf erhält. Die Courtage wird einheitlich festgelegt.

Covered Warrants
Covered Warrants ist der englische Ausdruck für gedeckte Optionsscheine, die meist eine Laufzeit von zwölf bis 18 Monaten haben. Das Emissionshaus hält bei der Vergabe das entsprechende Underlying zur Absicherung in seinem Depot.
Der Käufer kann das Underlying erhalten, wenn es sich um eine effektive Andienung handelt.

Crash
Mit (Börsen-)Crash wird ein Einbruch der Börse bezeichnet. Die Kurse gehen auf Talfahrt, ein Alptraum für alle Aktionäre. Der einzige Vorteil besteht für Neu-Anleger, weil sie billig einsteigen können.

Cross Hedge
Will man eine Wertpapierposition absichern, wenn kein entsprechendes Derivat mit Underlying vorliegt, so spricht man von einer Cross Hedge.
Will man sich beispielsweise bei einer Aktie, die keine entsprechenden Optionen hat, gegen einen Kursverlust absichern, kann man eine Option auf ein branchenverwandtes Unternehmen aufnehmen. Im Fall tatsächlich sinkender Kurse hofft man auf einen Ausgleich der Verluste auf den Basiswert durch die Option auf das branchenverwandte Unternehmen.

Cross Rate
Der Wechselkurs von zwei Währungen wird als Cross Rate bezeichnet.

Cum
«Cum» stammt aus dem Lateinischen und bedeutet «mit». Am Euromarkt werden damit Wertpapiere mit Zins-, Dividenden- oder sonstigen Bezugsscheinen bezeichnet. Das Gegenstück ist Ex (z.B. Ex Dividende).

Currency Option
Hat eine Option eine Währung als Basis, wird sie als Currency-Option bezeichnet.

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Dachfonds
Dachfonds sind Fonds, die sich nicht aus einzelnen Wertpapieren zusammensetzen, sondern aus verschiedenen anderen Fonds. Dadurch wird für den Anleger eine grössere Risikostreuung erreicht.

Dax
Dax ist die Abkürzung für Deutscher Aktien-Index und enthält als gewichteter Index 30 Aktien führender Unternehmen, die an deutschen Börsen amtlich gehandelt werden. Der Wert des Dax wird alle 15 Sekunden an der Börse ermittelt. Er zeigt Kursschwankungen an, mit der Zielsetzung, für den deutschen Markt international eine höhere Markttransparenz zu erreichen und gleichzeitig die Grundlage für Terminkontrakte an der Deutschen Terminbörse zu schaffen. Es gibt mehrere Auswahlkriterien für die in den Dax einzubeziehenden Gesellschaften wie zum Beispiel Umsatzstärke, Börsenkapitalisierung, Vorhandensein früher Eröffnungskurse und Branchenrepräsentativität.

Dax 100
Im Dax 100 sind die 100 umsatzstärksten Aktien der deutschen Börse notiert. Die Werte sind in zehn Branchenindizes unterteilt.

Day Order
Eine Day Order ist ein Auftrag mit auf den betreffenden Tag beschränkter Gültigkeit. Wird der Auftrag an diesem Tag nicht an der Börse ausgeführt, so erlischt er automatisch.
Soll die Gültigkeit einen längeren Zeitraum umfassen, so können Aufträge mit dem Zusatz «ultimo» oder «ultimo+1» aufgegeben werden.

Deckungsstockfähigkeit
Wertpapiere, die zur Anlage des von Versicherungsunternehmen zu bildenden Deckungsstocks zulässig sind, nennt man deckungsstockfähig.

Defensive Aktien
Bezeichnet eine Aktie, die bei guter Rendite zwar begrenzte Kursgewinnchancen bietet, aber nur in geringem Masse der Gefahr von Kursrückschlägen ausgesetzt ist, da die Unternehmen Branchen angehören, die wenig konjunkturempfindlich sind. Beispiele: Aktien der Versorgungs-, Nahrungs- und Pharmaindustrie.

Deflation
Geht die Geldmenge einer Volkswirtschaft zurück, was sich in einer Steigerung der Kaufkraft auswirkt, spricht man von einer Deflation.

Deport
Die Differenz zwischen dem Kassakurs des Underlyings und dem Terminkurs wird als Deport bezeichnet.

Depositen
Unterhalten Privatkunden Termin- und Sichteinlagen bei Geschäftsbanken, werden diese als Depositen bezeichnet.

Depot
Ein Depot bietet die Möglichkeit, Wertpapiere bei Kreditinstituten für die Verwahrung und Verwaltung zu hinterlegen. Für jeden Kunden wird ein Depot (Gegenstück zum Konto im Geldverkehr) eingerichtet, das Titelarten, Nennbeträge oder Stückzahlen, Nummern etc. der eingereichten Wertpapiere sowie Name und Adresse des Einreichers (Depotinhabers) enthalten muss.

Depotauszug
Banken schicken ihren Depotkunden üblicherweise einmal jährlich einen Depotauszug zu, der die wichtigsten Daten zu den im Depot befindlichen Aktien enthält.

Depotbank
Banken, die die Berechtigung zur Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren haben, nennt man Depotbanken. Sie sind zuständig für Ausgabe und Rücknahme von Coupons und für die Ausschüttung an die Inhaber.

Depotgebühr
Die Gebühr, die eine Bank für die Verwaltung des Depots verlangt, wird Depotgebühr genannt. Sie hat üblicherweise eine Höhe von einem Promille des gesamten Depotwertes.

Derivat
Ein Derivat ist kein eigenständiges Anlageinstrument, sondern ein Recht, dessen Bewertung vornehmlich aus dem Preis und den Preisschwankungen und -erwartungen eines Basisinstruments, zum Beispiel Aktien und Anleihen, abgeleitet ist. Zu den Derivaten werden alle Arten von Optionen und Futures gezählt.

Devisen
Forderungen auf ausländische Währungen in Form von Schecks oder Guthaben werden Devisen genannt.
Banknoten und Hartgeld werden im Gegensatz dazu Sorten genannt.

Devisenfuture
Die Verpflichtung zwischen Handelspartnern, zu einem bestimmten Betrag und zu einem bestimmten Zeitpunkt Devisen zu einem festgelegten Kurs zu liefern, wird Devisenfuture genannt.
Bei Einlösung des Rechts zum Bezug des abgemachten Betrages am Ende der Laufzeit ergeben sich Gewinne bzw. Verluste aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs.

Devisenkurs
Die Angabe, zu welchem Preis eine Devise gekauft oder verkauft werden kann, nennt man Devisenkurs. Die Börsenmakler und Banken, die den Kurs stellen, profitieren von der Differenz der beiden Beträge.

Devisenoption
Die vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Handelspartnern, eine Devise zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem festgelegten Kurs zu kaufen oder verkaufen, nennt man Devisenoption.

Devisenswapgeschäft
Kauft man Devisen am Kassamarkt und verkauft sie gleichzeitig am Terminmarkt, bzw. kauft am Terminmarkt und verkauft zum gleichen Zeitpunkt am Kassamarkt, so spricht man von einem Devisenswapgeschäft.

Diskont
Einen vorgenommenen Abzug von Zinsen auf einen Betrag, der erst später fällig wird, nennt man Diskont. Möglich ist dies, wenn man Wechsel vor dem Fälligkeitsdatum einreicht.

Divergenz
Begriff aus der charttechnischen Analyse. Divergenzen entstehen durch entgegengesetzte Verläufe eines Kurses und eines Indikators. Analysten unterscheiden zwei Divergenzen, die bullische Divergenz und die bärische Divergenz.

Diversifikation
Die Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen bzw. -werte im Bereich der Kapitalanlage wird Diversifikation genannt. Zielsetzung ist dabei, ein Portfolio mit einer möglichst hohen Rendite bei gleichzeitig möglichst geringem Risiko schaffen zu können.

Dividende
Die Dividende ist Teil des Gewinnes einer Aktiengesellschaft und wird an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Höhe der Dividende errechnet sich aus dem ausgeschütteten Gewinn dividiert durch die Anzahl der Aktien.

Dividendenabschlag
Am Tag der Dividendenzahlung wird bei der Aktiennotierung ein Dividendenabschlag vorgenommen. Dieser Abzug entspricht der Bruttodividende.

Dividendengarantie
Bei Vorzugsaktien werden Mindestdividenden garantiert. Dafür geben sie, im Gegensatz zu Stammaktien, kein Stimmrecht an der Hauptversammlung.

Dividendenrendite
Aus der Division der Dividende durch den Aktienkurs und multipliziert mit hundert ergibt sich die Dividendenrendite.

Dollar-Anleihe
Ein festverzinsliches Wertpapier in US-Währung nennt man Dollar-Anleihe. Sie kann von US-Institutionen, der US-Regierung oder auch von ausländischen Emittenten ausgegeben werden.

Doppelminus
Wird eine Doppelminus-Ankündigung bei der Eröffnung oder im vorbörslichen Handel ausgegeben, so heisst das, dass man mit mindestens 10 Prozent Kursverlust rechnet.

Doppelplus
Wird zur Eröffnung oder im vorbörslichen Handel eine Doppelplus-Ankündigung ausgegeben, so rechnet man mit mindestens 10 Prozent Kursanstieg.

Dow Jones Index (DJI, Dow)
Der Dow-Jones-Index ist der bekannteste amerikanische Börsenindex. Er ist ein preisgewichteter Aktienindex und besteht aus 65 Aktien, die an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt werden. Die 65 Werte ergeben sich aus 30 Industrie-, 20 Transport- und aus 15 Versorgungsgesellschaften. Eine Besonderheit stellen die Aktien der 30 Industriegesellschaften dar, die auch als Blue Chips bezeichnet werden. Diese sind noch einmal gesondert im Dow-Jones-Industrial-Index enthalten, welcher die 30 marktführenden Unternehmen repräsentiert (sie machen 20 Prozent des Kurswertes der an der NYSE gehandelten Aktien aus). Der Dow-Jones-Index wird täglich an der Börse berechnet und veröffentlicht.

Dow Jones STOXX
Der Dow Jones STOXX entsteht aus der Zusammenarbeit von Deutscher Börse, Dow Jones, SBF-Bourse de Paris und Schweizer Börse zur Etablierung einer europäischen Indexfamilie. Diese besteht aus je einem Benchmark-Index, einem Blue-Chip-Index sowie 19 Branchenindizes für Gesamteuropa und für den Teilnehmerkreis der Europäischen Währungsunion.

Dreieck
Begriff aus der Charttechnik. Es können drei Arten von Dreieck-Formationen unterschieden werden. Ansteigendes Dreieck: Eine obere Begrenzungslinie stellt einen Widerstand dar und verläuft horizontal. Die untere Begrenzungslinie ist eine Unterstützung und hat einen ansteigenden Verlauf. Der Kurs springt zwischen den Linien hin und her. In der Regel gewinnen die Käufe an Aggressivität, bevor sie aus der Formation nach oben ausbrechen. Absteigendes Dreieck: Es ist wie ein ansteigendes Dreieck, der Ausbruch erfolgt jedoch durch die Unterstützungslinie und nicht durch den Widerstand. Die Unterstützungslinie ist nun horizontal und der Widerstand hat einen absteigenden Verlauf. Symmetrisches Dreieck: Normalerweise bricht der Kurs in Richtung des vorherrschenden Trends aus. Der Widerstand hat dabei einen absteigenden Verlauf, während die Unterstützungslinie ansteigt.

Duration
Den gewogenen Durchschnitt aller zukünftigen Zahlungsströme, die aus der Kapitalanlage eines Anlegers in Anleihen resultieren, nennt man Duration.

Dynamische Absicherung
Eine Absicherung, bei der die Kauf- oder Verkaufslimits dynamisch an den jeweiligen Kurs angepasst werden, nennt man dynamische Absicherung. Beispielsweise könnte man mit einer solchen Absicherung einen Stopp-Kurs von fünf Prozent unter dem aktuellen Kurs festlegen.

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Easdaq
Die Easdaq ist eine spezielle Börse in Brüssel. Diese wurde als gesamteuropäische Börse für den Handel mit Aktien junger und innovativer Unternehmen gegründet. Die Easdaq soll Unternehmen, die einen Börsengang an der amerikanischen Nasdaq gewählt hätten, die Möglichkeit bieten, Beteiligungskapital in Europa aufzunehmen.

