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Die Grossbank ist in einer Existenzkrise. Wie viel Verantwortung trägt der langjährige Präsident Urs Rohner?
Fünf Jahre in der Konzernleitung, zwölf im Präsidium: Urs Rohner, bis April 2021 CS-VR-Präsident.
KeystoneEs klang wie ein Notsignal. «Unser Ruf hat sehr gelitten», klagte der CS-Schweiz-Chef André Helfenstein jüngst dem Finanzportal «Finews». Und schob dann fast schon resignativ einen speziellen Satz nach: «Am häufigsten interessiert die Kunden, wie es bei der CS zu einer solchen Verkettung von Problemen kommen konnte.»
Diese Frage stellen sich auch viele der mehr als 51'000 CS-Mitarbeiter: Wie konnte ihre einst so stolze Bank auf eine derartig abschüssige Bahn geraten? Ein Ende des Dramas ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Eine Sanierung ist schon in normaleren Konjunkturphasen höchst komplex, doch die aktuelle Phase ist – milde formuliert –alles andere als normal.
Dass der neue Chef Ulrich Körner mit dem gefühlt zwanzigsten Sparprogramm die jähe Talfahrt stoppen kann, bleibt ein weiteres Experiment mit ungewissem Ausgang. Am 27. Oktober will er die neue Strategie verkünden. Skurrile Ideen wie die Wiederbelebung des Investmentbanking-Labels First Boston zirkulieren, eine angebliche Kapitalerhöhung von mehreren Milliarden Franken drückt den Kurs weiter.
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