Hillary Clinton
will die erste Präsidentin der USA werden. Ins Weisse Haus gehöre endlich eine Frau, sagen ihre Unterstützer. Aber ausgerechnet mit den Wählerinnen hat sie es schwer.
Vielleicht ist es so etwas wie die Gretchenfrage im US-Wahlkampf. Sollte man Clinton wählen, weil sie eine Frau ist - um jeden Preis und ungeachtet dessen, wofür sie steht? Einfach um der Signalwirkung willen? Weil dann endlich mal eine Frau die Chance hätte, ins Weisse Haus zu kommen? Oder sollte man seine Stimme
Bernie Sanders geben, weil er der Kandidat wäre, der sich stärker für Gleichberechtigung einsetzen würde, weil er sich diesem Kampf nun einmal so hartnäckig verschrieben hat?
Bei der Vorwahl der Demokraten in New Hampshire gewann Sanders in der vergangenen Woche bei so ziemlich allen Gruppen. Bei den Frauen lag der 74 Jahre alte Senator von Vermont um 11 Prozentpunkte vor Clinton. «Wie sich herausstellt, sehen die Wählerinnen in Hillary eine Kandidatin, keinen historischen Imperativ», schrieb die Kolumnistin Maureen Dowd in der «New York Times».