EBIT
EBIT (earnings before interest and taxes) ist der Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern.

Effekten
Effekten ist die Bezeichnung für an der Börse handelbare Wertpapiere. Zu den Effekten gehören u.a. Aktien, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, sonstige Anleihen und Investmentanteile. Nicht zu den Effekten gehören beispielsweise Banknoten, Schecks und Wechsel. Effekten dienen der Kapitalbeschaffung (Finanzierung) und der Anlage von Kapital.

Effektengiroverkehr
Damit Wertpapiere nicht verschickt werden müssen, wurden Wertpapiersammelbanken eingerichtet. Dort lagern die Effekten, der Handel findet wie im bargeldlosen Zahlungsverkehr nur über Buchungen statt.

Effektenlombardkredit
Gibt ein Kreditnehmer der Bank seine Wertpapiere als Sicherheit für einen Kredit, so bezeichnet man diesen als Effektenlombardkredit.
Damit die Bank kein zu grosses Risiko mit den Aktien und Anleihen eingeht, werden diese nur zu einem bestimmten Prozentsatz angerechnet. Hierbei gilt für Aktien bis zu 50 Prozent, bei Anleihen bis zu 80 Prozent.

Effektivverzinsung
Die Verzinsung eines Investments nach Abzug aller Gebühren und sonstiger Nebenkosten nennt man Effektivverzinsung.

Eidgenössische Bankenkommission
Abkürzung: EBK, Kurzform: Bankenkommission. Vom Bundesrat gewählte, von der eidgenössischen Verwaltung und der Schweizerischen Nationalbank unabhängige Aufsichts- und Vollzugsinstanz des Banken- und des Anlagefondsgesetzes.

Eigenhandel
Die Wertpapiergeschäfte einer Bank, die auf eigene Rechnung getätigt werden, nennt man Eigenhandel.

Eigenkapital
Als Eigenkapital wird das von den Aktionären eingesetzte Kapital bezeichnet. Kapitalgesellschaften müssen gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen, Gewinn-/Verlustvortrag und Jahresüberschuss/-fehlbetrag als Eigenkapital ausweisen.

Eigenkapitalquote
Den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital nennt man Eigenkapitalquote.

Eigenkapitalrendite
Kennziffer zur Ertragslage eines Unternehmens. Errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen Jahresüberschuss und Eigenkapital.

Einschuss
Bei Geschäften am Terminmarkt dient der Einschuss, zu Englisch Margin, als Sicherheit für die Risiken.

Elektronischer Handel
Beim elektronischen Handel, bei dem generell der Handel mit Wertpapieren durch Einsatz von Computern unterstützt wird, unterscheidet man drei Kategorien:

  • Computerunterstützter Handel:
Hierbei werden Geschäfte durch mündliche Absprachen zwischen den Handelspartnern getätigt. Computer werden eingesetzt, um die abgeschlossenen Aufträge abzuwickeln oder um Aufträge an die Börse weiterzuleiten.
  • Computergestützter Handel:
Hier benutzt man den Computer zusätzlich, um Informationen über aktuelle Kurse sowie über Angebot und Nachfrage der Aktien einzuholen.
  • Computerhandel:
Der Handel erfolgt komplett über den Computer, inklusive Verhandlungen, Kommunikation und Handelsabschlüsse. Der Computerhandel wurde bisher an der EUREX weitestgehend realisiert.

Emerging Markets
Aufstrebende Märkte, z.B. Schwellenländer.

Emission
Unter Emission versteht man die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt (Neuemission oder aus einer Kapitalerhöhung). Die Emission erfolgt meist durch den Zusammenschluss mehrerer Banken zu einem Emissionskonsortium. Die Erlöse aus der Emission fliessen im Allgemeinen für weitere Investitionen dem Unternehmen oder den bisherigen Gesellschaftern zu.

Emissionsinstitut
Das Kreditinstitut, das eine Emission durchführt, wird Emissionsinstitut genannt.

Emissionskonsortium
Die Emission eines Wertpapiers wird von einem Bankenkonsortium durchgeführt. Das Konsortium wird meistens von einem Konsortialführer geleitet.

Emittent
Juristische Person des Privatrechts (meist Aktiengesellschaft) oder des öffentlichen Rechts, die Wertpapiere ausgibt.

Enger Markt
Wenn ein Grossteil der Aktien in fester Hand ist und dem Markt nicht zur Verfügung steht, spricht man von einem engen Markt. Dieser vergleichsweise geringen Anzahl verfügbarer Aktien kommt eine grössere Bedeutung zu, so dass hier schon geringe Käufe und Verkäufe grosse Kursschwankungen auslösen können.

Entnahmeplan
Die regelmässigen Auszahlungen zwischen Anlegern und einer Investmentgesellschaften werden in Höhe und Häufigkeit vom sogenannten Entnahmeplan geregelt.

Eröffnungskurs
Der erste Kurs des Tages nach Eröffnung des Handels wird Eröffnungskurs genannt.

Erschöpfungsgap
Begriff der Charttechnik. Erschöpfungsgap werden Veränderungen in der letzten Phase einer Trendbewegung genannt, also innerhalb der letzten Tage einer Baisse oder Hausse, wenn der Markt an Dynamik verliert und in einen Seitwärtstrend übergeht oder wenn eine Trendumkehr erfolgt.

Erträge
Erträge werden in zwei Kategorien unterteilt: ordentliche und ausserordentliche Erträge. Zu den ordentlichen Erträgen werden Zins- und Dividendeneinnahmen gezählt. Diese sind vollständig steuerpflichtig. Kursgewinne bei Veräusserung nach Ablauf der Spekulationsfrist und Bezugsrechterlöse gelten als ausserordentliche Erträge und sind für Privatanleger steuerfrei.

Erwerbskurs
Der Erwerbskurs ist die Bezeichnung für den tatsächlich gezahlten Preis beim Erwerb eines Wertpapiers. Die Rendite wird durch die Höhe des Erwerbskurses beeinflusst.

Eskomptieren
Das Vorwegnehmen eines Ereignisses am Markt im Kurs einer Aktie nennt man eskomptieren.
So zeigt sich beispielsweise eine positive oder negative Änderung des Kurses durch eine Akquisition nicht erst am Tag der Durchführung, sondern meist schon wesentlich früher.

ESZB
Das Europäische System der Zentralbanken. Das System soll im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion errichtet werden, bestehend aus der Europäischen Zentralbank sowie den Zentralbanken der Mitgliedsstaaten.
Die Aufgabe der ESZB ist die Gewährleistung der Preisstabilität.

ETF
Ein ETF (Exchange-Traded-Fund) ist ein Indexfonds, der sich in seiner Zusammensetzung nach der Gewichtung eines Index richtet und jederzeit ohne Ausgabeaufschlag gehandelt werden kann.

EURIBOR
Abkürzung für die Euro Interbank Offered Rate, den Zinssatz, zu dem sich europäische Banken untereinander Einlagen anbieten.

Exchange
Exchange ist der englische Begriff für Börse, während Commodity-Exchange die Bezeichnung für die Rohstoffbörse ist.

Exhaustion Gap
Begriff der Charttechnik. Diese Art von Gaps tritt in der letzten Phase einer Trendbewegung, also innerhalb der letzten Tage einer Baisse oder Hausse, auf. Der Markt verliert an Dynamik und geht in einen Seitwärtstrend über oder es erfolgt eine Trendumkehr. Dieselbe Beschreibung wie beim Erschöpfungsgap. Dasselbe?

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Fälligkeitsdatum
Bei Terminkontrakten gibt das Fälligkeitsdatum an, wann der Basiswert zur Lieferung fällig wird bzw. eine Zahlungsverpflichtung zu begleichen ist. Wird die Position vor dem Fälligkeitsdatum glattgestellt, so muss keine Lieferung erfolgen.

FAZ-Index
Der FAZ-Index ist der bereits 1961 herausgegebene Aktienindex der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Er umfasst 100 Werte von Gesellschaften, die in Frankfurt variabel gehandelt werden und ein entsprechend grosses Grundkapital vorweisen können.

FED
Abkürzung für Federal Reserve Bank. Sie ist die Notenbank der USA. Das Federal Reserve System ist das amerikanische Notenbanksystem, das aus den zwölf Federal Reserve Banks besteht. Jede Bank ist für ein District zuständig. Die Aufgabe der FED ist die Festlegung der Geld- und Währungspolitik. Den Kopf der FED bildet das siebenköpfige Board of Governors. Jedes Mitglied wird vom amerikanischen Präsidenten für 14 Jahre gewählt.

Feindliches Übernahmeangebot
Bezeichnung für eine nicht-offizielle Kaufabsicht eines Interessenten. Der potenzielle Käufer versucht hierbei, die Aktienmehrheit an einem Unternehmen zu erlangen, um so die Stimmenmehrheit zu erreichen. Oftmals kommt es zu feindlichen Übernahmeangeboten, wenn eine Aktiengesellschaft an der Börse unterbewertet ist. Auch: Takeover.
Ist die Übernahme «freundlich», so spricht man von einer Akquisition.

Fester
Eine Börsenentwicklung, die stark zunehmend ist, also Zuwächse um zwei Prozent und mehr aufweist, wird als fester bezeichnet.

Festgeld
Geldeinlagen von natürlichen oder juristischen Personen werden als Festgeld bezeichnet. Festgeld hat meistens eine festgeschriebene Laufzeit und einen festen Zinssatz.

Festverzinsliche Wertpapiere
Von staatlichen Institutionen, bestimmten Banken und grösseren Industrieunternehmen werden sogenannte festverzinsliche Wertpapiere ausgegeben. Dabei handelt es sich um mittel- bis langfristige Schuldverschreibungen, die eine regelmässige, festgelegte Zinszahlung in Form von Geld beinhalten.

Financial Future
Terminkontrakte auf festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Devisen und Ähnliches bezeichnet man als Financial Futures.
Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Future sind Financial Futures nicht auf die Erfüllung des Terminkontraktes ausgelegt, sondern werden normalerweise vor Ablauf der Frist mit einem Gegengeschäft storniert. Hierbei muss dann nur der sich eventuell ergebende Differenzbetrag beglichen werden.

Finanzintermediäre
Institute, die auf dem Geld-, Kredit- und Kapitalmarkt tätig sind und die versuchen, einen Ausgleich zwischen Finanzmitteln mit Anlagebedarf und der Nachfrage nach Finanzmitteln zu schaffen. Zu ihnen gehören beispielsweise Bausparkassen, Kreditinstitute und Versicherungsgesellschaften.

Fixing
Ermittlung und Notierung von Tagespreisen einer Ware oder von Devisen. Das Fixing wird mindestens einmal, höchstens zweimal am Tag, nach festgelegten Regeln, durchgeführt.

Flagge
Begriff aus der Charttechnik. Flaggen sind Parallelogrammen, die nach starken Kursbewegungen entstehen. Sie sind sehr sichere und trendbestätigende Indikatoren. Analysten unterscheiden zwischen Bullen- und Bärenflaggen.

Floating Rate Note
Bei den variabel verzinslichen Wertpapieren, die als Floating Rate Note (FRN) bezeichnet werden, wird die Verzinsung üblicherweise an einen Referenzzinssatz wie zum Beispiel den LIBOR oder den FIBOR angepasst.

Floor
Unter Floor versteht man ein Zinsoptionsgeschäft, bei welchem eine vertragliche Vereinbarung über eine Zinsuntergrenze getroffen wird. Fällt der Referenzzinssatz unter die vereinbarte Grenze, so hat der Verkäufer des Floors dem Käufer den Differenzbetrag zu erstatten. Dafür zahlt der Käufer beim Erstehen des Floors eine Prämie.

Fonds
Französische Bezeichnung für «Kapital». Ein Fonds ist eine Sammlung aus verschiedenen Anlagewerten nach dem Grundsatz der Risikoverteilung (z.B. Aktien, Immobilien, Waren). Er unterliegt bestimmten Richtlinien der Verwaltung.

