Seine aparte Verschwörungstheorie, die er im vertrauten Französisch im Westschweizer Fernsehen ausbreitete: Seine Probleme hätten begonnen, als er seinen Wunsch nach einem Schweizer Pass geäussert habe. In der Folge seien dann die Attacken gegen ihn im Zuge der Bespitzelungsaffäre «eine Medienkampagne» gewesen.
Thiam setzt auf die alte Politik-Taktik: Angriff ist die beste Verteidigung. Doch von einem Bankchef erwartet man Fakten, und nicht Verschwörungs-Geraune. Der Aktienkurs hat sich seit seinem Antritt halbiert, und da die Kostenstory erzählt ist, warten die Aktionäre jetzt sehnsüchtig auf die Wachstumsstory, die Thiam schon am Anfang versprochen hatte. Doch er liefert lieber alternative Fakten in Politiker-Manier. Da bleibt nur eine grosse Bitte: Wir wollen endlich den Banker sehen.