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Raiffeisen, UBS und Co.

Die besten Banken der Schweiz – das grosse Rating

Zum 14. Mal machte sich BILANZ undercover auf die Suche nach der besten Bank. Erstmals setzte sich Raiffeisen durch.

Erich Gerbl

Cliff Kim, Andrea Steinmann Mascaro, Paul Hirschi (mit Bart). Raiffeisenbank Zuerich

LEISTUNGSSCHAU Die Experten der Raiffeisenbank Zürich wurden von der achtköpfigen Jury in die Mangel genommen – und sie kamen siegreich hervor.

Nik Hunger für BILANZ

Gerd Häusler (Name geändert) ist es gewohnt, sich mit Banken herumzuschlagen. Als er von einer renommierten Zürcher Privatbank ein grosses Aktiendepot abzog, erhöhte diese den Zins für eine grosse Immobilienfinanzierung kurzerhand von 0,51 auf 1,5 Prozent. «So hat man mich quasi rausgeschmissen. Der Kredit war offenbar quersubventioniert», sagt Häusler.

Jetzt braucht der gut betuchte Investor eine neue Bank. «Ich will Preistransparenz auf jedem Produkt. Wenn sie die Immobilienfinanzierung nicht wollen, sollen sie es ruhig sagen!» Bankverbindungen hat er viele, aber er sucht eine, die ihn in allen Belangen vertreten kann, in der Sprache der Banker ist von «One Stop Shop» die Rede. Bei der Suche geht ihm BILANZ zur Hand und hat ihn zum Lockvogel des 14. Private-Banking-Ratings gemacht. Gut getarnt als existierender Verein Advisornet, wurden für den Kunden bei rund 100 in der Schweiz aktiven Banken Angebote eingeholt und in einem aufwendigen Verfahren bewertet.

Für die Banken ist Häusler ein dicker Fisch. 50 Millionen Franken hat er in eine Renditeliegenschaft investiert. Rund 20 Millionen sind Häuslers Anteile an einem Private-Equity-Fonds wert. Fast bescheiden nehmen sich die rund fünf Millionen aus, die in Finanzanlagen stecken. Häusler hat diesen Betrag in zehn selbst gewählte USTechnologiewerte gelenkt. Mit dem Kryptobereich setzt er sich intensiv auseinander und ist entsprechend engagiert. Mal deutlich mehr, mal deutlich weniger als zwei Millionen Franken sind Häuslers Kryptowährungen in Fiat-Geld gemessen wert.

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Erich Gerbl
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