Fondsvermögen
Gemeint ist das Vermögen eines Aktienfonds. Es setzt sich zum einen aus den enthaltenen Aktien, zum anderen aus den Barreserven zusammen.

Foreign Currency Bonds
Foreign Currency Bonds sind Anleihen eines ausländischen Schuldners, die in dessen Währung ausgestellt werden. Die Zinszahlungen erfolgen in der jeweiligen Landeswährung. Die Gesetzesgrundlage bilden die landesüblichen Vorschriften.

Free Float
Unter Free Float (Streubesitz) versteht man den Anteil der Aktien eines Unternehmens, die nicht in festen Händen (Staat, Kapitalgeber, Altaktionäre) sind.

Freie Makler (Freimakler)
Freie Makler vermitteln Geschäfte mit allen Wertpapieren, auch mit amtlich gehandelten Wertpapieren, jedoch dürfen sie dabei keine Kurse stellen. Es werden regelmässig Veröffentlichungen von Preisen im geregelten Markt und im Freiverkehr von den freien Maklern herausgegeben. Der Börsenvorstand entscheidet über die Zulassung der freien Makler.

Freie Wechselkurse
Wechselkurse bei Währungen, die nur durch die Marktverhältnisse zustandekommen, nennt man freie Wechselkurse.
Sie unterliegen keinen Bandbreitenbeschränkungen.

Freijahr
Jahre, in denen bei festverzinslichen Wertpapieren keine Tilgung des Anleihebetrages stattfindet, nennt man Freijahre.

Freiverkehr
Der Freiverkehr ist ein Teilhandel des Effektenhandels. Die Anforderungen (z.B. Publizitätsvorschriften) sind geringer als im geregelten Markt und im amtlichen Handel.

Fremdkapital
Sammelbegriff, für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten einer Unternehmung. Ferner kann das Fremdkapital nach seinen Fristen unterschieden werden.
Kurzfristig = ein Jahr.
Mittelfristig = vier bis fünf Jahre.
Langfristig = über fünf Jahre.

Freundlich
Bei moderaten Kurszuwächsen zwischen 0,25 Prozent und einem Prozent wird die Entwicklung an der Börse als «freundlich» bezeichnet.

FSE
Abkürzung für die Frankfurt Stock Exchange, die Frankfurter Wertpapierbörse.

FT-SE 100
FT-SE ist die Abkürzung für Financial-Times–Stock-Exchange, womit der massgebliche Aktienindex für den britischen Aktienmarkt bezeichnet wird. Er umfasst 100 Werte und ist vergleichbar mit dem SPI in der Schweiz.

Fundamentalanalyse
In einer Fundamentalanalyse wird die Aktiengesellschaft auf der Grundlage von Kennzahlen bewertet. Wichtigste Grössen sind hierbei die Erträge, die Finanzkraft (Cashflow, Zinsaufwendungen etc.), Kurs/Gewinn-Verhältnis (siehe KGV), Wachstumschancen und konjunkturelle sowie fiskalpolitische Rahmenbedingungen. Mit diesen Daten wird versucht, die Geschäftstätigkeit und deren Erfolgsaussichten abzuschätzen und daraus Chancen auf Kursgewinne abzuleiten.

Fungibilität
Die Austauschbarkeit und Standardisierung von Sachen und Rechten, die vertretbar sind, wird als Fungibilität bezeichnet. Sie ist eine wichtige Grundlage der Börse und ist die Voraussetzung für die Marktgängigkeit.

Fusion
Unter einer Fusion versteht man den Zusammenschluss zweier bisher unabhängiger Unternehmen.
Dies kann entweder dadurch geschehen, dass eines der Unternehmen das andere aufkauft, oder durch Zusammenschluss zu einer neuen Firma.
Vorteile einer Fusion sind beispielsweise die Vergrösserung der Produktpalette oder die Rationalisierung. Ein Unternehmen kann aber auch neue Absatz- oder Beschaffungsmärkte durch eine Fusion gewinnen.

Future
Ein standardisierter, unbedingter Terminkontrakt, d.h. er muss erfüllt oder durch Gegengeschäfte glattgestellt werden. Man unterscheidet zweierlei Arten von Futures:

  • Financial Futures sind Terminkontrakte auf Anleihen, Aktien, Währungen oder auch Indizes.
  • Commodity Futures sind Terminkontrakte auf Waren.

Ein Terminkontrakt verpflichtet den Verkäufer und den Käufer, den Handel zu einem festgelegten Termin in der Zukunft zu tätigen. Hierzu muss eine Lieferung des Underlyings stattfinden, wenn der Kontrakt nicht vor Ablauf der Zeit glattgestellt wird.

Future Margin
Unter einem Future Margin versteht man eine Einschusszahlung auf einen Terminkontrakt.
 

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Gap
Das Wort Gap heisst wörtlich übersetzt Lücke oder Unterbrechung. In einem Chart bezeichnet der Analyst Kursniveaus, zu denen kein Handel stattgefunden hat als Gaps. Es werden vier Arten von Gaps unterschieden: gewöhnliche Gaps, Ausbruchgaps, Ausreisser und Erschöpfungsgaps.

Garantiefonds
Bei einem Garantiefonds wird die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals am Ende der Laufzeit garantiert.
Dies ist eine Möglichkeit, das Risiko auf den Aktienmärkten zu verringern.

Geld
Steht Geld oder der Kurszusatz «G» hinter dem aktuellen Kurs, steht für ein Kaufangebot einer bestimmten Aktie zu einem bestimmten Kurs. Steht lediglich «G» (Geld) hinter dem Kurs, wurden noch keine Verkäufer für das Wertpapier gefunden. Bei «bG» (bezahlt Geld) wurden bereits erste Kauforder ausgeführt, es stehen aber noch weitere Aktien zum Kauf aus.

Geldkurs
Mit Geldkurs wird im Wertpapierhandel der Börsenkurs bezeichnet, zu dem Nachfrage nach einem Wertpapier besteht. Im Devisenhandel steht die Bezeichnung für den Kurs, zu dem Banken Devisen ankaufen (Gegenstück: Briefkurs).

Geldmarkt
Der Geldmarkt ist ein Markt für kurzfristige Kredite und Guthaben.
Man unterscheidet verschiedene Formen von kurzfristigen Krediten:

  • Tagesgeld, das bis zu 24 Stunden Laufzeit hat,
  • tägliches Geld, das täglich kündbar ist,
  • Monatsgeld,
  • Dreimonatsgeld.

Besonders wichtig ist der Geldmarkt für die Banken zur Beschaffung der Liquidität.

Geldmarktpapiere
Kurzfristige Schuldtitel der öffentlichen Hand, die am Geldmarkt gehandelt werden, bezeichnet man als Geldmarktpapiere.

Genehmigtes Kapital
Will eine Aktiengesellschaft ihr Kapital durch Ausgabe von neuen Aktien erhöhen, so liegt der maximale Nennbetrag der neuen Aktien bei 50 Prozent des bisher gezeichneten Aktienkapitals. Diese Menge wird als genehmigtes Kapital bezeichnet.

Genussscheine
Genussscheine sind Wertpapiere, durch die der Käufer als Geldgeber eines Unternehmens fungiert. Dafür erhält er die Berechtigung, am Gewinn teilzuhaben.
Der Unterschied zu einer Aktie besteht darin, dass Genussscheine dem Besitzer keinerlei Stimmrechte im Unternehmen geben.
Man unterscheidet vier Arten von Genussscheinen:

  • Festverzinsliche Wertpapiere, bei denen der Besitzer auch am Verlust beteiligt wird.
  • Genussscheine, bei denen es für den Besitzer eine Mindestausschüttung mit zusätzlichem Bonus je nach Dividende gibt.
  • Genussscheine, bei denen die Ausschüttung vollständig von der Dividende abhängig ist.
  • Genussscheine, bei denen die Ausschüttung von der Rendite abhängig ist.


Geregelter Markt
Ein geregelter Markt zeichnet sich durch weniger strenge Publizitätsvorschriften und Anforderungen aus als der amtliche Handel. Die Kurse werden von freien Maklern gestellt, die nach den amtlichen Regeln der Kursfeststellung ermittelt werden, jedoch nicht amtlich notiert sind.

Gesamtfälligkeit
Wenn es für einen geschuldeten Betrag einen Termin gibt, an dem der gesamte Betrag auf einmal zurückerstattet werden muss, so wird dieser als Gesamtfälligkeit bezeichnet.

Gesamtkapital
Die Summe des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft wird als Gesamtkapital bezeichnet.
Hierbei wird vom Grundkapital über die Rücklagen bis zu den Reserven jede Position eingerechnet.

Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht einer Aktiengesellschaft enthält die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und den Lagebericht für den abgelaufenen Berichtszeitraum sowie den Anhang.
Zusätzlich kann er Informationen über mögliche zukünftige Entwicklungen, Pläne des Unternehmens und die Entwicklung einzelner Bereiche des Unternehmens enthalten.

Geschäftsjahr
Einen Zeitraum von zwölf Monaten, für den ein Unternehmen einen Jahresabschluss erstellen muss, wird Geschäftsjahr genannt. Das Geschäftsjahr eines Unternehmens muss nicht mit einem normalen Kalenderjahr zusammenfallen.

Geschäftswert
Der Mehrwert, den ein Unternehmen über dem substanziellen Wert besitzt, bezeichnet man als Geschäftswert.
Auch: Goodwill, Fassonwert, Organisationswert oder Firmenwert

Geschlossener Fonds
Der geschlossene Fonds gehört zu den Investmentfonds und kann Anteile zeitweise und bis zu einem bestimmten Umlaufvolumen emittieren, aber nicht zurücknehmen. Am Markt werden die Anteile jedoch weiterhin gehandelt.

Gesperrte Stücke
Gesperrte Stücke sind Aktien, deren Inhaber sich verpflichtet haben, diese über einen bestimmten Zeitraum zu halten und erst nach Ablauf einer bestimmten Frist zu verkaufen.

Gestrichen
Liegen weder Angebot noch Nachfrage vor oder sind keine billigst oder bestens Orders im Markt, so kann ein Kurs mit dem Hinweis «gestrichen» gestellt werden. Der Hinweis kommt überwiegend bei marktengen Papieren vor.

Gewinn je Aktie
Eine wichtige Kennzahl für die Bewertung von Aktien ist der Gewinn je Aktie (englisch: EPS, Earnings Per Share). Der Gewinn je Aktie ist der Quotient aus dem Gewinn einer Periode und der Aktienanzahl des Unternehmens.
Probleme beim Vergleich unterschiedlicher Unternehmen über den Gewinn je Aktie treten auf, wenn es um unterschiedliche Kapitalstrukturen geht.

Gewinnmitnahmen
Sind sich Anleger bei einer steigenden Aktie nicht über die Beständigkeit des Papieres sicher, so können sie Kursgewinne realisieren, die dann als Gewinnmitnahmen bezeichnet werden.

Gewinnrücklagen
Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres ist es Unternehmen gestattet, Gewinnrücklagen zu bilden. Diese dienen der sogenannten Innenfinanzierung eines Unternehmens, dürfen jedoch nicht aus Fremdkapital gebildet werden.

Gewöhnlicher Gap
Bezeichnet eine Kurslücke in einem Seitwärtstrend oder eine Lücke durch geringe Umsätze. Er ist nicht von Bedeutung, und es können keine Aussagen über den weiteren Kursverlauf gemacht werden.

Gezeichnetes Kapital
Anderer Name für das Grundkapital eines Konzerns. Die Haftung der Gesellschafter ist auf diesen Betrag beschränkt.

Girosammelverwahrung
Bei dieser allgemein üblichen Art der Wertpapierverwahrung werden die Papiere bei sogenannten Wertpapiersammelbanken verwahrt. Der Handel findet wie im bargeldlosen Geldverkehr nur über Buchungen statt.

Glamour Stocks
Bezeichnung an der amerikanischen Börse für Aktien, die sehr spekulativ sind, denen aber besonders gute Wachstums- und Kurschancen beigemessen werden.

Glattstellen
Ist die Bezeichnung für den Verkauf oder Kauf eines bestimmten Wertpapieres, um ein bestehendes Engagement (Verpflichtung) durch ein Deckungsgeschäft (Gegengeschäft) auszugleichen.

