Guten Tag,
Das Coronavirus erschüttert die Finanzmärkte. Unerschrockenen eröffnen sich Chancen, wie es sie lange nicht gab.
Wall Street: Der 62-jährige Börsenhändler Peter Tuchman (M.) hat schon viele Krisen erlebt. Den Dow Jones Index um fast 3000 Punkte fallen gesehen, hat er jedoch noch nicht.
KeystoneMojmir Hlinka hat eine Bremse installiert. Nach dem zweiten grossen Rutsch an der Börse steckte der Zürcher Vermögensverwalter von AGFIF International ein Zehntel seiner Kundengelder in eine Wette auf fallende Kurse. Fällt der MDAX, hebt das gehebelte Produkt ab und gleicht so die Verluste des restlichen Portfolios aus. Hlinka hat sich mit der Wette aus dem Markt genommen.
Nun liegt er auf der Lauer und wartet auf den Trendwechsel. Verkauft er den Put, ist er wieder im Spiel. Selbst in der Nacht klebt er an den Bildschirmen, im Schichtbetrieb abwechselnd mit Kollegen. Was sie dort verfolgen können, ist ein faszinierendes, aber auch beängstigendes Schauspiel.
In der letzten Februarwoche, genau elf Jahre nachdem die Hausse an den Börsen nach der Finanzkrise ihren Anfang genommen hatte, fand sie ihr Ende. Seit nicht nur Virologen, sondern auch den Tradern an den Finanzmärkten klar wurde, dass sich Corona von einer lokal begrenzten chinesischen zu einer globalen Krise ausweitete, brechen die Märkte mit einer bisher unbekannten Geschwindigkeit ein.
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