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Auf die Bilanz-Liste der 100 jungen Reichen der Schweiz haben es sechs Jungunternehmerinnen geschafft – das sind sie.
Jungunternehmerinnen (v. l.): Alexandra Lüönd, Sabrina Badir, Léa Miggiano.
Montage RMSSie sind jung, wohlhabend – und weiblich: Mehrere Firmengründerinnen haben es ins exklusive Bilanz-Ranking der 100 erfolgreichsten Menschen mit Schweizer Pass oder Wohnort geschafft. 60 Plätze davon gebühren den Jungunternehmerinnen und -unternehmern. Die zwei anderen Kategorien widmen sich den Stars aus Sport und Entertainment sowie den Erbinnen und Erben.
Was auffällt: Das Ranking der jungen Firmenlenker ist sehr männerlastig. 54 der 60 Plätze gehen ans männliche Geschlecht. Auch auf dem Thron sitzt ein Mann, ein Ranking-Debütant. Sein Name: Hany Rashwan. Sein geschätztes Vermögen: 500 bis 600 Millionen Franken. Der gebürtige Ägypter, der im Stadtzürcher Niederdorf lebt, ist Mitgründer des in Zürich und New York angesiedelten Krypto-Start-ups 21Shares. Das Unternehmen konnte laut eigenen Angaben die verwalteten Assets im letzten Jahr mehr als verdoppeln – auf 10 Milliarden Dollar.
Sechs Gründerinnen halten die Fahne für die Frauen hoch – ein Anteil von 10 Prozent. Diese tiefe Quote widerspiegelt jedoch die derzeitige Situation in der Schweizer Wirtschaft. Sie liegt beim Frauenanteil in den Führungsetagen im europäischen Vergleich immer noch tief, gehört zu den Schlusslichtern. Immerhin: In den letzten Jahren hat sich etwas getan, laut dem diesjährigen Schillingreport ist die Frauenquote in den Geschäftsleitungen auf 22 Prozent geklettert. In den Verwaltungsräten auf 33 Prozent. Guido Schilling (66) rechnet damit, dass es noch 10 Jahre dauert, bis eine ausgewogene Geschlechterdurchmischung erreicht ist.
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