Going public
Unter going public versteht man den Gang eines Unternehmens an die Börse. Es erfolgt entweder eine Umwandlung einer Personengesellschaft oder einer GmbH in eine Aktiengesellschaft oder eine bereits bestehende Aktiengesellschaft möchte die Zulassung von Aktien, die bisher nicht notiert waren, erreichen. Auch: IPO.

Goodwill
Als Goodwill bezeichnet man den Differenzwert zwischen Ertrags- und Substanzwert nach der objektiven Unternehmensbewertung.
Auch: Geschäftswert, Fassonwert, Organisationswert oder Firmenwert.

Gratisaktien
Erhöht ein Unternehmen das Aktienkapital aus eigenen Mitteln (beispielsweise durch Reserven), so erhalten die Aktionäre für eine bestimmte Zahl von Aktien eine neue Aktie dazu. Durch diese Massnahme verringert sich der Aktienkurs, das Gesamtvermögen des Aktionärs bleibt aber durch die zusätzlichen Aktien identisch, d.h. der Begriff «gratis» ist genau genommen falsch.
Auch: Gratisaktie, Berichtigungsaktien.

Gratisoptionen
Schweizer Aktiengesellschaften haben neben dem Gewähren einer Dividende eine zusätzliche Möglichkeit der Auszahlung an Aktionäre. Bei der Ausgabe von Gratisoptionen können Aktionäre neue Aktien erstehen, wenn sie eine bestimmte Zahl Gratisoptionen vorweisen und einen festgelegten Betrag entrichten.

Graumarkt
Auch: grauer Markt. Nicht regulierter oder nicht staatlich kontrollierter, illegaler Teil des Kapitalmarkts. Auf dem Graumarkt werden noch nicht emittierte Wertpapiere vor Abschluss der Zeichnungsfrist gehandelt. Der Graumarkt ist eine Art Terminmarkt, da der Anleger vor der Erstnotiz Aktien über die Bank zum Graumarktkurs kauft.

Greenshoe
Mehrzuteilungsoption bei einem Initial Public Offering. Der Greenshoe kann ausgeübt werden, wenn die Nachfrage das geplante Emissionsvolumen deutlich übersteigt. Der Emittent hat dadurch die Möglichkeit, zusätzliche Aktien zu den ursprünglichen Konditionen am Markt zu platzieren.

Grossaktionär
Aktionäre einer Aktiengesellschaft, die einen genügend grossen Anteil Aktien besitzen, um bei der Hauptversammlung des Unternehmens massgeblichen Einfluss auszuüben, werden als Grossaktionäre bezeichnet.

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Handelsbilanz
Die Handelsbilanz bezeichnet die Gegenüberstellung des Vermögens und der Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Es werden die einzelnen, nach handelsrechtlichen Vorschriften bewerteten aktiven und passiven Positionen des Unternehmens aufgeführt.

Handelsregister
Amtliches Register der Firmen, die eine Handels- oder Fabrikationstätigkeit ausüben oder ein anderes Gewerbe nach kaufmännischer Art betreiben. Die Rechte und Pflichten zur Eintragung sind in der Schweiz zur Hauptsache durch Art. 934 ff. OR geregelt.

Handelszeiten
Zeiten, zu denen an den Börsen gehandelt werden kann. Die Handelszeiten an den deutschen Börsen sind wie folgt:

  • Aktien und Optionsscheine werden an allen Börsen und im elektronischen Handel Xetra von 9 bis 20 Uhr gehandelt.
  • Renten werden im Xetra von 8 bis 17.30 Uhr,
  • in Stuttgart, Hannover und Frankfurt von 9 bis 20 Uhr gehandelt,
  • in München schliesst der Rentenhandel bereits um 13.30 Uhr. Weshalb spezielle Aufführung Deutschland?

Hängeposition
Hängeposition wird die Situation genannt, wenn hereingenommene Wertpapiere aufgrund von nicht auftretenden Kursentwicklungen im Bestand bleiben und nicht verkauft werden.

Hausse
Ein langanhaltender Kursanstieg des Gesamtmarktes oder einzelner Marktbereiche wird als Hausse bezeichnet. Eine solche Marktsituation wird umgangssprachlich auch als Bull Market oder zu Deutsch als Bullenmarkt bezeichnet. Gegenteil: Baisse.

Haussier
Haussier wird genannt, wer Aktienpositionen aufgrund positiver Erwartungen an der Börse aufbaut. Eventuell auch längerfristig und auf Kredit.

Hebel
Der Quotient aus aktuellem Underlying-Preis und dem durch das Bezugsverhältnis angepassten Kurs des Optionsscheins wird als Hebel bezeichnet. Eine grössere Bedeutung im Optionsscheingeschäft hat der Leverage.

Hedge
Hedge ist die englische Entsprechung für «Hecke». Im Börsenjargon bedeutet «eine Hecke bauen», zu versuchen, sich gegen Preisrisiken abzusichern. Ein Aktieninhaber trägt das volle Risiko der Preisschwankungen. An den Terminbörsen sichert man sich daher durch Gegengeschäfte ab.

Hedge Funds
Mit Hedge Funds werden Investmentfonds bezeichnet, die bezogen auf ihre Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Einschränkungen unterliegen. Unter Verwendung jeglicher Anlageformen wird eine möglichst rasche Vermehrung des Kapitals angestrebt. Deshalb bieten Hedge Funds die Chance auf eine sehr hohe Rendite, beinhalten jedoch auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlusts, da sie überwiegend in Optionen und Futures investieren.

Hedge Ratio
Dividiert man für die Absicherung (Hedge) einer offenen Kassaposition ihren Wert durch den Gesamtkontraktwert, so erhält man die sogenannte Hedge-Ratio. Sie gibt an, wie viele Kontrakte man zur Absicherung benötigt.

Heimatbörse
Als Heimatbörse wird das wirtschaftliche Umfeld bezeichnet, in dem sich der Hauptsitz der Aktiengesellschaft befindet.

High
Englisch:«Hoch». Mit «high» wird der Höchstkurs pro Tag, Woche, Monat, historisch etc. bezeichnet. Er stellt das Gegenstück zu «low» dar.

High Flyer
High Flyer ist eine Bezeichnung für Aktien, die hoch spekulativ im Hinblick auf die steigenden Erfolgs-/Ertragsaussichten des jeweiligen Unternehmens sind.

High Yield Bond
Ein High Yield Bond wird im Börsenjargon auch als Junk Bond bezeichnet. Junk Bonds sind hochverzinsliche Obligationen von Schuldnern mit schlechtem Rating (BB+ oder schlechter). Der hohe Zins soll das entsprechende Risiko abdecken.

Holding
Eine Holding ist ein Unternehmen, das nicht selbst produziert oder Dienstleistungen anbietet, sondern stattdessen andere Unternehmen verwaltet.
Ihre hauptsächliche Aufgabe liegt im Erwerb und der Verwaltung von Anteilen an Unternehmen, die dann wirtschaftlich meist in der Holding aufgehen, rechtlich aber oft noch selbstständig bleiben.

Horizontaler Spread
Kombiniert man Optionsscheine mit gleichem Ausübungspreis, sodass eine Option mit näherem Verfall verkauft und eine mit späterem Verfall gekauft wird, so spricht man von einem horizontalen Spread.

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IAS
IAS steht für „ ?, die internationalen Bilanzierungsregeln. Für den Jahresabschluss 2001 müssen deutsche Unternehmen erstmals die Rechnungslegungsvorschrift IAS 39 anwenden. Weitere Bilanzierungsregeln sind die Rechnungslegungsvorschriften des HGB und Bilanzierung nach US-GAAP.

IBEX
Der IBEX ist der 35 Aktien umfassende Index der spanischen Börse. Er enthält die Unternehmen mit der grössten Kapitalisierung und ist mit dem schweizerischen SMI vergleichbar.

IFA
Abkürzung für Independant Financial Advisor. Der Begriff bezeichnet Finanzberater, die unabhängig von den Banken agieren.

Im Aufwind
Bei längerfristig steigenden Kursen, d.h. bei einer positiven Börsentendenz, wird der Begriff «im Aufwind» verwendet.

Im Geld
Eine Option ist «im Geld», wenn sie einen inneren Wert hat, welcher grösser als null ist. Je grösser die Differenz des Underlyings zum Strike ist, desto weiter ist die Option im Geld. Bei grossen Abweichungen spricht man daher auch von Optionen, die «tief im Geld» sind.

Immobilien-ATX
Die bedeutendsten österreichischen Immobilienwertpapiere, die an der Wiener Börse gehandelt werden, sind im Immobilien-ATX zusammengefasst. Er dient auch als Benchmark für den österreichischen Immobilienmarkt.

Immobilienfonds
Fonds, die das Geld der Anleger in Sachwerte investieren, werden als Immobilienfonds bezeichnet.
Bei diesen Fonds kann es zu Wertzuwächsen des Fondsvermögens kommen. Die Ausschüttungen bei Immobilienfonds werden meist aus Mieteinnahmen erwirtschaftet.

Implizite Volatilität
Ist die Erwartung der Marktteilnehmer über die zukünftige Schwankungsbreite (=Volatilität) einer Option bereits im Kurs enthalten, so spricht man von einer impliziten Volatilität.

Index
Der Index ist eine statistische Grösse, um Preis- und Mengenbewegungen von Gütern und Wertpapieren (z.B. Aktienindex) im zeitlichen Verlauf anschaulicher zu visualisieren. Die darzustellenden Werte werden zu diesem Zweck prozentual bzw. relativ auf eine Basisgrösse bezogen.

Indexfonds
Fonds, die sich aus einer Auswahl verschiedener Indizes zusammensetzen, werden als Indexfonds bezeichnet.

Indossament
Die schriftliche Übertragungserklärung, durch die Papiere an den Käufer übertragen werden, beispielsweise bei Namenaktien, nennt man Indossament.

Inhaberaktie
Eine Inhaberaktie ist ein Wertpapier, bei dem die verbrieften Rechte vom jeweiligen Inhaber geltend gemacht werden können, ohne dass dieser den Nachweis erbringen muss, der tatsächliche Inhaber der Aktie zu sein. Gegenteil: Namenaktie.

Initial Margin
Bei Eröffnung eines Terminkontraktes müssen der Käufer und der Verkäufer eine bestimmte Sicherheit beim Clearing-House hinterlegen. Diese wird als Initial Margin bezeichnet und richtet sich in der Höhe nach Laufzeit und Volatilität des Kontraktes.

Inkasso
Ziehen Kreditinstitute fällige Forderungen z.B. aus Wechseln, Schecks oder Coupons ein, so spricht man von Inkasso.

Innenfinanzierung
Man spricht dann von einer Innenfinanzierung, wenn das Kapital, das ein Unternehmen zu einer Finanzierung benötigt, komplett aus dem Unternehmen selbst kommt. Mögliche Quellen sind hier Verkäufe von Unternehmensteilen oder Finanzierung aus Abschreibungen.

Insider
Als Insider zählen Personen, die beispielsweise aufgrund ihrer beruflichen Position einen zeitlichen Informationsvorsprung gegenüber anderen Investoren haben. Dieser Wissensvorsprung darf nicht für Börsengeschäfte (Insidergeschäfte) genutzt werden, und die Informationen dürfen nicht weitergegeben werden.

Insidertransaktion
Erlangung eines Vermögensvorteils unter unrechtmässiger Nutzung eines Informationsvorsprungs. In der Schweiz stellen Insidertransaktionen eine strafbare Handlung dar (Art. 161 StGB). Bestraft wird, wer als Insider sich oder einem Dritten einen Vermögensvorteil verschafft, indem er die Kenntnis einer noch vertraulichen, börsenkursrelevanten Information ausnützt. Bestraft wird auch der Tippnehmer, d.h. wer, ohne selbst Insider zu sein, von einem Insider eine solche Information erhält und sie entsprechend ausnützt.

Insolvenz
Von Insolvenz spricht man bei der Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens. Dauert eine solche Situation eine längere Zeit, führt dies zur Eröffnung eines Vergleichs- oder Konkursverfahrens.

