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Bon Bonds: Was Sie bei Anleihen beachten müssen

Jahrelang im ­Abseits, erstrahlen Anleihen nach einem reinigenden Gewitter wieder in neuem Glanz. Entscheidend ist die ­Politik der Notenbanken.

Erich Gerbl

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Dank der Politik der Notenbanken erstrahlen Anleihen in neuem Glanz.

Anne-Marie Pappas / Kombinatrotweiss für BILANZ

Um Arbitrage-Jägern keine Chance zu geben, hielten die Banken die Emission bis zum Verkaufsstart geheim. Am 8. Februar um 8.45 Uhr nahmen die Broker die Telefone in die Hand und boten Grossanlegern die neue Obligation des Chemiekonzerns Lonza an. Das Interesse an der Anleihe mit 6,5-jähriger Laufzeit und einem Zinscoupon von 2,1 Prozent war gross. Lag das Mindestziel der Emission bei 150 Millionen Franken, waren um 10 Uhr Festverzinsliche im Wert von 300 Millionen Franken verkauft, und das mit einem deutlich geringeren Aufschlag als erwartet. Um 10.42 Uhr, keine zwei Stunden nach Vermarktungsbeginn, wurde für die Anleihe ein Kurs gestellt und an die Investoren zugeteilt.

Die Nachfrage nach Zinstiteln ist wieder zum Leben erwacht. Traditionelle Bondinvestoren wie Pensionskassen kehren von ihren Ausflügen in die Welt der Immobilien und Privatmärkte wieder in ihr angestammtes Terrain zurück. «Die Anzahl der Ausschreibungen für Obli-Mandate hat massiv zugenommen. Bonds sind wieder eine Alternative», so Stephan Kuhnke, CEO bei Bantleon.

Hat sich in den vergangenen Jahren angesichts negativer oder hauchdünner Renditen kaum ein Privatanleger an die Bondmärkte verirrt, wächst auch dort das Interesse. «Man merkt, dass die Renditen wieder höher sind. Die Anfragen privater Investoren steigen», sagt Markus Thöny, Portfolio Manager Swiss Fixed Income bei Lombard Odier IM.

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