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Schindler nimmt 2022 wieder Fahrt auf und auch OC Oerlikon bietet Aufholpotenzial. Tecan zeigt sich bärenstark, hat aber einen Makel.
Doppelt betroffen: Covid-19 und der harte Franken vermiesen Schindler-CEO Thomas Oetterli (l.) und -Präsident Silvio Napoli das Geschäft.
Manuela Jans / Luzerner ZeitungWas wohl niemanden überrascht: Auch Schindler hat die Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Allerdings sind die Einbussen geringer ausgefallen als erwartet: Im ersten Semester sank der Umsatz um 8,7 Prozent, Ebit und Gewinn schmolzen um gegen 30 Prozent. Die Covid-Krise wird sich in diesem wie auch im kommenden Jahr in den Resultaten des Anbieters von Aufzügen, Fahrtreppen sowie dazugehörigen Dienstleistungen negativ niederschlagen.
Zwar ist das Servicegeschäft als wichtiger Gewinnträger robust und sorgt für stabile Einnahmen. Doch bei Neuinstallationen und Modernisierungen wurden viele Projekte eingefroren. China als bedeutende Region für neue Liftanlagen verzeichnet zwar bereits wieder Wachstum, doch in Europa sowie Nordamerika leidet das Geschäft. Das zeigt sich am Auftragseingang, der im ersten Halbjahr um 12,1 Prozent schrumpfte.
Ein weiteres Handicap des Zentralschweizer Konzerns ist die Abwertung verschiedener Währungen gegenüber dem Franken. In der vergangenen Dekade hat die Frankenstärke den Umsatz um 2,5 Milliarden und das Betriebsergebnis um 364 Millionen Franken geschmälert. Daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Deshalb wird ein Programm zur Kostenoptimierung aufgegleist. Wichtigster Punkt ist ein weltweiter Abbau von etwa 2000 Arbeitsplätzen, entsprechend drei Prozent der gesamten Belegschaft.
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