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Finma-Präsidentin: Mit Marlene Amstad beginnt eine neue Ära

Die bestens vernetzte Ökonomin Marlene Amstad präsidiert seit Anfang Jahr die Finanzmarktaufsicht.

Florence Vuichard

Florence Vuichard

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Marlene Amstad ist seit 2016 Mitglied des Finma-Verwaltungsrats.

NZZ

Es ist mehr als ein Generationenwechsel, es ist auf eine Art der Beginn einer neuen Ära, der sich mit dem Wechsel im Präsidium der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) abzeichnet. Nach dem Juristen Thomas Bauer, der bei Ernst & Young Schweiz Karriere gemacht hat und dann als Richter beim Kantonsgericht Baselland amtete, hat nun die breit und auch international gut vernetzte Ökonomin Marlene Amstad das Zepter übernommen. Zusammen mit Finma-Direktor Mark Branson will sie neue Akzente setzen.

Gegenüber der «NZZ» sprach sie von einer «Zeitenwende» in der Aufsicht des Finanzsektors. Oder anders gesagt: Die Vergangenheitsbewältigung ist nun endlich abgeschlossen, die Lehren aus der Finanzkrise sind  gezogen, die Regelwerke für Kapitalpolster und Liquidität sind geschrieben, ebenso wie die Drehbücher für allfällige Notsanierungen. Im Fokus stehen nun strategische Fragen mit Blick in die Zukunft.

Für Marlene Amstad ist klar: Will der hiesige Finanzplatz auch weiterhin ganz vorne mitspielen, dann muss er digitaler und nachhaltiger werden. Und er sollte auch wachsam die Entwicklungen in Asien verfolgen, einer Region, welche die Ökonomin bestens kennt, hat sie doch rund zehn Jahre dort gelebt.

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