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Beat Stocker: Der Männerfreund von Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz scheiterte mit seiner offensiven Prozessstrategie.
VIER JAHRE HAFT Der Berater Beat Stocker erhielt die höchste Strafe im Vincenz-Prozess – seine offensive Kommunikationsstrategie nutzte nichts.
keystone-sda.chEs war eine harte Landung. Bis zum Schluss inszenierte sich der Unternehmensberater Beat Stocker im Prozess gegen ihn und seinen Männerfreund Pierin Vincenz als Ehrenmann, der zu Unrecht auf der Anklagebank sass. Schon vor Prozessbeginn war er via ein dreiseitiges Interview in der «NZZ am Sonntag» in die Offensive gegangen, ein für Schweizer Verhältnisse ungewöhnlicher Schritt. Dort sparte Stocker nicht mit Eigenlob.
Vier Jahre habe er den Anklägern zu erklären versucht, wie er tickt («Ich habe eine Gabe: Wird um einen Tisch herum diskutiert, dann liegt die Lösung für das Problem für mich klar ersichtlich vor»). Doch leider, so der Unterton, hätten die tumben Juristen diese Gabe nicht erkannt.
Während des Prozesses schickte er dem «Blick» sogar eine Mail und betätigte sich als Hobbyjurist: «Die Anklage geht nicht auf. Selbst wenn die interpretierten Fakten so stimmen würden, wären die zwingenden Voraussetzungen für die strafrechtliche These der Anklage gegen mich nicht gegeben.»
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