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Ersatz 
Das Smartphone macht diese Geräte zunichte

Es kann fotografieren, rechnen, wecken und vieles mehr: Das Smartphone von heute ist ein multifunktionales Gerät - und der Tod für viele Geräte, die früher einmal nützlich waren.

Von Julia Fritsche
2017-04-28

Das neueste Smartphone von Samsung liegt in den Geschäften und auch von Apple wird im Herbst wieder ein neues Gerät erwartet: Smartphones sind ein Verkaufsrenner. Gleichzeitig sind sie der Tod einer ganzen Reihe weiterer Produkte. Von Telefonkabinen, über Taschenlampen und Weckern bis zum Taschenrechner – was früher einmal ganz nützlich war, braucht es dank den multifunktionalen Geräten von Apple und Co. nicht mehr.

Natürlich haben die meisten von uns wohl noch einen Taschenrechner in irgendeiner Schublade liegen, eine Kamera für besondere Anlässe oder auch eine Taschenlampe für den seltenen Ausflug auf den Campingplatz. Tatsächlich in Gebrauch sind diese Klassiker aber wohl nur im Ausnahmefall.

Veränderter Telefongebrauch

Das skrupellose Smartphone hat es sogar auf seine nahen Bekannten Telefonkabine und Festnetztelefon abgesehen. Während die Swisscom 1998 noch 12'500 Telefonkabinen von der PTT übernommen hatte, ist die Zahl der öffentlichen Telefone in der Schweiz inzwischen auf etwa 4000 gesunken. Ein guter Teil davon gehört zur Grundversorgung – ihr Überleben ist zumindest für die nächste Zeit noch gesichert.

Eine technische Umstellung steht Ende Jahr für die Swisscom-Kunden an. Ab 2018 schaltet der Telekomkonzern das klassische Festnetz ab. Wessen Telefon heute direkt in der Telefonsteckdose steckt, muss also handeln. Nostalgiker können an ihrem Wählscheibentelefon festhalten, wenn sie bereits sind, dafür einen kostenpflichtigen Adapter anzuschaffen. Rund ein Viertel der Swisscom-Kunden telefoniert heute noch nicht digital. Möglicherweise sorgt die bevorstehende Umstellung dafür, dass noch viel mehr Menschen ganz auf ihr Festnetz verzichten werden.

Obsolete Kameras

Wie viele Wasserwaagen, Aussenthermometer und Taschenspiegel das Smartphone auf dem Gewissen hat, lässt sich nicht beziffern. Eine deutliche Sprache sprechen aber die sinkenden Absätze im Kameramarkt. Laut den Zahlen von GfK nahmen die Verkäufe seit dem Jahr 2010 stetig ab. Das grösste Minus verzeichnete die Branche 2013 mit rund 18 Prozent. Auch für dieses Jahr erwarten die Marktforscher einen Rückgang. Die Verkäufe sollen nochmals um 10,8 Prozent zurückgehen und einen Umsatz von 252 Millionen Franken generieren. Damit hat sich der Markt seit 2007 mehr als halbiert.

Ein weiteres Indiz für die Zunahme der Smartphone-Fotografie kommt vom Fotounternehmen Ifolor.  In einer Auswertung von 2015 stellte dieser fest, dass fast ein Drittel der Fotos von Handys geknipst wurden – am meisten mit Apple-Geräten.

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