Interbankenrate
Der Zinssatz, zu dem sich Banken gegenseitig Kredite finanzieren, wird als Interbankenrate bezeichnet. Als Beispiele können der LIBOR, EURIBOR und der FIBOR angegeben werden.

Interimsschein
Interimsschein, auch Zwischenschein genannt, ist eine vorläufige Bescheinigung über den Besitz von Wertpapieren vor ihrer endgültigen Ausfertigung. Er wird beispielsweise bei Neugründung einer Aktiengesellschaft ausgestellt.

Interventionspunkte
Bei Wechselkursen auf Devisen, für die die Einhaltung einer Bandbreite festgelegt ist, sind die Notenbanken bei bestimmtem Limits zur Intervention verpflichtet.
Eine Intervention, in der Regel durch Kauf oder Verkauf der entsprechenden Devise, findet statt, wenn die Devise die festgelegte Bandbreite nach oben oder unten zu durchbrechen droht oder dies bereits getan hat.

Intraday
Der Handel mit einem bestimmten Wertpapier innerhalb eines Börsentages wird als Intraday-Handel bezeichnet.

Inventarwert
Der Inventarwert dient bei Open-End-Fonds zur Berechnung des Ausgabe- und Rücknahmepreises. Er setzt sich aus den Wertpapieren sowie den Barmitteln im Fonds zusammen. Durch die Multiplikation der Nominalwerte der enthaltenen Wertpapiere mit den aktuellen Kursen wird beispielsweise bei den deutschen offenen Fonds der Inventarwert errechnet.

Investitionsgrad
Der Investitionsgrad ergibt sich aus dem Fondsvermögen abzüglich der Barreserve, d.h. er bezeichnet den Anteil des Fondvermögens, der in Wertpapieren, Immobilien oder Derivaten angelegt ist.

Investmentbanking
Bankdienstleistungen, die sich allgemein mit dem Wertpapiersektor befassen, bezeichnet man als Investmentbanking.
Hierunter fallen auch die Bewertung von Unternehmen, die Unterstützung von Firmen bei Fusionen oder die Durchführung von Neuemissionen.

Investmentclub
Kleinanleger haben die Möglichkeit, sich in sogenannten Investmentclubs zusammenzuschliessen. Die Beteiligung bei einem solchen Club bietet Vorteile durch die Erhöhung des Gesamtkapitals sowie durch die einfacher mögliche gute Diversifikation des Portefeuillest.

Investmentfonds
Fonds, die von einem Fachmann, beispielsweise einer Investmentgesellschaft, betreut werden, bezeichnet man als Investmentfonds. Bei Erträgen, gewöhnlich durch Kursgewinne oder Dividenden, erfolgt eine Ausschüttung an die Anteilseigner des Fonds.

Investor Relation
Das Verhalten eines Unternehmens gegenüber seinen Aktionären wird als Investor Relation bezeichnet. In diesen Bereich fallen z.B. Publikationen, Pressemitteilungen und andere Auskünfte von Seiten der Unternehmung.

IPO
Abkürzung für Initial Public Offering.
Die IPO ist das erste öffentliche Angebot einer Aktie. Üblicherweise spricht man von einer IPO, wenn eine Aktie als Neuemission auf den Markt kommt, jedoch auch bei Umplatzierungen an der Börse oder bei Kapitalerhöhungen.

ISIN
Abkürzung für International Security Identification Number. Die ISIN, die zur internationalen Identifikation von Wertpapieren dient, besteht aus einem Ländercode, zum Beispiel CH für Schweiz, und einer insgesamt zehnstelligen Ziffer.

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Jahresabschluss
Am Ende eines jeden Geschäftsjahres hat ein Konzern einen Jahresabschluss zu verfassen. Dieser dient der Information über die Geldangelegenheiten des Unternehmens. Seine Form ist durch das Handelsgesetzbuch vorgeschrieben.

Jahresüberschuss
Der Gewinn eines Unternehmens am Ende eines Geschäftsjahres wird als Jahresüberschuss bezeichnet.
Die Hauptversammlung entscheidet, ob er als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird, oder ob er im Rahmen einer Erhöhung der Gewinnrücklagen im Unternehmen verwendet wird.

Joint Venture
Joint Venture stammt aus dem Englischen und steht für Gemeinschaftsunternehmung. Meistens gründen dabei zwei oder mehr Firmen ein Gemeinschaftsunternehmen, in welches sie ihre Technologie, ihr Kapital oder ihr Personal einbringen. Ein Joint Ventures hat den Zweck, ein bestimmtes, vereinbartes Ziel zu erreichen.

Junge Aktie
Mit «junge Aktien» bezeichnet man ein Wertpapier, welches bei einer Kapitalerhöhung neu ausgegeben wird. Es ist im aktuellen Geschäftsjahr nicht bzw. noch nicht voll dividendenberechtigt. Der Zusatz «jung» fällt nach der ersten Gewinnausschüttung weg.

Juristische Personen
Unter einer juristischen Person versteht man einen Zusammenschluss von Personen- oder Sachgesamtheiten, die damit rechtsfähig werden.
Generell unterscheidet man zwischen juristischen Personen des öffentlichen und des privaten Rechts.

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Kantonalbank
Geschäftsbank, die in vollständigem oder mehrheitlichem Eigentum eines Schweizer Kantons steht und schwergewichtig in dessen Hoheitsgebiet tätig ist. Kantonalbanken sind überwiegend als öffentlich-rechtliche Körperschaften, vermehrt aber auch als Aktiengesellschaft ausgestattet, für deren Verbindlichkeiten in der Regel der Kanton ganz oder teilweise haftet (Staatsgarantie).

Kapitalbeteiligungsgesellschaft
Kleinere und mittlere Unternehmen können durch Beteiligungen von Kapitalanlagegesellschaften einen Zugang zum Kapitalmarkt erhalten.

Kapitalerhöhung
Für eine Aktiengesellschaft gibt es zwei Möglichkeiten, ihr Eigenkapital zu erhöhen:

  1. Die Ausgabe junger Aktien als Mittel zur Finanzierung. Hierbei erhält der Aktionär Bezugsrechte.
  2. Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Hier erhält der Aktionär sogenannte Berichtigungsaktien bzw. Gratisaktien.


Kapitalgesellschaft
Eine Kapitalgesellschaft ist eine juristische Personen mit einer eigenen Rechtsfähigkeit und einem festen Nominalkapital. Sie hat meistens die Rechtsform der Aktiengesellschaft oder der GmbH.
Die Gesellschafter haften nicht mit ihrem gesamten Vermögen für die Kapitalgesellschaft, sondern nur mit dem eingebrachten Kapital.

Kapitalherabsetzung
Kapitalgesellschaften haben die Möglichkeit der Kapitalherabsetzung. Diese muss an der Generalversammlung mit Dreiviertelmehrheit beschlossen werden und kann die folgenden Formen haben:

  • ordentliche Kapitalherabsetzung durch Teilliquidation,
  • vereinfachte Kapitalherabsetzung ,
  • Kapitalherabsetzung durch Einzug von Aktien.

Kapitalmarkt
Die Märkte für Beteiligungskapital (Aktienmarkt) und für langfristige Kredite (Rentenmarkt) werden im Kapitalmarkt zusammengefasst. Er dient hauptsächlich staatlichen Institutionen und Unternehmen zur Finanzierung von Investitionen.

Kapitalverwässerung
Verschlechtert sich das Verhältnis von Unternehmenswert und Aktienkapital, so spricht man von einer Kapitalverwässerung. Dieser Fall kann beispielsweise eintreten, wenn Gratisaktien oder neue Aktien ausgegeben werden. In diesem Fall löst das Unternehmen Rücklagen auf.

Kassa-Futures-Arbitrage
Zwischen dem Terminmarkt (Futures) und dem Kassamarkt können kurzfristige Kursdifferenzen auftreten. Investoren, die von diesen Differenzen profitieren, nennt man Kassa-Futures-Arbitrageure.
Siehe auch Arbitrage.

Kassakurs
Der Kassakurs wird für kleinere Aktienorders (unter 50 Stück) verwendet. Er wird täglich an der Börse um 12 Uhr festgestellt. Bei Orders über 50 Stück muss gesondert erwähnt werden, wenn der Kassakurs verwendet werden soll.

Kassamarkt
Man unterscheidet beim amtlichen Handel zwischen dem variablen Markt und dem Einheitsmarkt. Zusammen bilden diese Märkte den Kassamarkt als Gegenstück zum Terminmarkt.

Kassenobligationen
Kassenobligationen sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Banken oder öffentlichen Institutionen ausgegeben werden. Sie haben meist eine Laufzeit von bis zu vier Jahren und werden im Freiverkehr gehandelt.

KBV
Das Kurs/Buchwert-Verhältnis (KBV) errechnet sich aus dem Aktienkurs dividiert durch den Buchwert je Aktie. Ein Wert von eins bedeutet, dass das Unternehmen mit dem Substanzwert, also dem Wert des Eigenkapitals bewertet ist. Bei einem Wert über eins ist das Unternehmen höher bewertet, bei einem Wert unter eins geringer. In letzterem Fall geht die Börse häufig davon aus, dass das Unternehmen schlecht positioniert ist und möglicherweise Verluste macht.

KCV
Um das Kurs/Cashflow-Verhältnis zu erhalten, wird der Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie dividiert. Je niedriger der dadurch erhaltene Wert ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Dieser Massstab findet häufig in angelsächsischen Ländern Anwendung.

KGV
Das Kurs/Gewinn-Verhältnis drückt das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem erzielten Jahresgewinn des Unternehmens pro Aktie aus. Das KGV wird errechnet, indem der Börsenkurs durch den Gewinn pro Aktie geteilt wird. Beispiel: Aktienkurs 300 Euro, Gewinn je Aktie 15 Euro = KGV 20. Je niedriger das KGV ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Mit dem KGV kann die Ertragskraft von Aktiengesellschaften verglichen werden. Allerdings ist das KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) beispielsweise bei jungen Unternehmen aussagekräftiger.

Konditionen
Unter Konditionen versteht man Bedingungen im weitesten Sinn. Bei Wertpapieren werden damit verschiedene Merkmale eines Papiers zusammengefasst: Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Tilgung, u.ä.

Konsolidierung
Stabilisierung der Kursentwicklung an der Börse.

Kopf-Schulter-Formation
Begriff der Charttechnik. Die Kopf-Schulter-Formation ist eine Trendumkehrformation und besteht aus einem Kopf und zwei Schultern. Die Niveaus der beiden Schultern sollten in etwa gleich hoch sein und der Kopf in der Mitte sollte die beiden Schultern deutlich überragen bzw. deutlich tiefer liegen. Die Nackenlinie bildet die Linie durch beide Tief- bzw. Hochpunkte zwischen den Schultern und dem Kopf und den Eintrittspunkt bzw. Austrittspunkt. Die Formation ist vollendet, wenn die Nackenlinie gezeichnet werden kann.

Kreditwürdigkeit
Bei Wertpapieren wird ein Rating vorgenommen, welches etwas über die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers aussagt. Die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers wird als Bonität bezeichnet. Was beinhaltet Kreditwürdigkeit?

Kurs
Mit Kurs wird der Preis für Wertpapiere und andere vertretbare Waren bezeichnet, die an einer Börse gehandelt werden. Die Angabe des Kurses erfolgt entweder in Prozent vom Nennwert oder in CHF pro Stück. Die amtliche Festsetzung der Kurse wird von Kursmaklern, nach festgelegten Regeln, durchgeführt.
Siehe hierzu auch: Kurszusätze.

Kurs/Buchwert-Verhältnis
Das Kurs/Buchwert-Verhältnis (KBV) errechnet sich aus dem Aktienkurs dividiert durch den Buchwert je Aktie. Ein Wert von eins bedeutet, dass das Unternehmen mit dem Substanzwert, also dem Wert des Eigenkapitals bewertet ist. Bei einem Wert über eins ist das Unternehmen höher bewertet, bei einem Wert unter eins geringer. In letzterem Fall geht die Börse häufig davon aus, dass das Unternehmen schlecht positioniert ist und möglicherweise Verluste macht.

