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Helvetia Baloise

Kann Fabian Rupprecht das?

Helvetia-Chef Fabian Rupprecht ­orchestriert die Megafusion mit der Baloise zur zweitgrössten Schweizer Versicherung – mit wenig M&A-Erfahrung.

Ueli Kneubuehler Rinigier

Bei der Axa sozialisiert und ohne Beisshemmungen: Fabian Rupprecht weiss, was er will.

keystone-sda.ch

Ein sonniger Frühlingsmorgen in Zürich. Die Kamera klickt. Fabian Rupprecht macht mit. Ohne Murren und mit stetem Lächeln im Gesicht. Fotoshootings mag der Helvetia-Chef eigentlich nicht. Doch Rupprecht verfügt über eine Gabe, die vielen Firmenlenkern abgeht. Ob Sachbearbeiter, Manager, Verwaltungsrätin oder Fotograf: Der 55-Jährige spricht mit allen auf Augenhöhe. Freundlich, aber bestimmt. Und er hört zu. Ein Menschenfänger mit klarem Fokus. Diese Gabe wird ihm in den kommenden Monaten helfen.

Rupprecht ist Architekt der grössten Fusion in der Schweizer Versicherungsbranche. Seine Helvetia verschmilzt mit der Konkurrentin Baloise und wird zum zweitgrössten Versicherer der Schweiz (siehe Seite 50) – und Rupprecht deren CEO.

Ein sogenannter Merger unter Gleichen soll es sein. Ein Zusammengehen, keine Übernahme. Der neue Koloss – er soll Helvetia Baloise Holding heissen – bringt mehr als 20 Milliarden Franken Bruttoprämien auf die Waage, beschäftigt mehr als 22 000 Mitarbeitende, wird in acht Ländern mit gut 17 verschiedenen Geschäftsaktivitäten wirken und mit einer Marktkapitalisierung von gut 18 Milliarden Franken zum Schwergewicht auf dem hiesigen Börsenparkett. Konkurrentin Swiss Life wird aktuell mit rund 23 Milliarden Franken bewertet.

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Ueli Kneubuehler Rinigier

Ueli Kneubühler

Ueli Kneubühler

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