Guten Tag,
Jurist, Berufs-Basler und «Zofinger»: Mit Christoph Mäder übernimmt ein gut vernetzter Wirtschaftsmann das Zepter bei Economiesuisse.

Florence Vuichard
Bringt alles mit, was es für ein Economiesuisse-Präsidium braucht: Christoph Mäder.
Gaetan BallyEs ist kein Neuanfang, viel eher eine Rückbesinnung auf alte Qualitäten: Denn mit Christoph Mäder (61) übernimmt im Oktober ein Mann den Economiesuisse-Präsidentenstuhl, der in seinem Lebenslauf alles vorweisen kann, was ihm im Dachverband der Schweizer Wirtschaft den nötigen Respekt verschaffen dürfte: 18 Jahre Konzernleitungserfahrung bei Syngenta, ein Vizepräsidium beim SMI-Börsenüberflieger Lonza und diverse Verwaltungsratsmandate.
Und Anerkennung braucht er, wenn er bei Economiesuisse ein paar Reformen durchboxen will. Nicht wenige trauen das Mäder jedenfalls zu. Sie beschreiben ihn als «liberal», «unabhängig» und «entscheidungsfreudig». Und als einen, der zu seiner Meinung steht, auch wenn er damit nicht alle zufriedenstellt.
Aber bevor er sich um Economiesuisse kümmern kann, muss er mit seiner Direktorin Monika Rühl ganz andere Probleme lösen, denn Heinz Karrer hat ihm mit seinem überraschenden Abgang ein unschönes Abschiedsgeschenk hinterlassen: die Konzernverantwortungsinitiative, über die am 29. November abgestimmt wird. Ebenfalls ungelöst ist die leidige EU-Frage, die nach der Abstimmung über die SVP-Begrenzungsinitiative Ende September wieder aufs Tapet kommen dürfte.
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