Abo
Verringertes Arbeitsangebot

Erbschaften senken BIP um 15 Milliarden Franken

Wer erbt, arbeitet weniger. Eine neue Studie hat nun die volkswirtschaftlichen Folgen ermittelt.

Holger Alich

Little boy is running a kite with his father, on a beautiful day they are spending outdoors in nature

Die Erben werden immer älter und nutzen das Erbe, um in Frühpensionerung zu gehen.

Getty Images

Erbschaften führen dazu, dass Menschen weniger arbeiten. Dieses Phänomen hat Marius Brülhart, Wirtschaftsprofessor an der Universität Lausanne, gemeinsam mit ETH-Ökonomin Isabel Martinez in einer Studie untersucht.

Die Effekte sind eindrücklich: Demnach sinkt das Bruttoinlandprodukt in der Schweiz um 1,7 Prozent, weil Menschen nach einer Erbschaft weniger arbeiten. Für das Jahr 2025 macht dieser BIP-Rückgang rund 15 Milliarden Franken aus. Laut der Studie verringern Erbschaften das durchschnittliche Arbeitsangebot langfristig.

Wer Erbschaften wie nutzt

Am ausgeprägtesten sei der Effekt bei 55- bis 64-Jährigen – also just bei jenen, denen die Mehrheit der Erbschaften zufällt. Ein Grossteil des verringerten Arbeitsangebots in dieser Altersgruppe erklärt sich durch Frühpensionierungen.

Über die Autoren
Holger Alich
Holger Alich
Holger Alich

Werbung