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Migros, Coop und Co.: Das Problem mit grossen Genossenschaften

Genossenschaften ­geben sich gern als bessere ­Unternehmen aus. Doch die ­Skandale häufen sich. Der Druck aus der ­Politik steigt.

Bastian Heiniger

Coop

COOP HAUPTSITZ: Basel Mitglieder: 2,5 Millionen Geschäftsführer: Philipp Wyss Gründungsjahr: 1890 (VSK), 1969 Umbenennung Anzahl Mitarbeitende: 90 825

Christian Flierl

Dutti selig. Wer mag ihn nicht. Immerhin wandelte der Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler sein Unternehmen 1941 in eine Genossenschaft um – und verschenkte sie an die Schweizer Bevölkerung. Heute sendet die Migros die immer gleiche Botschaft: Das Unternehmen gehört den 2,3 Millionen Genossenschaftern.

Schliesslich besitzen sie alle einen Anteilschein im Wert von 10  Franken. Was der orange Riese kann, hat die Basler Konkurrentin ebenso drauf. Auch Coop, seit Jahren mit dem Slogan «Für mich und dich» unterwegs, zelebriert die genossenschaftliche Struktur.

Damals wie heute, heisst es etwa in der Unternehmensgeschichte, gelte die Devise: «Wir gehören unseren Mitgliedern, also den Kundinnen und Kunden.» Was es braucht, um Coop-Besitzer zu werden: ein Gratis-Abonnement der «Coop Zeitung». Einfacher geht es nicht.

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