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Nur in fünf Kategorien haben Fondsmanager 2008 ins Grüne getroffen. Insgesamt wurde ein Drittel der Vermögenswerte vernichtet.
Hansjörg Ryser
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In gerade mal fünf Kategorien haben Anlagefonds im vergangenen Jahr eine positive Wertentwicklung verzeichnen können. Wenn dabei die Kategorien «Geldmarkt Yen» und «Obligationen Yen» weit obenaus schwingen, so hat dies weniger mit dem Geschick der Fondsmanager zu tun als vielmehr mit den äusseren Umständen. Während der Hausse war es nämlich beliebt, in Japan zinsgünstige Kredite aufzunehmen und das Geld in Anlagen mit höheren Renditen anzulegen, etwa in Rohstoffen.
Mit der Kreditkrise wurde dieses Spiel, Carry Trades genannt, jäh beendet. Die Kredite mussten schleunigst zurückbezahlt werden, was zu einer Aufwertung des Yen führte. Davon profitierten die erwähnten Fonds mit einer Wertsteigerung von je über 15 Prozent.
Neben diesen beiden Glanzlichtern ist die Performance-Landschaft trist. Es gab fast überall Verluste, bei den Russland-Fonds mit beinahe 77 Prozent fast Totalverluste. Diese Fonds müssen nun erst einmal um 154 Prozent zulegen, nur um die Verluste wieder auszugleichen. Die erste Aktienkategorie folgt erst auf Rang 55 mit den Biotechfonds, die «nur» ein Viertel ihres Werts verloren haben. Insgesamt haben die Fonds 2008 ein Drittel ihrer Vermögen eingebüsst, Aktienfonds sogar die Hälfte. Das ist deutlich schlechter als der Gesamtmarkt. Gemessen am MSCI-Weltaktienindex, betrugen die Einbussen 42 Prozent.
Übrigens hat Adam Monk mit seinen Aktientipps nur 39 Prozent verloren. Adam Monk ist das Kapuzineräffchen der Zeitung «Chicago Sun Times», das seine Aktientipps mit einem Darts-Pfeil ermittelt.
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