Einer der amtsältesten Bankchefs der Schweiz
Der Bündner mit dem markanten Kinn ist einer der amtsältesten Bankchefs der Schweiz. Bereits seit 1999 leitet er die aus über 300 unabhängigen lokalen Banken bestehende Raiffeisen Gruppe. Er führt sein grosses Bankenreich mittels enger persönlicher Kontakte – unermüdlich reist er im Lande umher, um sich mit seinen regionalen Bankchefs zu besprechen. Der Nachteil: Raiffeisen gilt zunehmend als One-Man-Show, wächst doch in Vincenz’ mächtigem Schatten wenig nach.
Und 2016 soll Schluss sein: Pierin Vincenz tritt mit Erreichen seines 60. Lebensjahres als Chef der Bankengruppe zurück. Auf dem Schweizer Bankenplatz hat er sich als kritische Stimme einen Namen gemacht, der schon mal die offizielle Position der Bankiervereinigung in Frage stellt. Privat gilt er als geselliger Kerl, der gerne ein Glas Wein trinkt, vorzugsweise aus den familieneigenen Unternehmen – Vincenz ist in mehreren Weinfirmen im Verwaltungsrat. Seine Partnerin ist eine Arbeitskollegin, Nadja Ceregato, Leiterin der Raiffeisen-Rechtsabteilung. Seine erste Frau, mit der er Zwillingstöchter hat, ist vor über zehn Jahren an einem Hirnschlag verstorben.