Kurs/Cashflow-Verhältnis
Das Kurs/Cashflow-Verhältnis wird berechnet, indem der Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie dividiert wird. Je niedriger dieser Wert ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Dieser Massstab findet häufig in angelsächsischen Ländern.

Kurs/Gewinn-Verhältnis
Das Kurs/Gewinn-Verhältnis drückt das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem erzielten Jahresgewinn des Unternehmens pro Aktie aus. Das KGV wird errechnet, indem der Börsenkurs durch den Gewinn pro Aktie geteilt wird. Beispiel: Aktienkurs 300 Euro, Gewinn je Aktie 15 Euro = KGV 20. Je niedriger das KGV ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Mit dem KGV kann die Ertragskraft von Aktiengesellschaften verglichen werden. Allerdings ist das KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) beispielsweise bei jungen Unternehmen aussagekräftiger.

Kursmakler
Ein Kursmakler ist ein vereidigter Börsenmakler, der die Kurse für die von ihm im amtlichen Handel betreuten Wertpapiere auf der Basis von Kauf-/Verkaufsaufträgen erfasst und Käufe/Verkäufe auf fremde und eigene Rechnung ausführt.

Kurszusatz
Folgende fünf Kurszusätze werden unterschieden:
1. «b» = bezahlt bzw. kein Zusatz:
alle Aufträge wurden ausgeführt.
2. «bG» = bezahlt Geld:
Nicht alle limitierten Kaufaufträge müssen ausgeführt sein, d.h. es besteht eine weitere Nachfrage.
3. «bB» = bezahlt Brief:
Nicht alle limitierten Verkaufsaufträge müssen ausgeführt sein, d.h. es besteht ein weiteres Angebot.
4. «ebG» = etwas bezahlt Geld:
Die Aufträge konnten nur zu einem geringen Teil ausgeführt werden. Es besteht eine weitere Nachfrage.
5. «ebB» = etwas bezahlt Brief:
Die Aufträge konnten nur zu einem geringen Teil ausgeführt werden. Es besteht ein weiteres Angebot.

KUV
(Kurs/Umsatz-Verhältnis) Das KUV errechnet sich aus dem Umsatz je Aktie dividiert durch den aktuellen Aktienkurs (bzw. Umsatz dividiert durch die Marktkapitalisierung). Je niedriger das KUV ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Dieser Wert wird häufig herangezogen, wenn ein Unternehmen noch keine Gewinne schreibt.

Kurs/Umsatz-Verhältnis
Das Kurs/Umsatz-Verhältnis (KUV) errechnet sich aus dem Umsatz je Aktie dividiert durch den aktuellen Aktienkurs (bzw. Umsatz dividiert durch die Marktkapitalisierung). Je niedriger das KUV ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Dieser Wert wird häufig herangezogen, wenn ein Unternehmen noch keine Gewinne schreibt.

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Länderfonds
Länderfonds ist die Bezeichnung für einen Fonds, der ausschliesslich oder überwiegend in Wertpapiere aus bestimmten Ländern investiert. Abhängig vom jeweiligen Land ist das Verlustrisiko höher oder niedriger als bei einer regional diversifizierten Anlagestrategie.

Laufende Notierung
Als laufende Notierung bezeichnet man an der Börse Verfahren der Kursfeststellung, die regelmässige Umsätze erkennen lassen, d.h. nach Eröffnung werden je nach Angebot und Nachfrage weitere Kurse gestellt.

Lead Manager
"Der Lead Manager ist der Führer des Konsortiums, das die Leitung und alle zentralen Arbeiten in Verbindung mit der Emission übernimmt; z.B. die Erstellung des Prospekts, die Stellung des Börsenzulassungsantrags und die Marktpflege gehören zum Aufgabenfeld des Lead-Managers."

Leerverkauf
Beim Leerverkauf werden Aktien verkauft, die sich gar nicht im Besitz des Verkäufers befinden. Der Verkäufer geht davon aus, dass das Unternehmen zu hoch bewertet ist, und spekuliert darauf, dass er die Aktien später zu einem günstigeren Kurs erwerben kann. In den USA werden auf diese Weise Aktien «geshortet». Der Leerverkauf von Assets wird auch Short Sale genannt.

Leichte Aktien
Als leichte Aktien bezeichnet man Wertpapiere, die aufgrund verschiedener Ursachen einen optisch niedrigen Kurs haben.

Leverage
Wird auch als Hebelwirkung bezeichnet. Unter der Hebelwirkung des Kapitaleinsatzes versteht man den Umstand, dass sich mit relativ geringem Kapitaleinsatz mit Derivaten grössere Renditen erzielen lassen, als es bei einer entsprechenden Anlage in die Basiswerte möglich ist.

Liberierung
Einzahlung auf gezeichnete Obligationen oder Aktien. Bei Aktien spricht man von Teil- oder Vollliberierung, je nachdem, ob auf dem Aktiennennwert nur ein Teilbetrag oder der gesamte Betrag einbezahlt wird.

LIBOR
Der LIBOR (London Interbank Offered Rate) ist der Marktzinssatz in London, zu dem erstklassige Banken anderen erstklassigen Banken kurzfristige Einlagen anbieten.

Limit
Bei einem Kauf- oder Verkaufsauftrag für Wertpapiere können Limits vergeben werden. Steigt der Kurs beim Kauf über das angegebene Limit, wird die Order nicht mehr ausgeführt. Sinkt der Kurs beim Verkauf unter das Limit, wird die Verkaufsorder nicht mehr ausgeführt. Mit einem Limit können zu teure Käufe und zu billige Verkäufe verhindert werden. Jedes Limit hat eine zeitlich begrenzte Gültigkeit z.B. eine Tagesgültigkeit oder Ultimo (bis Ende des Monats).

Limit Order
Mit Limit Order bezeichnet man eine Order mit festgelegtem Preis oder festgelegter Zeit für die Ausführung. Auch: Limit.

Long Straddle
Straddle wird der gleichzeitige Kauf/Verkauf von gleichen Wertpapieren genannt, mit welchen zu unterschiedlichen Terminen, mit verschiedenen Rohstoffen oder an mehreren Börsen gehandelt wird. Long Straddle= über eine längere Zeit?

Low
Englisch: «niedrig». Bezeichnung für den Tiefstkurs pro Tag, Woche, Monat, historisch usw. Gegenstück: «high».

Lustlos
Lustlos ist ein Begriff, um die Tendenz der Stimmung an der Börse zu benennen, wenn an einem Börsentag mit extrem geringen oder kaum vorhandenen Börsenumsätzen keine eindeutige Tendenz erkennbar ist.

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Makler
Makler ist die Bezeichnung für einen gewerbsmässigen Vermittler, welcher für andere Wertpapier-, Devisen- oder Warengeschäfte durchführt. Man unterscheidet amtliche Makler, die meist zwischen Börse und dort vertretenen Kreditinstituten vermitteln, und freie Makler, die auch Eigengeschäfte tätigen. Die Gebühr beträgt meist einen Prozentpunkt der Umsatzsumme.

Mantel
Eine Aktie besteht aus den Teilen Mantel und Bogen. Die Urkunde, welche die Rechte an sich aus dem Wertpapier darstellt, wird als Mantel bezeichnet. Bei Aktien ist dies der Anteilsbesitz und bei festverzinslichen Wertpapieren das Hauptdokument. Anteilsbesitz als Bezeichnung einer Urkunde?

Margin Call
Dies ist die Aufforderung zur Nachschusszahlung aufgrund einer Nachschusspflicht. Die Nachschusszahlung dient zur Erhöhung der Deckung von belehnten Wertpapieren oder von Terminkontrakten, wenn deren Kurswert unter eine bestimmte Grenze gesunken ist.

Market Maker
Der Market Maker stellt für die ihm zugewiesenen Wertpapiere ständig Geld- und Briefkurse. Er handelt auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko und sorgt für die Marktliquidität.

MDAX
MDAX steht für Midcap-Index, also für einen Index, der die Kursentwicklung von Aktien mittelgrosser Unternehmen widerspiegelt. Der MDAX setzt sich aus den Kursen von 70 Aktien zusammen, die eine mittlere Marktkapitalisierung aufweisen.

Minusankündigung
Eine Minusankündigung ist ein an Börsen verwendeter Kurszusatz, mit dem darauf hingewiesen wird, dass mit grösseren Kursverlusten zu rechnen ist. Sie wird nach festen Regeln vom jeweiligen Kursmakler angegeben. Gegenteil: Plusankündigung.

Minusankündigung doppelt
Bei Aktien mit einem Kursverlust von über zehn Prozent, welcher aber kleiner als 20 Prozent ist, und bei festverzinslichen Wertpapieren mit einem Verlust von über drei Prozent wird eine doppelte Minusankündigung (--) angezeigt. Gegenteil: Plusankündigung doppelt (++).

Minusankündigung dreifach
Bei Aktien mit einem Kursverlust von über 20 Prozent wird eine dreifache Minusankündigung (---) angezeigt. Gegenteil: Plusankündigung dreifach (+++).

Minusankündigung einfach
Bei Aktien mit einem Kursverlust von über fünf Prozent, welcher aber kleiner als zehn Prozent ist und bei festverzinslichen Wertpapieren mit einem Verlust von über 1,5 Prozent, welcher aber kleiner als drei Prozent ist, wird eine einfache Minusankündigung (-) angezeigt. Gegenteil: Plusankündigung einfach (+).

Mitarbeiteraktien
Aktien, die von einer Aktiengesellschaft an die eigenen Mitarbeitenden ausgegeben werden, werden als Mitarbeiteraktien bezeichnet. Sie sind oft zu Sonderkonditionen verfügbar und müssen meist mehrere Jahre gehalten werden. Durch das Austeilen von Mitarbeiteraktien beteiligt man die Angestellten sowohl am Erfolg des Unternehmens als auch am Risiko.

Momentum
Indikator der charttechnischen Analyse. Das Momentum zeigt eine aktuelle Kursveränderung gegenüber einer Kursveränderung, die eine bestimmte Zeit zurückliegt an. Subtrahiert man also vom heutigen Kurs den Kurswert vor 20 Tagen, so erhält man das 20-Tage-Momentum.

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Nachrangige Anleihe
"Anleihe, bei welcher die Ansprüche der Gläubiger im Fall der Liquidation oder des Konkurses des Emittenten erst nach den nicht-nachrangigen Forderungen berücksichtigt werden. Die Banken in der Schweiz können nachrangige Anleihen mit fünf Jahren Restlaufzeit zu 100 Prozent den erforderlichen eigenen Mitteln anrechnen; danach nimmt die prozentuale Anrechenbarkeit ab."

Namenaktie
Eine Namenaktie ist eine Aktie, welche auf den Namen des Besitzers (des Aktionärs) ausgestellt wurde. Die Aktiengesellschaft führt ein Register, welches alle Aktionäre des Unternehmens erfasst. Daher weiss die Aktiengesellschaft jederzeit genau, wer viele Anteile am Unternehmen hält. Namenaktien können auch vinkuliert sein, d.h. die Unternehmung muss einer Übertragung der Aktie zustimmen.
Gegenteil: Inhaberaktie.

NASDAQ
NASDAQ steht für «National Association of Security Dealers Automated Quotation System» und ist die Computer-Börse der US-amerikanischen Freiverkehrshändler in New York. An ihr werden besonders wachstumsträchtige, aber auch spekulative Werte gehandelt. Der Nasdaq-Composite ist der Index, der die Wertentwicklung der an der Nasdaq gehandelten Werte wiedergibt.

NAV
NAV ist die Abkürzung für Net Asset Value (Nettoinventarwert). Der Net Asset Value eines Anlagefonds wird aus der aktuellen Marktkapitalisierung des Fonds-Portfolios dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile abzüglich einer allfälligen Rücknahmegebühr berechnet.

Nebenpapier
Mit Nebenpapier bezeichnet man den sogenannten Bogen eines Wertpapiers. Das Hauptpapier einer Aktie bezeichnet man als Mantel.

Nebenwerte
Nebenwerte sind Aktien von Unternehmen mit einer kleinen bis mittleren Marktkapitalisierung. Es sind keine Standardwerte (Blue Chips), sie werden als Mid Caps oder Small Caps gelistet.

