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Depotanalyse: Währungsrisiken meiden

Auch bei einem gut diversifizierten Depot treten bei genauer Analyse oft ungeahnte Risiken zutage. Das grösste lauert in den Fremdwährungen.

René Weibel

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Ausgangslage.

Das Jahreseinkommen von G. aus I., alleinstehend, 45-jährig, beträgt 120  000 Franken. Das Wertschriftenvermögen von 250  000 Franken ist schwergewichtig in Sachwerten investiert. Das Anlageziel mit langfristig realem Wachstum stimmt mit dem Anlagehorizont von gegen zehn Jahren überein.

Grundlegende Gedanken.

Das Portfolio ist gut strukturiert und bietet mit dem Edelmetall- und Rohstoffanteil einen guten Schutz gegen Inflation. Auch die langfristig ausgerichteten Anlagethemen Wasser und Infrastruktur ergeben Sinn. Durch den Einsatz von Indexfonds (ETF) sind die jährlichen Verwaltungskosten mit 0,35 bis 0,65 Prozent recht tief. Der Cashanteil von 24 Prozent bietet bei Marktrückschlägen zudem die Gelegenheit für Nachkäufe.

Wichtige Auswahlkriterien.
Um genügend Liquidität und tiefe Kosten zu gewährleisten, sollte ein ETF mindestens 200 Millionen Franken Volumen aufweisen. Zudem sollten ETF bevorzugt werden, welche den jeweiligen Index effektiv nachbilden, da bei der immer häufigeren synthetischen Nachbildung, insbesondere bei Rohstofffonds, ein Emittentenrisiko entsteht. Herr G. hat zudem zu Recht auf Edelmetallfonds gesetzt, welche die Metallbestände in der Schweiz aufbewahren und physisch liefern könnten.

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Währungsrisiken.

Das grösste Risiko besteht im vorliegenden Depot in den Währungen, da alle Rohstoffe und Edelmetalle in US-Dollars gehandelt werden. Ein weiteres Sinken des US-Dollars kann die Kursgewinne auf Rohstoffen und Edelmetallen zunichtemachen.

Wie weiter?

Der Anleger wird bekanntlich für Währungsrisiken langfristig nicht entschädigt. Währungsrisiken sollten daher wenn möglich abgesichert werden. So kann durch den Kauf eines Gold-ETF mit Währungsabsicherung das US-Dollar-Risiko vermieden werden.

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