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Ranking

Die einträglichsten Berufe für Frauen

In der Schweiz verdienen Männer mehr als Frauen. Der Lohnunterschied variiert zwischen den Berufsgruppen teils drastisch. Doch wo verdienen Frauen am besten? Und wo ist die Differenz am geringsten?

Mathias Ohanian

Rang 7: Telekommunikation
Frauen verdienen in der Telekommunikation 7'148 Franken im Monat – so viel wie in kaum einer anderen Branche. Männer hingegen erhalten in der Telekommunikation mit durchschnittlich 9705 Franken fast 36 Prozent mehr.
Rang 6: Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung
Die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau sind für staatlich Angestellte geringer – in der öffentlichen Verwaltung liegen sie bei 15 Prozent. Frauen verdienen im Schnitt 7320 Franken.
Rang 5: Finanzdienstlienstleistungen
Schweizweit ist die Finanzindustrie für Männer die einträglichste Branche. Für Frauen gilt das nicht. Immerhin gibt es im Schnitt monatlich rund 7500 Franken – Männer verdienen hingegen mit 10'955 Franken fast die Hälfte mehr.
Rang 4: Forschung und Entwicklung
In der Forschung erhalten Frauen monatlich rund 7576 Franken Bruttolohn.
Rang 3: Tabakverarbeitung
In der Tabakindustrie verdienen Frauen vergleichsweise gut: Dort gibt es jeden Monat laut Bundesdaten im Schnitt 7658 Franken. Männer bekommen 9333 Franken.
Rang 2: Erziehung und Unterricht
Beim Staat angestellt zu sein, lohnt sich: Lehrerinnen und Erzieherinnen verdienen im Schnitt 8219 Franken. Männer bekommen 9068 Franken, das sind vergleichsweise geringe 10 Prozent mehr.
Rang 1: Pharmabranche
Am meisten verdienen Frauen in der Pharmabranche. In der exportstarken Industrie gibt es pro Monat 8873 Franken. Männer verdienen dort 10'491 Franken. Bilder: Keystone, Daten: Schweizerische Lohnstrukturerhebung
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RMS

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Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern ist in der Schweiz wieder gestiegen, wie Zahlen des Bundes zeigen. Im privaten Sektor verdienten Männer mit 18,9 Prozent zuletzt fast ein Fünftel mehr als Frauen. Bei der letzten Lohnstrukturerhebung 2010 war die Lücke mit 18,4 Prozent noch etwas kleiner. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag die Differenz noch bei 21,5 Prozent (siehe Grafik unten).
Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern variiert zwischen den Berufsgruppen teils drastisch. Fakt ist aber überall: Männer verdienen mehr als Frauen. Gleichzeitig ist die Differenz in der Privatwirtschaft teils deutlich grösser als im öffentlichen Dienst.

Lohnunterschied im Finanzsektor am grössten

Am drastischsten ist der Unterschied bei Versicherungen und Banken: Im Finanzsektor verdienen Männer im Schnitt über 47 Prozent mehr als Frauen – das weibliche Geschlecht müsste für den gleichen Jahreslohn also fast 18 Monate arbeiten. Während Männer dort auf rund 11'000 Franken kommen, müssen sich Frauen mit 7500 Franken begnügen.
Am kleinsten sind die Unterschiede gemäss den Zahlen des Bundes im Verkehr und in der Logistikbranche mit 5844 beziehungsweise 6222 Franken – Männer verdienen dort also 6,5 Prozent mehr als Frauen.

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38 Prozent des Lohnunterschieds nicht objektiv erklärbar

Laut einer Analyse, die vom Bundesamt für Statistik in Auftrag gegeben wurde, kann die Lohndifferenz zu rund 62 Prozent mit objektiv unterschiedlichen Strukturen wie der Hierarchiestufe, dem Dienstalter oder der Ausbildung erklärt werden. Fast 38 Prozent basieren auf unerklärten Faktoren.
Lesen Sie in der obigen Bildergalerie, in welchen Berufen und Branchen Frauen in der Schweiz heute am meisten verdienen. Es offenbaren sich grosse Unterschiede zu den bestbezahlten Branchen für Männer.

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