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USA-Expansion trotz Zoll-Alptraum

Schweizer Pijamas für die Stadt, die niemals schläft

US-Firma, Lager, Läden: So will das Schweizer Schlafmode-Unternehmen Dagsmejan New York und Amerika erobern.

Andreas Güntert

<p>Partner im Geschäfts- und im Privatleben: Catarina Dahlin und Andreas Lenzhofer stehen hinter Dagsmejan. Und vor der grossen USA-Offensive.</p>

Partner im Geschäfts- und im Privatleben: Catarina Dahlin und Andreas Lenzhofer stehen hinter Dagsmejan. Und vor der grossen USA-Offensive.

PD

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Zehn Jahre alt und hellwach. Das lässt sich sagen über das Schweizer Schlafmode-Scale-up Dagesmejan, das mit seinen High-Tech-Pijamas 2025 auf einen Umsatz von knapp 15 Millionen Franken kam.

Im laufenden Jahr will das Unternehmen von Catarina Dahlin und Andreas Lenzhofer sein bisher schon starkes Exportland USA intensiver bearbeiten. Dazu wurde im Oktober 2025 im US-Staat Delaware die US-Tochterfirma Dagesmejan Services USA Inc. gegründet. 

Amis schicken fast keine Dagsmejan-Pijamas zurück

Die Schweizer verfolgen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einen dreistufigen Plan, wie das Unternehmer-Paar erklärt. Zuerst will man dort Wiederverkäufer finden, dann ab 2027/2028 eigene Läden eröffnen und danach ein Lager aufbauen.

Bisher noch werden die Produkte aus dem Lager in Deutschland in die USA geschickt. Die Retouren seien dabei kostenlos, die US-Retourenquote sei aber vernachlässigbar klein.

Ende Jahr eine erste Ladenfläche in New York

Schon Ende dieses Jahres wollen die Schweizer erstmals probeweise US-Retail-Boden betreten: «Im vierten Quartal 2026 werden wir unseren ersten eigenen Laden in den USA eröffnen, dies als Pop-up auf einer Multibrand-Fläche im trendigen Soho-Quartier in New York City.»

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Das klingt ebenso spannend wie ambitioniert: Kann man in einer Stadt, die gemäss eigener Definition niemals schläft, überhaupt Pyjamas verkaufen? Dagsmejan ist es zuzutrauen. Heute schon seien im Online-Geschäft San José in Kalifornien und New York City die wichtigsten Städte.

Preise wurden um 15 Prozent erhöht, Kunden murren nicht

Trotz der ganzen Zoll-Sache, die nicht nur der Pijama-Branche schlaflose Nächte bescherte, sei das US-Geschäft 2025 gut gelaufen: «Aufgrund des schwachen Dollars und der neuen Zölle mussten wir die Preise stufenweise um 15 Prozent erhöhen, was der Markt gut akzeptiert hat.»

Wenn Dahlin und Lenzhofer über den Teich blicken, sehen sie auch weniger prominente Städte als vielversprechende Zielgebiete. Geschäftlichen Reiz haben neben New York City und San José auch sogenannte Second-Tier-Cities wie Austin, Texas oder Memphis, Tennessee, wo man heute schon eine gute Kundenbasis habe. 

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Andreas Güntert
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