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Arthur Laffer: «Trumps Chance liegt bei über 50 Prozent»

Mit der Laffer-Kurve überzeugte er Reagan – und Trump: Arthur Laffer, Vater der US-Steuerreform, sagt: Eine Abwahl Trumps schadet der Wirtschaft.

Dirk Schütz

Arthur Laffer

Steuer-Senker: Arthur Laffer beriet mehrere US-Präsidenten – von Gerald Ford bis Donald Trump.

Luis Garcia

Bei unserem letzten Interview vor dreieinhalb Jahren sagten Sie: «Trump wird ein neuer Reagan.» Ist er das geworden?
Wirtschaftlich ist er sogar besser, und das will etwas heissen. Aber er hat einen ganz anderen Stil als Reagan, der ein perfekter Gentleman war. Das bringt ihm extrem viel Feindseligkeit ein.

Was hat er für die Wirtschaft besser gemacht als Reagan?
Wir haben die grosse Senkung der Unternehmenssteuer durch den Kongress bekommen, sie war mein Baby. Wir hatten die längste Wirtschaftserholung in der amerikanischen Geschichte. Als Trump übernahm, befand sich die Wirtschaft bereits seit 2009 auf einem Erholungspfad. Trump verlängerte ihn, aber mit noch besseren Werten: Wir hatten die tiefste Arbeitslosenrate, keine Inflation, starkes Wachstum und eine boomende Börse.

Dann kam Corona. Wie schlimm ist die aktuelle Situation?
Der Vorteil war, dass die Pandemie die US-Wirtschaft in einer ungewöhnlich starken Phase traf. Wäre sie mitten in einer Rezession gekommen, hätte sie viel grössere Probleme verursachen können. Wir hatten eine derartige Pandemie nicht seit 1918. Wir hatten kleinere Ausbrüche wie Mers, Sars, Ebola, aber sie waren überhaupt nicht zu vergleichen mit Covid-19. Natürlich passieren da viele Fehler, aber niemand macht sie absichtlich.

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Dirk Schütz
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Dirk Schütz

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