Nettodividende
Die Nettodividende umfasst den Betrag der Dividende abzüglich allfälliger Steuern.

Neue Aktien
Mit «neuen Aktien» bezeichnet man Wertpapiere, die bei einer Kapitalerhöhung neu ausgegeben werden. Diese sind für das aktuelle Geschäftsjahr nicht bzw. noch nicht voll dividendenberechtigt. Der Zusatz «neu» fällt nach der ersten Gewinnausschüttung weg. Der Begriff ist gleichbedeutend mit «junge Aktien».

Neuemission
Eine Neuemission ist die erstmalige Platzierung eines Wertpapiers am Kapitalmarkt. Die Neuemission erfolgt meist durch den Zusammenschluss mehrerer Banken zu einem Emissionskonsortium. Die Erlöse aus der Emission fliessen im Allgemeinen für weitere Investitionen dem Unternehmen oder den bisherigen Gesellschaftern zu.

New York Stock Exchange (NYSE )
Wird auch nach ihrem Sitz «Wall Street» genannt. Die New York Stock Exchange ist die grösste Börse der Welt und existiert bereits seit 1792. Die Kurse werden fortlaufend in der Reihenfolge ihrer Eingänge festgelegt und es existiert kein Kassakurs. Bei den Aufträgen, die nicht vollständig ausgeführt werden konnten, wird der Restbetrag zum nächsten Kurs gehandelt.

Nikkei
Bedeutendster Aktien-Index der Börse von Tokio. Er umfasst 225 Werte.

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Odd Lot
Im Wertschriftenhandel wird damit jene Auftragsmenge bezeichnet, welche den Mindestwert bzw. die Mindeststückzahl für eine Notierung an der Börse nicht erreicht. Odd-Lot-Aufträge können an der SIX Swiss Exchange nur unlimitiert eingegeben werden.

Offene Position
Als offene Position bezeichnet man noch nicht glattgestellte Kontrakte. Offene Positionen oder open interest hat eine grosse Bedeutung in der charttechnischen Analyse.

On the close
Bei Börsenschluss noch abzurechnende Aufträge werden mit «on the close» bezeichnet.

Open
Der Eröffnungskurs des Tages. Das Gegenstück ist der Close oder Schlusskurs.

Order
Order ist gleichbedeutend mit Börsenauftrag. Die Börse unterscheidet Kauf- und Verkaufsorder.

Orderpapier
Papier, welches auf andere übertragen werden kann (z.B. Namenaktien).

OTC
OTC ist die Abkürzung für Over the Counter. Der Over-the-Counter-Markt (OTC-Markt) ist ein ausserbörslicher, nichtgeregelter Markt, wo die Parteien untereinander selbstständig Handelsverpflichtungen eingehen können. So können z.B. zwei grosse institutionelle Investoren ein Aktiengeschäft tätigen, ohne dies über die Börse tun zu müssen.

Overbought
Overbought bedeutet, dass der Markt überkauft ist, d.h. die Preise sind schnell gestiegen, und es ist mit einer Preiskorrektur zu rechnen. Gegensatz: «oversold».
Der Begriff findet auch in der technischen Analyse Anwendung, bei der Interpretation von Indikatoren wie z.B. dem RSI.

Oversold
Oversold beschreibt einen überverkauften Markt, d.h. die Preise sind schnell gefallen, sodass mit einer Preiskorrektur zu rechnen ist. Gegensatz: «overbought».
Der Begriff findet auch in der technischen Analyse Anwendung, bei der Interpretation von Indikatoren wie z.B. dem RSI.

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Paket
Pakete sind grössere Nominalbeträge von Aktien einer Gesellschaft, die sich in einer einzigen Hand befinden. Der Handel damit findet meist ausserhalb der Börse statt und wird Pakethandel genannt.

Pari
Einen Börsenkurs oder einen Emissionspreis, der dem Nennwert des betreffenden Wertpapiers entspricht, bezeichnet man als Pari oder Parikurs. Dabei sind Kurs und Nominalwert gleich, und der Parikurs des Papiers entspricht zu 100 Prozent dem Nominalwert.

Parkett
Der Börsensaal wird auch als Parkett bezeichnet. Parketthandel beschreibt daher das Geschäft, welches über die Händler im Börsensaal abgewickelt wird, im Gegensatz zum Handel per Computer.

Partizipationsschein
Ein Partizipationsschein ist eine Art Aktie ohne Mitgliedsschaftsrechte. PS-Kapital gilt als Eigenkapital und ist vermögensrechtlich dem Aktienkapital gleichgestellt.

Penny Stocks
Penny Stocks ist eine Bezeichnung für Aktien mit einem geringem Kurswert, die besonders risikoreich sind, weil schon kleine Kursschwankungen einen hohen prozentualen Unterschied ausmachen. Penny Stocks sind häufig im nordamerikanischen, australischen und asiatischen Markt anzutreffen.

Performance
Kursentwicklung einer Aktie während eines bestimmten Zeitraums. Sie wird häufig in Prozent angegeben und ist der Quotient aus dem jetzigen Kurs und dem Kurs zu Beginn der «Messung».

Pfandbrief
Der Pfandbrief (im Englischen als Mortgage Bond bezeichnet) ist eine festverzinsliche Obligation mit zusätzlicher Sicherheit. Diese zusätzliche Sicherheit wird durch Grundpfandverschreibungen (Hypotheken) gewährleistet.

Pfandbriefzentrale
Spezialinstitut zur Emission von Pfandbriefen und zur Gewährung langfristiger Kredite an die angeschlossenen Banken. In der Schweiz wurden im Jahr 1930 zwei solche Institute geschaffen, nämlich die Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken und die Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute.

Plusankündigung
Eine Plusankündigung ist ein an Börsen verwendeter Kurszusatz, mit dem angezeigt werden soll, dass mit grösseren Kursgewinnen zu rechnen ist. Die Plusankündigung wird nach festen Regeln vom jeweiligen Kursmakler angegeben. Gegenteil: Minusankündigung.

Plusankündigung doppelt
Aktien, bei denen mit einem Kursgewinn von zehn bis 20 Prozent gerechnet wird und bei festverzinslichen Wertpapieren mit einem Gewinn von über drei Prozent, stellt man mit einer doppelten Plusankündigung (++) dar. Gegenteil: doppelte Minusankündigung (--).

Plusankündigung dreifach
Aktien, bei denen mit einem Kursgewinn von über 20 Prozent gerechnet wird, erhalten in der Anzeige eine dreifache Plusankündigung (+++). Gegenteil: dreifache Minusankündigung (---).

Plusankündigung einfach
Aktien, bei denen mit einem Kursgewinn von fünf bis zehn Prozent gerechnet wird und festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gewinn von über 1,5 Prozent, erhalten eine einfache Plusankündigung (+). Gegenteil: einfache Minusankündigung (-).

Portefeuille
Zusammenstellung mehrerer Wertpapiere, um das Risiko zu streuen. In der Regel werden dabei mehrere Assets wie z.B. Aktien, Optionen, Immobilien etc. gemischt.

Portfolio
Zusammenstellung mehrerer Wertpapiere, um das Risiko zu streuen. In der Regel werden dabei mehrere Assets wie z.B. Aktien, Optionen, Immobilien etc. gemischt.

Prospekt
Emittenten von Wertpapieren, die zum Handel an einer Börse zugelassen werden sollen, müssen zuvor in den gesetzlich vorgeschriebenen Publikationsorganen der Börse einen Börsen- oder Emissionsprospekt veröffentlichen. Zweck des Emissionsprospekts ist die Information der Öffentlichkeit über die Details der Emission des Wertpapiers.

Prospekthaftung
Unter der Prospekthaftung ist die Haftung des Emittenten und des Konsortiums für enstandenen finanziellen Schaden seitens der Anleger anlässlich einer Emission durch unwahre oder irreführende Angaben im Emissionsprospekt zu verstehen.

Put
Bezeichnung für eine Verkaufsoption. Sie verbrieft dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, eine Aktie zu einem jetzt festgesetzten Preis in der Zukunft zu verkaufen. Dafür ist eine Optionsprämie zu zahlen.
Gegenteil: Call oder Kaufoption.

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Quanto
Ein Quanto ist eine Option, bei der zu Beginn der Laufzeit ein Wechselkurs zwischen zwei Währungen festgelegt wird, zu dem bei Ausübung der Option die Prämie in eine andere Währung getauscht wird. Quantos existieren nur als Bestandteil einer anderen Option. Sie ermöglichen eine Spekulation auf einen in Fremdwährung denominierten Basiswert und eliminieren das üblicherweise damit verbundene Fremdwährungsrisiko.

Quartalsbericht/-bilanz
Freiwillige, vierteljährliche Veröffentlichung von Zwischenbilanzen einer Aktiengesellschaft. Sie bringen in der Regel mehr Transparenz in den Markt.

Quartalsdividende
Dividendenzahlung, die vor allem in den Vereinigten Staaten üblich ist. Die Dividende wird hierbei nicht pro Geschäftsjahr, sondern pro Vierteljahr bzw. Quartal gezahlt.

Quellensteuer
Nach dem Quellenprinzip erhobene Steuer auf Zinsen und Dividenden. Beispiele für nationale Quellensteuern sind die Lohnsteuer und die Kapitalertragsteuer auf Dividenden.

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Rally
Die Tendenz steigender Kurse an der Börse wird als Rally bezeichnet.

Rating
Das Rating bezeichnet die zusammengefasste Beurteilung von Schuldnern und deren Schuldverschreibungen nach ihrer Bonität. Es erfolgt nach einheitlichen Kriterien. Das Rating zählt bei der Wertpapieranalyse zu den entscheidenden Investmentkriterien. Die Bewertungen erfolgen aufgrund der Beurteilung des Unternehmens, der Branche und des Länderrisikos.

Neben Anleihen von Staaten, Banken und Industrieunternehmen vergeben Rating-Agenturen auch Ratings für Geldmarktpapiere und seit einigen Jahren auch für Investmentfonds.

Bekannte Rating-Agenturen sind Standard & Poor´s und Moody´s Investors Service. Diese treffen über standardisierte Risiko- und Kreditwürdigkeitsbeurteilungen eine Aussage über die Zahlungsfähigkeit von Kreditnehmern. Die Bezeichnungen dafür liegen zwischen AAA (bestens) und D (Zahlungen wurden eingestellt).

Rein Brief
Rein Brief ist ein Kurszusatz für ein Wertpapier, für das nur Angebot, aber keine Nachfrage vorliegt.
Siehe auch: Kurszusatz.

Rein Geld
Rein Geld ist ein Kurszusatz für ein Wertpapier, für welches nur eine Nachfrage, aber kein Angebot vorliegt.
Siehe auch: Kurszusatz.

Relative Stärke Index Levy
Der Relative Stärke Index nach Levy ist eine technische Aktienkennzahl und berechnet sich aus dem aktuellen Kurs in Relation zu einem gleitenden Durchschnitt z.B. für fünf, 20 oder 250 Tage. Es entstehen dabei Werte, die um 100 Prozent herum schwanken. Erhält man einen Wert über 100 Prozent, so hat sich die Aktie im betrachteten Zeitraum positiv von ihrem gleitenden Durchschnitt entfernt, sie befindet sich in einem Aufwärtstrend. Umgekehrt verhält es sich entsprechend.

Relative Stärke Index Wilder
Der Relative Stärke Index nach Wilder ermöglicht eine Aussage darüber, ob eine Aktie momentan als überkauft bzw. überverkauft einzustufen ist. Der Relative Stärke Index nach Wilder wird für fünf, 20 und 250 Tage berechnet.

Rendite
Bezeichnet den Quotienten aus einer Erfolgs- oder Ertragsgrösse durch den Erfolg oder Ertrag. Sie wird meistens in Prozent angegeben.

Research
Systematische Untersuchung von wert- und kursbestimmenden Faktoren. Research ist ein Bestandteil der fundamentalen Wertpapieranalyse.

Return on equity (ROE)
Kennziffer zur Ertragslage eines Unternehmens. Errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen Jahresüberschuss und Eigenkapital und entspricht der Eigenkapitalrendite.

