Ohne Glaube könne kein Mensch leben – auch keine ­Wissenschaft. Unser ökonomischer Glaube beruhe heute aber auf falschen Mythen. Zum Beispiel auf jenem, dass das ­Unerwartete berechenbar sei, also ­eigentlich erwartbar. A­uf dem Mythos der Berechen­barkeit gründe die ­absurde Macht des Finanzsektors, ­erklärt Co-Autor David ­Orrell, selber Mathematiker. ­Dieser müsse schrumpfen, ­seine Macht gebrochen werden. «Plauderstündchen über Regulierungen» ­genügten nicht mehr. Neue Mythen und ­Tugenden müssten den ökonomischen ­Glauben unterfüttern – zum Beispiel Bescheidenheit.

Tomáš Sedlácek, David Orrell
Bescheidenheit – Für eine neue Ökonomie
Hanser, München, 200 Seiten, Fr. 18.90

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