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New Generation: Back to work

Nach Monaten der Sommerpause wird in diesen Wochen an vielen Universitäten wieder der Betrieb aufgenommen. Den einen freut’s, den anderen nicht.

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Von Fabian Fechner

Die Stimmung an der Uni ist gut, erwartungsfroh. Ein neuer Anfang, eine neue Chance, dieses Mal alles anders, alles richtig zu machen. Vergessen sind die Strapazen des letzten Semesters, dafür liegen die Prüfungen schon viel zu weit zurück. Alles steht auf null. Es hat immer wieder etwas von einem Aufbruch, wenn nach der langen Sommerpause die Rückkehr auf den Campus ansteht. Die Akkus sind voll, die Ambitionen gross und die nächsten Prüfungen noch fern.

Klar, nach den Ferien kehrt man irgendwie zur Arbeit zurück. Aber die Last der Kurse und Vorlesungen zählt erst einmal nicht, wenn man die Kommilitonen und Freunde wiedersieht. Man erzählt sich vom WM-Finale in Südafrika, vom Road Trip in Neuseeland, vom Praktikum in London. Man ist wieder da, die Uni steht noch, hat sich kaum verändert, und alle sind irgendwie so wie immer. Das ist beruhigend, das gibt Sicherheit.
Es gibt durchaus unterschiedliche Methoden, in das neue Semester einzusteigen. Da begegnen einem jene Studenten, die schon mehrere Wochen vor Vorlesungsbeginn wieder in der Stadt sind, um sich einzuleben. Sie nehmen ihre extracurricularen Aktivitäten wieder auf oder engagieren sich bei der Einführung von Studienanfängern. Andere nutzen die Ferien bis zum letzten Tag und kommen pünktlich zur ersten Semesterwoche wohl erholt aus dem Sommerurlaub. Das sind meistens die gleichen Studenten, die man am Wochenende eher seltener in der Stadt sieht. Und wieder andere können es nicht lassen, wurden auch zwischen den Semestern von der Arbeitswut gepackt und haben ihr Praktikum kurzerhand um einen Monat verlängert. So zeigt sich, wer den Semesterbeginn herbeisehnt und wer das Jahr auch ohne Uni überstände.

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Schliesslich sind da noch die Erstsemestrigen. Unvoreingenommen irren sie mit ihren Illusionen durch die Gänge und staunen. Ob der zweifelhaften Architektur der Universität oder des eigenartigen Kleidungsstils der Studenten, das sei hier dahingestellt. Aber wie jedes Jahr werden sie von den Alteingesessenen gut beraten und an den Unialltag herangeführt. In den kommenden Wochen werden auch sie erfahren, dass die wilde Zeit der Einführungstage der anstrengenden Studienzeit des ersten Jahres weichen wird. Wer neben den vielen Partys zwischendurch nicht hin und wieder eine der ebenso zahlreichen Vorlesungen besucht, wird dies spätestens bei den Prüfungen im kommenden Januar zu spüren bekommen. Aber bis dahin dauert es noch lange. Heute Abend wird erst einmal gefeiert, dass wir wieder hier sind.

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