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Tomáš Sedlácek, David Orrell: Mythenwechsel

«Die Ökonomie ist ein Glaube wie jeder ­andere», sagt Tomáš Sedlácek, der mit seiner «Ökonomie von Gut und Böse» letztes Jahr ­einen Weltbestseller landete.

Maja Wyss

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Tomáš Sedlácek, David Orrell: Bescheidenheit – Für eine neue Ökonomie. Hanser, München, 200 Seiten, Fr. 18.90. RMS

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Ohne Glaube könne kein Mensch leben – auch keine Wissenschaft. Unser ökonomischer Glaube beruhe heute aber auf falschen Mythen. Zum Beispiel auf jenem, dass das Unerwartete berechenbar sei, also eigentlich erwartbar. Auf dem Mythos der Berechenbarkeit gründe die absurde Macht des Finanzsektors, erklärt Co-Autor David Orrell, selber Mathematiker. Dieser müsse schrumpfen, seine Macht gebrochen werden. «Plauderstündchen über Regulierungen» genügten nicht mehr. Neue Mythen und Tugenden müssten den ökonomischen Glauben unterfüttern – zum Beispiel Bescheidenheit.
Tomáš Sedlácek, David Orrell
Bescheidenheit – Für eine neue Ökonomie
Hanser, München, 200 Seiten, Fr. 18.90

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