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Kolumne

Kampfzone Büro: Schwanger

«Ich habe vor drei Monaten einen eue Stelle angetreten und bin nun schwanger. Ist mir echt peinlich. Wie ziehe ich mich glaub­würdig aus der Affäre?» S. L. aus K.

Karin Kofler

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Sie meinen: Wie sag ichs meinem Kinde respektive dem Chef? Begeisterung wird die Nachricht im Büro nicht auslösen, auch wenn man sich vordergründig mit Ihnen freuen wird. Tatsache ist: Für das Team ­bedeutet Ihre Schwangerschaft ­organisatorischen Aufwand und ­Unsicherheit. Und das, nachdem man geglaubt hatte, mit Ihrem ­Antritt laufe alles wieder bäumig. Kredit können Sie sich nur wieder erspielen, indem Sie offensiv (nicht entschuldigend) informieren und sich in den Monaten bis zur ­Geburt möglichst unentbehrlich ­machen. Sie haben eine Bringschuld, und die tragen Sie nicht ab, wenn Sie bei den ersten Rückenschmerzen zu Hause bleiben oder sich bereits nach einem Stillraum erkundigen. Wenn Sie nach der Babypause wieder in den Job zurückkehren wollen, müssen Sie jetzt liefern. Sonst wird Ihre Verhandlungsposition schlecht sein.

Haben Sie auch ein Problem im Büro?
Schreiben Sie an 
karin.kofler@bilanz.ch.

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