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Devisen

Euro: Schweizer Franken auf 11-Jahres-Hoch nach US-Iran-Angriffen

Der Schweizer Franken und der japanische Yen, beide klassische Fluchtwährungen, haben zu Wochenbeginn zugelegt.

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Euro- und Franken-Geldnoten. IMAGO/Björn Trotzki

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Während klassische Fluchtwährungen zu Wochenbeginn zugelegt haben, ist der Euro hingegen unter Druck geraten, nachdem die USA und Israel am Wochenende ihre schwersten Angriffe auf den Iran seit Jahrzehnten gestartet hatten.
Der Euro fiel zuletzt um 0,35 Prozent auf rund 1,17762 US-Dollar, nachdem er am späten Freitag in New York noch bei etwa 1,18 Dollar notiert hatte. Gegenüber dem Schweizer Franken verlor die Gemeinschaftswährung zeitweise 0,6 Prozent auf 0,90277 Franken - der niedrigste Stand seit 2015.
Der US-Dollar gab gegenüber dem Yen leicht auf 156,704 Yen nach, wobei er gegenüber dem Schweizer Franken unverändert notiert. Gegenüber dem britischen Pfund und dem australischen Dollar konnte der Greenback jedoch zulegen.

Investoren spielen Szenarien durch

Entscheidend für die weitere Marktreaktion dürfte sein, wie sich die Energiemärkte entwickeln. Ölpreise gelten als zentraler Treiber für Aktien, Anleihen und Währungen.
«Wir sehen zwei Szenarien», erklärte Samy Chaar, Chefökonom von Lombard Odier. «Erstens: begrenzte Störungen der globalen Energiemärkte mit überschaubaren Folgen für die Weltwirtschaft. Zweitens: ein länger anhaltender, breiterer Konflikt mit einem Ölschock.»
Aktuell gehe der Markt eher vom ersten Szenario aus. Im zweiten Fall jedoch wären Rohstoffpreise, Anleiherenditen, Wechselkurse, energieabhängige Aktiensektoren, Inflationserwartungen und geldpolitische Perspektiven betroffen. Sollte die Strasse von Hormus länger blockiert werden, stünde auch das globale Wirtschaftswachstum auf dem Spiel.

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Der Iran zählt zu den wichtigen Energieproduzenten der Welt und liegt gegenüber der ölreichen Arabischen Halbinsel an der Strasse von Hormus. Durch diese Meerenge fliessen rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots. Seit Samstag sind Öl-, Gas- und andere Lieferungen durch die Passage unterbrochen; Hunderte Schiffe lagen am Sonntag vor Anker.
Zwar beschloss das Ölbündnis OPEC+ am Sonntag eine moderate Förderausweitung um 206’000 Barrel pro Tag, doch dies entspricht weniger als 0,2 Prozent der globalen Produktion.

Bewährungsprobe für den Dollar

Analysten weisen darauf hin, dass die Marktreaktion auf frühere US-Angriffe gegen den Iran im vergangenen Jahr nur kurzlebig war. Die aktuelle Lage wirke jedoch deutlich gravierender.
«Diesmal dürfte die Marktreaktion nicht so schnell verpuffen», hiess es in einer Analyse der SEB. Ein Anstieg des Ölpreises um mindestens zehn Dollar erscheine plausibel. Besonders der Schweizer Franken dürfte als sicherer Hafen profitieren, aber auch der japanische Yen.
Der Bitcoin, der bei zunehmender Risikoaversion häufig unter Druck gerät, fiel am Samstag zeitweise unter 64’000 US-Dollar, erholte sich jedoch zuletzt wieder auf etwa 66’670 Dollar – über dem Niveau vom Freitag.

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Die US-Angriffe stellen zugleich einen Test für den Dollar dar. Traditionell wertet er in Zeiten globaler Unsicherheit auf. Allerdings haben politische Turbulenzen in den USA während Donald Trumps zweiter Amtszeit Zweifel an der Rolle des Dollars als sicherer Hafen aufkommen lassen.
«Bleibt eine heftige Dollar-Rally aus, wäre das mittelfristig ein ernstes Warnsignal für die US-Währung», sagte Marko Papic, Chefstratege bei BCA Research.
(Reuters)
Dieser Artikel erschien zuerst bei Cash.

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