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Führung

Politische CEOs: Wie Firmenlenker zu Mahner und Meinungsmacher wurden

Schluss mit Schweigen: Firmenchefs positionieren sich heutzutage politisch. Doch die Risiken sind gross.

Dirk Schütz

Illustration zu politischen CEOs - Bilanz 06/21
In der politischen Arena: Christoph Franz (Roche), Philipp Rickenbacher (Bär), Zeno Staub (Vontobel), Fredy Gantner (Partners Group), Christian Mumenthaler (Swiss Re). Mario Wagner / 2Agenten für BILANZ
Als politisch besonders interessiert ist Zeno Staub bislang nicht aufgefallen. Der 51-Jährige, seit zehn Jahren CEO des Zürcher Finanzhauses Vontobel, wählte zwar an der Uni in St. Gallen als Spezialisierung nicht die schnöde Betriebswirtschaft, sondern die höher fliegende Volkswirtschaft und gönnte sich auch ein Doktorat – hier konnte der Schnelldenker sein Faible für Modelle ausleben. Vor zwanzig Jahren ging es zu Vontobel. Erstmal Geld verdienen.
Jetzt äussert er sich plötzlich politisch. «CO2-Gesetz ja!», lautet der Aufruf, mit dem er sich in die Abstimmung vom 13. Juni zum Energiegesetz einmischt. Er ist nicht allein – die Mitstreiter aus dem CEO-Lager sind prominent: Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler, Axpo-Chef Christoph Brand oder Ikea-Schweiz-Chefin Jessica Anderen.
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