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Schweizer Konzerne locken Investoren mit immer weiter steigenden Dividenden. Doch in manchen Fällen sind Dividendenversprechen heikel.
Dividendenkönige: Roche-Chef Severin Schwan (l.), Nestlé-CEO Mark Schneider (r.) und Zurich-Chef Mario Greco können sich bei der Dividende keine Schwäche leisten.
Gian-Marco Castelberg; Anne Gabriel-Jürgens; KeystoneDie Anziehungskraft von Dividenden ist in Zeiten von Negativzinsen besonders stark. Für dividendenstarke Firmen ist der Anreiz, mit diesem Vorteil zu spielen, gross. Direkt oder indirekt werden denn auch Dividendenversprechen abgegeben.
Zurich-Chef Mario Greco hat den Aktionären zugesagt, in den nächsten drei Jahren drei Viertel des Gewinns auszuzahlen. Die Latte legt Greco immer höher. Die jeweils im Vorjahr bezahlte Dividende definiert der Versicherer als Mindestziel. Eine stetige Erhöhung der absoluten Dividende steht auch bei Orior-Chef Daniel Lutz auf dem Programm.
ZKB-Aktienexperte Patrik Schwendimann kann solchen Zusagen von defensiven Unternehmen einiges abgewinnen. «Der Investor hat eine gewisse Sicherheit. Das Unternehmen hebt sich dadurch von der breiten Masse ab», sagt er. Geht es nach dem CIO des VZ VermögensZentrums, Rolf Biland, lässt sich durch hohe Dividenden eine «langfristige Bindung» zu den Investoren herstellen. Mit einer konstanten Ausschüttung wollen Firmen «die Beständigkeit der Ergebnisse beweisen».
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