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Obligationen: Zinsen aus dem Osten

Eine Anleihe der Firma ­Gutburg bietet ­Sparern einen Coupon über 4,75 Prozent.

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Auf dem Sparkonto gibt es kaum Zinsen, darum lohnt es sich derzeit besonders, besser verzinste Alternativen zu prüfen. Dazu gehört die kürzlich platzierte Anleihe der Immobiliengesellschaft Gutburg. Sie ist in Franken kotiert, läuft fünf Jahre und bietet einen Coupon von jährlich 4,75 Prozent (ISIN: CH0211816381). Mehrheitseigner ist der Multimillionär Daniel ­Aegerter.

Im Vertrag mit den Obligationären ist eine Kontroll­wechsel­klausel integriert. Vereinfacht ­gesagt bedeutet das, dass Aegerter zuerst seine gesamten Investitionen in der Firma abschreiben müsste, bevor die Obligationäre auch nur einen Franken verlören. Zudem ist die Neue Helvetische Bank, welche die Anleihe zusammen mit der Raiffeisen Schweiz Genossenschaft emittiert hat, daran interessiert, sich als ­Neuling in der Branche einen guten Namen zu machen. Dabei kann sie sich keine Ausfälle leisten.

Gutburg besitzt ein grösseres ­Immobilienportfolio mit rund 8500 Wohneinheiten in ostdeutschen Zentren wie Leipzig, Cottbus, Görlitz und Plauen. Dort wohnen auch einige Hartz-IV-Empfänger, bei welchen der Staat die Mieten direkt an den Eigentümer überweist. Das ist aber nicht unbedingt ein Grund zu investieren, sondern eher, dass Ostdeutschland derzeit einen Aufschwung erlebt, was sich darin zeigt, dass Nestlé dort erst kürzlich 270 Millionen Franken in den Bau ihrer grössten Kaffeekapselfabrik Europas gesteckt hat.

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