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Too Big To Care: Wie die Tech-Giganten die Corona-Krise nutzen

In der Krise bauen Facebook, Amazon, Microsoft, Google und Apple ihre Vormachtstellung weiter aus. Doch jetzt regt sich massiver Widerstand.

Marc Kowalsky

Apple-Chef Tim Cook; Alphabet- CEO Sundar Pichai; Amazon- Gründer Jeff Bezos; Facebook- Alleinherrscher Mark Zuckerberg; Microsoft-CEO Satya Nadella (v.l.).

Mächtig wie niemand sonst: Apple-Chef Tim Cook, Alphabet-CEO Sundar Pichai, Amazon-Gründer Jeff Bezos, Facebook-Alleinherrscher Mark Zuckerberg und Microsoft-CEO Satya Nadella (v.l.).

Getty Images, AFP; Montage: maple_forest für BILANZ

Die Wachablösung vollzog sich am 13. Mai: An jenem Tag war der Technologiekonzern Logitech an der Schweizer Börse erstmals mehr wert als die Swatch Group, der weltgrösste Uhrenhersteller. «Ich hätte nie gedacht, dass ich das je erleben würde!», sagt Daniel Borel, der Logitech vor 39 Jahren gegründet hat.

In der langen Unternehmensgeschichte macht er drei Schlüsselmomente aus für den Erfolg seiner Firma: die Erfindung des PC 1981 durch IBM, der Durchbruch des Internets 1996 – und die Corona-Krise: «Covid war ein einzigartiger Beschleuniger für Logitech und die Techindustrie generell.» Seither vermeldet die Firma Rekordergebnisse. Die Folge: Seit Jahresanfang hat sich der Logitech-Kurs fast verdoppelt.

Auch in der Schweiz hat damit jener Stabwechsel zwischen der alten und der neuen Wirtschaftswelt stattgefunden, den die USA bereits vor Längerem vollzogen hatten. Dort waren schon letztes Jahr die Tech-Giganten Facebook, Apple, Microsoft, Google und Amazon, kurz FAMGA, die wertvollsten Unternehmen (und nach dem saudi-arabischen Ölkonzern Aramco die wertvollsten der Welt).

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