«Kein Kompromiss, eine Kapitulation»
Die Reaktionen auf den Durchbruch im Fluglärmstreit reichen von Zufriedenheit über Kritik bis Erschrecken. Sehen Sie hier die wichtigsten Stimmen.

... Doris Leuthard zeigt sich «mittel zufrieden», sagte: «Wir haben einiges erreicht, aber natürlich nicht das Optimum.» Es handele sich um einen fairen Vertrag, beide Seiten seien an die Grenzen ihrer Kompromissbereitschaft gegangen.

... Doris Leuthard zeigt sich «mittel zufrieden», sagte: «Wir haben einiges erreicht, aber natürlich nicht das Optimum.» Es handele sich um einen fairen Vertrag, beide Seiten seien an die Grenzen ihrer Kompromissbereitschaft gegangen.
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Die Fluggesellschaft Swiss will den Vertrag zuerst im Detail auswerten, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Generell sei es aber wichtig, dass eine Einigung auf dem Verhandlungsweg erzielt worden sei, sagte eine Sprecherin. Die Vereinbarung bringe endlich Rechtssicherheit. Als wichtig ...

Die Fluggesellschaft Swiss will den Vertrag zuerst im Detail auswerten, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Generell sei es aber wichtig, dass eine Einigung auf dem Verhandlungsweg erzielt worden sei, sagte eine Sprecherin. Die Vereinbarung bringe endlich Rechtssicherheit. Als wichtig ...

... wird die Vereinbarung auch beim Flughafen Zürich bewertet. Der Staatsvertrag sei in dieser Form besser als die von Deutschland angedrohte «Stuttgarter Erklärung», welche die Zahl der Flugbewegungen auf 80'000 hätte begrenzen wollen, sagte eine Sprecherin. Ohne Plafond bei den Flugbewegungen sei ein weiteres Wachstum für den Flughafen möglich. Nicht zufrieden ist dagegen ...

... wird die Vereinbarung auch beim Flughafen Zürich bewertet. Der Staatsvertrag sei in dieser Form besser als die von Deutschland angedrohte «Stuttgarter Erklärung», welche die Zahl der Flugbewegungen auf 80'000 hätte begrenzen wollen, sagte eine Sprecherin. Ohne Plafond bei den Flugbewegungen sei ein weiteres Wachstum für den Flughafen möglich. Nicht zufrieden ist dagegen ...

.... Brigitte Häberli-Koller. «Ich hätte mir eine bessere Lösung gewünscht», zitiert «20min.ch» die Thurgauer CVP-Ständerätin. Ihr Kanton sei bereits heute vom Lärm der Ostanflüge betroffen. «Nun müssen wir schauen, dass unsere Region nicht zum Lärmabfallkübel wird.» Häberli-Koller würde es begrüssen, wenn am Schluss das Volk mitentscheiden könnte. Ebenfalls kritisch zeigt sich ...

.... Brigitte Häberli-Koller. «Ich hätte mir eine bessere Lösung gewünscht», zitiert «20min.ch» die Thurgauer CVP-Ständerätin. Ihr Kanton sei bereits heute vom Lärm der Ostanflüge betroffen. «Nun müssen wir schauen, dass unsere Region nicht zum Lärmabfallkübel wird.» Häberli-Koller würde es begrüssen, wenn am Schluss das Volk mitentscheiden könnte. Ebenfalls kritisch zeigt sich ...

... Hans Killer. «Deutschland hat am Abend Ruhe, wir haben Lärm», so der Aargauer SVP-Nationalrat. Der gekröpfte Nordanflug komme nicht in Frage, sagt der Vizepräsident des Vereins «Gekröpfter Nordanflug Nein».

... Hans Killer. «Deutschland hat am Abend Ruhe, wir haben Lärm», so der Aargauer SVP-Nationalrat. Der gekröpfte Nordanflug komme nicht in Frage, sagt der Vizepräsident des Vereins «Gekröpfter Nordanflug Nein».

«Ich sehe eigentlich nur Verschlechterungen», sagt FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger, der den parlamentarischen Arbeitskreis Flugverkehr präsidiert, laut «20min.ch». Ausserdem seien zahlreiche Fragen offen, die die Umlagerung der Flüge und einen allfälligen Pistenausbau betreffen würden.

