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Experten sagen für Rohstoffe einen Superzyklus voraus. Vor allem «grüne Metalle» wie Kupfer würden profitieren. Anleger lockt ein Markt mit einigen Besonderheiten.
Der Eindruck täuscht. Die Lagerbestände sind bei Kupfer auf dem tiefsten Stand seit 25 Jahren.
Getty ImagesNahe Baesweiler bei Aachen kletterte eine Bande auf Windräder und machte sich in einer technisch anspruchsvollen Aktion mit 1800 Metern Kabel davon. Auf einem Klagenfurter Friedhof hatten es Langfinger auf 13 Kreuze abgesehen. Ein Kabeldiebstahl bei Bochum legte den Zugverkehr im Ruhrgebiet lahm: Über 5000 Züge kamen zu spät. Bei Salez im Kanton St. Gallen rissen Diebe SBB-Erdungskabel aus dem Boden und begaben sich so in Lebensgefahr. Die Fälle von Kupferdiebstahl häufen sich und werden wohl noch mehr. Denn Kupfer zählt zu den Metallen, denen eine besonders rosige Zukunft vorhergesagt wird.
Geht es nach Experten, steht ein sogenannter Superzyklus bevor. Eine Art Riesenwelle, auf die Investoren Jahre warten, die sagenhafte Renditen verspricht und sowohl langfristige Investoren als kurzfristige Spekulanten gierig werden lässt. Die Story vom Superzyklus zählt zu den grossen Narrativen der Finanzindustrie.
Nun sind solche Superhaussen keine Hirngespinste, sondern wurden schon mehrfach Realität. Die letzte Megahausse löste Chinas Beitritt zur WTO 2001 aus. Der Bloomberg Commodity Index zog von 2001 bis 2008 um 140 Prozent nach oben.
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