Return on investment (ROI)
Kennzahl, die das Verhältnis zwischen Gewinn und Gesamtvermögen darstellt. Der ROI kann auch aus Umsatzrentabilität (Gewinn/Umsatz) und Vermögensumschlagshäufigkeit (Umsatz/Gesamtvermögen) berechnet werden, führt aber am Ende zum oben genannten Verhältnis.

Runaway Gap
Begriff der Charttechnik. Tritt eine Kurslücke in einem anhaltenden Auf- oder Abwärtstrend auf, so spricht man von einem Runaway Gap. Der Kurs springt dabei mühelos von Niveau zu Niveau. Ein Runaway Gap markiert oft die Mitte einer Trendbewegung. In starken Bullen- oder Bärenmärkten können oft mehrere Gaps hintereinander entstehen. Auch: Ausreisser.

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Schwellenländer
Schwellenländer sind Länder, die sich von einem Entwicklungsland zu einem Industrieland entwickeln. Sie weisen hohe Wachstumsraten und hohe Chancen an den Börsen auf, bergen aber auch hohe wirtschaftliche und politische Risiken.

Sell-out
Panikartiger Verkauf von Wertpapieren. Starke Kursverluste sind die Folge eines Sell-out.

Shareholder
Ein Aktionär wird auch als Shareholder bezeichnet, da er einen Teil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft besitzt.

Short
Ein Short-Seller verkauft Aktien, die sich gar nicht im Besitz des Verkäufers befinden. Der Verkäufer geht davon aus, dass das Unternehmen zu hoch bewertet ist, und spekuliert darauf, dass er die Aktien später zu einem günstigeren Kurs erwerben kann. Der Differenzbetrag, der sich aus dem aktuellen Kurs und dem niedrigeren Kurs in der Zukunft ergibt, ist der Gewinn des Short-Sellers. In den USA werden auf diese Weise Aktien «geshortet».

Sperrfrist
Der Zeitraum, in dem ein Wertpapier nicht veräussert werden darf, wird Sperrfrist genannt. Altaktionäre müssen nach einer Emission oft eine Sperrfrist einhalten, damit Emissionsgewinne nicht realisiert werden und das Vertrauen der Anleger gestärkt wird.

Spin-off
Bei einem Spin-off gliedert ein bestehendes Unternehmen einen Teil als eigenständige Firma an der Börse aus. Die Aktionäre des Unternehmens erhalten bei dieser Massnahme die Anteile des ausgegliederten Unternehmens gratis dazu bzw. erhalten zumindest Bezugsrechte für das ausgegliederte Unternehmen.

Split
Split ist die angelsächsische Bezeichnung für Teilung. Bei einem Split werden die Aktien eines Unternehmens in einem vorgegebenen Verhältnis geteilt. Der Aktienkurs (absolut gesehen) verbilligt sich im selben Mass, der Gesamtwert des Unternehmens bleibt somit gleich. Diese Massnahme soll die Aktie optisch vergünstigen und für Privatanleger attraktiver machen.

Squeeze-out-Regel
Die Regel für das «Squeeze-out» (Ausquetschen) ist Teil des Übernahmegesetzes und sieht vor, dass Gesellschafter, die mindestens 95 Prozent der Anteile eines Unternehmens besitzen, die restlichen Kleinaktionäre per Zwangsabfindung aus dem Unternehmen drängen können.

Stop Buy
Bei einer Stop Buy Order wird eine Aktie billigst gekauft, wenn sie einen gesetzten Kurs (Limit) überschreitet. Stop Buy Order können z.B. dann gesetzt werden, wenn der Anleger an diesem Punkt einen Ausbruch aus einer Widerstandszone vermutet.

Stop Loss
Bei einer Stop Loss Order wird die Aktie bestens verkauft, wenn sie einen gesetzten Kurs (Limit) unterschreitet. Stop Loss Order werden in der Regel dazu verwendet, die Kursverluste zu beschränken bzw. Teilgewinne zu sichern.

Streubesitz
Unter Streubesitz oder Freefloat versteht man den Anteil der Aktien eines Unternehmens, die nicht in festen Händen (Staat, Kapitalgeber, Altaktionäre) sind.

Strukturiertes Produkt
Strukturierte Produkte sind Finanzprodukte, die aus einer Kombination von Aktien, Obligationen und Derivaten bestehen.

Swap
Swap ist der Fachausdruck für ein Paket von Termingeschäften, d.h. kombinierte Kauf- und Verkaufsoperationen. Ein Swap eignet sich für den Austausch von zukünftigen Zahlungsströmen zwischen den Vertragspartnern eines Finanzkontraktes, zur Kurssicherung von Exportguthaben oder zur Verlängerung eines Termingeschäftes.

Swiss Leader Index
Der Swiss Leader Index (SLI) enthält die 30 liquidesten und grössten Titel des Schweizer Aktienmarktes, der durch die SPI-Familie abgebildet wird.

Swiss Market Index
Der Swiss Market Index (SMI) ist ein Performance-Index, d.h. ein nicht dividendenkorrigierter Index. Er umfassst ca. 80 Prozent des Marktwertes der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange.

Swiss Performance Index
Der Swiss Performance Index (SPI) misst praktisch alle kotierten Aktien inländischer Gesellschaften des Haupt- und Nebensegmentes der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange.

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Tagesendwert
Der am Ende eines Handelstages zuletzt festgestellte Kurs wird Tagesendwert, Schlusskurs oder Close genannt.

Tageskurs
Der jeweils offiziell gültige Kurs für den Abrechnungs- oder Ausführungstag wird Tageskurs genannt.

Talon
Der Talon ist ein Erneuerungsschein bei Wertpapieren, bei dessen Vorlage der Inhaber des Wertpapiers einen neuen Bogen erhält, sofern alle Dividenden- oder Zinsscheine vorher getrennt und aufgebraucht wurden.

Technische Korrektur
Kurzfristige, nicht anhaltende Gegenentwicklung in einer Hausse.

Teilausführung
Eine erteilte Order, die während ihrer Gültigkeitsdauer aufgrund der Marktlage nur zum Teil ausgeführt werden konnte.

Termingeschäfte
Zeitgeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrages, d.h. Abnahme und Lieferung der Ware oder des Wertpapiers, zu einem späteren Termin zum vorher vereinbarten Kurs erfolgt.

Trend
Als Trend bezeichnet man eine allgemeine Kursentwicklung von Wertpapieren in eine bestimmte Richtung. Ein Trend ist der aus der Vergangenheit und Gegenwart ableitbare zukünftige Entwicklungspfad des Kurses eines Wertpapiers, welcher auf dem Chart leicht erkennbar ist.

Trendlinie
Die Trendlinie ist eine Kursformation der technischen Wertpapieranalyse. Sie wird in Charts dargestellt und kennzeichnet eine Kursentwicklung, die über längere Zeit in die gleiche Richtung geht. Generell wird unterschieden zwischen der Aufwärts- und Abwärtstrendlinie.

Turnaround
Beschreibt eine Trendwende in Richtung einer Verbesserung der Lage innerhalb einer Branche, bei einer Aktiengesellschaft oder allgemein an der Börse etc.

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Übernahmeangebot
Ein Übernahmeangebot ist ein Angebot eines Kaufinteressenten an die Aktionäre, mit dem Ziel, die Aktiengesellschaft zu übernehmen. Meistens wird ein Preis für die Aktien geboten, der weit über dem aktuellen Börsenkurs liegt. Damit kommt die übernehmende Aktiengesellschaft an die Mehrheit der Aktien der zu übernehmenden Aktiengesellschaft heran.

Überzeichnung
Falls bei einer Zeichnung mehr Wertpapiere nachgefragt werden als ausgegeben wurden, spricht man von einer Überzeichnung. Eine Überzeichnung kommt oft bei Neuemissionen vor.

Umsatz
Der Umsatz bezeichnet die im Geschäftsjahr erzielten Erlöse eines Unternehmens.
An der Börse bezeichnet man die Summe aller an einem Tag gehandelten Wertpapiere, multipliziert mit dem entsprechenden Börsenkurs, als Umsatz.

Unterbewertung
Ist eine Aktie im Vergleich zu anderen Wertpapieren zu günstig, so gilt sie als unterbewertet. Eine ähnliche Situation liegt vor, wenn stille Reserven oder Wachstumschancen nicht ausreichend in den Kursen berücksichtigt werden.

Unterstützungslinie
Als Unterstützungslinie (auch: Unterstützung, Unerstützungszone) bezeichnet man einen bestimmten Kurs in einem Chart, bei dem ein Abwärtstrend unterbrochen wird.
 

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Valorennummer
Allen Wertschriften, die an der SIX Swiss Exchange gehandelt werden, wird eine Valorennummer, d.h. eine eindeutige Identifikationsnummer zugeteilt.

Venture Capital
Venture Capital bezeichnet risikotragendes Kapital, das wachstumsträchtigen, meist jüngeren Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.

Vinkulierung
Die Vinkulierung ist eine Einschränkung der Übertragung von Aktien aufgrund entsprechender Statutenbestimmungen der Aktiengesellschaft.

Volatilität
Die Volatilität ist eine Kennzahl, die die Schwankungsbreite eines Wertpapiers misst. Die Volatilität wird in der Regel über die Standardabweichung berechnet.

Vorbörse
Als Vorbörse bezeichnet man den Handel mit Wertpapieren vor der eigentlichen Markteröffnung. Die Vorbörse findet meist telefonisch zwischen Banken statt.

Vorzugsaktie
Bei der Vorzugsaktie bestehen im Gegensatz zur Stammaktie keine Stimmrechte, dafür aber Vorrechte bei der Gewinnverteilung. Der Anteil der Vorzugsaktien darf den Anteil der Stammaktien einer Aktiengesellschaft nicht überschreiten.

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Wandelanleihe
Verbrieft dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, während eines zuvor definierten Zeitraums die Anleihe in Wertpapiere des Unternehmens zu wandeln. Für das Unternehmen entsteht damit aus Fremdkapital Eigenkapital. Für Anleger bedeutet eine Wandelanleihe eine zunächst risikoarme festverzinsliche Anlage mit der Chance auf zusätzliche Erträge durch die Wandlung in Wertpapiere, falls diese sich gut entwickelt haben.

Wertpapier
Urkunde, die bestimmte Eigentumsrechte (z.B. an einem Unternehmen) verbrieft. Hierzu zählen z.B. Aktien, Optionsscheine, Anleihen, Investmentzertifikate etc.

Widerstandslinie
Als Widerstandslinie (auch: Widerstand, Resistance, Widerstandszone) bezeichnet man einen bestimmten Kurs in einem Chart, bei dem ein Trend unterbrochen wird, z. B. bei dem die Aufwärtsbewegung einer Aktie bereits mehrfach gescheitert ist.

Wimpel
Begriff der Charttechnik. Sind mit Flaggen zu vergleichen, haben aber die Form eines Dreiecks. Sie treten ebenfalls in Auf- bzw. Abwärtstrends auf und dauern mehrere Tage an. Wimpel haben ihre Spitze stets rechts. Nach einem Ausbruch aus dem Wimpel kann ein Kursziel angegeben werden. Dazu addiert man die breiteste Stelle des Dreiecks zum Ausbruchskurs hinzu.

Window-Dressing
Die Bemühung von Banken und Fonds, ein Kursbild am Ende einer Periode möglichst günstig erscheinen zu lassen. Bei überdurchschnittlicher Performance werden die Kurse am Ende nach unten gedrückt, bei unterdurchschnittlicher Performance nach oben.
 

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Zeichnen
Unter Zeichnen versteht man den Kaufauftrag für Papiere, die durch eine Neuemission oder durch eine Kapitalerhöhung neu auf den Markt kommen. Die Zeichnung dieser Papiere muss innerhalb einer fest vorgegebenen Zeichnungsfrist erfolgen.

Zero-Bond
Nullcoupon-Anleihe
Anleiheform, bei der es keine Verzinsung gibt. Die Anleihe wird stark unter pari emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt.

Zyklische Aktien
Zu den zyklischen Aktien zählen jene Titel, die vom Konjunkturzyklus überproportional abhängig sind, z.B. Stahlbau- und Maschinenbauaktien.

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