«Ich sehe eigentlich nur Verschlechterungen», sagt FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger, der den parlamentarischen Arbeitskreis Flugverkehr präsidiert, laut «20min.ch». Ausserdem seien zahlreiche Fragen offen, die die Umlagerung der Flüge und einen allfälligen Pistenausbau betreffen würden.

Der Widerstand gegen den gekröpften Nordanflug ist im Aargau programmiert: Der Regierungsrat - hier der Sitzungssaal - lehnt diese Anflugvariante seit Jahren ab, weil sie zu gefährlich sei. Die Route führt direkt über Atomanlagen im unteren Aaretal.

Der Widerstand gegen den gekröpften Nordanflug ist im Aargau programmiert: Der Regierungsrat - hier der Sitzungssaal - lehnt diese Anflugvariante seit Jahren ab, weil sie zu gefährlich sei. Die Route führt direkt über Atomanlagen im unteren Aaretal.
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Die Zürcher IG Nord hält es für wichtig und richtig, dass es in Sachen Fluglärm zu einer Annäherung kommt, wie IG-Nord-Präsident Hanspeter Lienhart sagte. Allerdings befürchtet sie, dass die Reduktion der Anflugzeiten über Deutschland mit mehr Flügen über den Norden kompensiert wird. Auch die IG Nord wehrt sich gegen den «Gekröpften». Zunächst werde man jedoch das Ganze analysieren und dann gegebenenfalls Rechtsmittel ergreifen.

Die Zürcher IG Nord hält es für wichtig und richtig, dass es in Sachen Fluglärm zu einer Annäherung kommt, wie IG-Nord-Präsident Hanspeter Lienhart sagte. Allerdings befürchtet sie, dass die Reduktion der Anflugzeiten über Deutschland mit mehr Flügen über den Norden kompensiert wird. Auch die IG Nord wehrt sich gegen den «Gekröpften». Zunächst werde man jedoch das Ganze analysieren und dann gegebenenfalls Rechtsmittel ergreifen.

«Wir sind enttäuscht. Der gekröpfte Nordanflug wäre ein Riesenschreck für die Region», sagte auch Kurt Schmid, Präsident des Vereins «Gekröpfter Nordanflug Nein». Es könne nicht sein, dass der Aargau als einzige Region gleich zwei Mal mit Fluglärm belastet werde. Aargau akzeptiere bereits die Nordstart-Route über das Surbtal, Würenlingen und Bözberg.

«Wir sind enttäuscht. Der gekröpfte Nordanflug wäre ein Riesenschreck für die Region», sagte auch Kurt Schmid, Präsident des Vereins «Gekröpfter Nordanflug Nein». Es könne nicht sein, dass der Aargau als einzige Region gleich zwei Mal mit Fluglärm belastet werde. Aargau akzeptiere bereits die Nordstart-Route über das Surbtal, Würenlingen und Bözberg.

Die Deutschen hätten ihre Maximalforderungen auf der ganzen Linie durchgesetzt, sagte Felix Jaccaz, Sprecher des Bürgerprotests Fluglärm Ost. Man gewinne zwar am Morgen eine halbe Stunde Ruhe, verliere aber dafür am Abend drei Stunden. Auf die Gemeinden im Osten des Flughafens sieht er eine massive Verschlechterung zukommen.

Die Deutschen hätten ihre Maximalforderungen auf der ganzen Linie durchgesetzt, sagte Felix Jaccaz, Sprecher des Bürgerprotests Fluglärm Ost. Man gewinne zwar am Morgen eine halbe Stunde Ruhe, verliere aber dafür am Abend drei Stunden. Auf die Gemeinden im Osten des Flughafens sieht er eine massive Verschlechterung zukommen.
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Der Regierungsrat des Standortkantones Zürich will den Vertrag erst analysieren und dann bis spätestens Ende dieser Woche kommunizieren, sagte ein Sprecher der Volkswirtschaftsdirektion.

Der Regierungsrat des Standortkantones Zürich will den Vertrag erst analysieren und dann bis spätestens Ende dieser Woche kommunizieren, sagte ein Sprecher der Volkswirtschaftsdirektion.