Meistgelesen

Billionaire-Report

Welche Branche produziert die meisten Superreichen, wie ticken die Selfmade-Milliardäre und wie erhalten sie ihr Vermögen? Fakt ist: Wir leben in einem goldenen Zeitalter für Milliardäre. Mehr...

VonDominic Benz
Gesucht: Die besten Unternehmensberater
Umfrage

Sie heissen McKinsey, Boston Consulting Group oder A.T. Kearney. Sie entscheiden über Firmenstrategien, Auslandsexpansionen, Stellenabbau. Doch wer sind die besten ihres Faches? Mehr...

Der Kult ums alte Blech
Klassiker

Klassische Autos sind ein Renner. Die Preise für gewisse Preziosen auf vier Rädern steigen im Turbo-Tempo. Aber auch für das kleinere Portemonnaie gibt es schöne alte Karossen. Mehr...

VonJ. Philip Rathgen
Vermögen

Noch nicht 40 Jahre alt und schon höchst erfolgreich. BILANZ präsentiert erstmals 100 (Erfolg-)Reiche unter 40 aus Wirtschaft, Kultur, Show und Sport. Ihr Gesamtvermögen: 16,6 Milliarden Franken. Mehr...

VonStefan Lüscher
Die FIFA-Skandale unter Präsident Sepp Blatter
Überblick

Die Festnahme von sechs Fifa-Funktionären in Zürich ist der bisherige Höhepunkt in einer Geschichte von Vorwürfen, Schmiergeldern und Intrigen. Die Eklats unter der Führung Blatters im Überblick. Mehr...

VonChristian Bütikofer
Griechenland auf Abwegen - Ein Ausblick
Szenarien

Der Schuldenstreit zwischen Griechenland und den Europartnern steht Spitz auf Knopf. Die verschiedenen Szenarien, wie es in der Griechenland-Krise weitergehen könnte. Mehr...

Übernahmen: Das sind die heissesten Favoriten
Aktien

Experten erwarten eine Fortsetzung der regen Fusionsaktivitäten. Vor allem für die Aktionäre der Zielobjekte sind die Deals lukrativ: 20 Prozent Gewinn und mehr sind drin. Die aktuellen Favoriten. Mehr...

VonJürgen Büttner

Anzeige

Zuckerberg siegt im Facebook-Streit

Ein Gericht in Boston hat eine Klage der Winklevoss-Zwillinge gegen Facbook-Gründer Mark Zuckerberg wegen Ideenklaus abgeschmettert. Dabei geht es um sehr viel Geld: Facebook steht vor einem 100-Milliarden-Dollar-Börsengang.

25.07.2011

Im Streit um die Facebook-Entstehung kann Firmengründer Mark Zuckerberg den nächsten Sieg verbuchen. Erst wies der Oberste Gerichtshof in Washington eine Klage ehemaliger Kommilitonen ab, die Zuckerberg Ideenklau vorgeworfen hatten. Und jetzt hat sich auch ein Gericht in Boston auf seine Seite geschlagen.

Richter Douglas Holding Woodlock schloss am Freitag den Fall, der seit 2007 gärte. Eine Begründung gab es zunächst allerdings nicht. Die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss sowie ihr Mitstreiter Divya Narendra hatten in Boston klären lassen wollen, ob Facebook und Zuckerberg ihnen wichtige Informationen zum Verfahren vorenthalten haben. Dabei ging es vor allem um Chat-Nachrichten aus der Gründungszeit von Facebook.

Die Winklevoss-Zwillinge hatten zu Studienzeiten ihren Kommilitonen Zuckerberg als Programmierer für eine Website engagiert, die sie zusammen mit ihrem Partner Narendra aufbauen wollten. Zuckerberg, so behaupten die Winklevoss-Brüder, habe jedoch ihre Idee gestohlen und heimlich sein eigenes soziales Netzwerk namens Facebook aufgezogen.

Winklevoss-Zwillinge erhielten bereits 65 Millionen Dollar

Eigentlich schienen die Vorwürfe schon 2008 aus der Welt geräumt, als die Streithähne einen Vergleich schlossen. Doch die Zwillinge wollten den Vertrag nachträglich annullieren lassen. Die Einigung hatte ihnen damals 65 Millionen Dollar eingebracht. Sie werfen Facebook jedoch vor, sie über den Tisch gezogen zu haben und wollen ihre Ideenklauvorwürfe wieder aufgreifen und neu verhandeln.

Gegenüber der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg kündigte der Winklevoss-Anwalt bereits an, das Verfahren in Boston wieder ans Laufen kriegen zu wollen. Die Kläger erhoffen sich mit neuen Beweisen in der Hand bessere Karten in dem Streit. Vor dem Obersten Gerichtshof hatten die Zwillinge letztlich aufgegeben.

Bei Facebook tummeln sich nach letztem Stand 750 Millionen Menschen - was die Website für die Werbeindustrie hochinteressant macht. Mittlerweile kursieren Facebook-Bewertungen von 100 Milliarden Dollar und mehr.

Für Facebook ist es wichtig, die Streitigkeiten um die Anfänge des weltgrössten Online-Netzwerks in den kommenden Monaten endgültig aus der Welt zu räumen. Denn für kommendes Jahr wird mit einem Börsengang von Facebook gerechnet.

(rcv/laf/awp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Im Streit um die Facebook-Entstehung kann Firmengründer Mark Zuckerberg den nächsten Sieg verbuchen. Erst wies der Oberste Gerichtshof in Washington eine Klage ehemaliger Kommilitonen ab, die Zuckerberg Ideenklau vorgeworfen hatten. Und jetzt hat sich auch ein Gericht in Boston auf seine Seite geschlagen.

Richter Douglas Holding Woodlock schloss am Freitag den Fall, der seit 2007 gärte. Eine Begründung gab es zunächst allerdings nicht. Die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss sowie ihr Mitstreiter Divya Narendra hatten in Boston klären lassen wollen, ob Facebook und Zuckerberg ihnen wichtige Informationen zum Verfahren vorenthalten haben. Dabei ging es vor allem um Chat-Nachrichten aus der Gründungszeit von Facebook.

Die Winklevoss-Zwillinge hatten zu Studienzeiten ihren Kommilitonen Zuckerberg als Programmierer für eine Website engagiert, die sie zusammen mit ihrem Partner Narendra aufbauen wollten. Zuckerberg, so behaupten die Winklevoss-Brüder, habe jedoch ihre Idee gestohlen und heimlich sein eigenes soziales Netzwerk namens Facebook aufgezogen.

Winklevoss-Zwillinge erhielten bereits 65 Millionen Dollar

Eigentlich schienen die Vorwürfe schon 2008 aus der Welt geräumt, als die Streithähne einen Vergleich schlossen. Doch die Zwillinge wollten den Vertrag nachträglich annullieren lassen. Die Einigung hatte ihnen damals 65 Millionen Dollar eingebracht. Sie werfen Facebook jedoch vor, sie über den Tisch gezogen zu haben und wollen ihre Ideenklauvorwürfe wieder aufgreifen und neu verhandeln.

Gegenüber der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg kündigte der Winklevoss-Anwalt bereits an, das Verfahren in Boston wieder ans Laufen kriegen zu wollen. Die Kläger erhoffen sich mit neuen Beweisen in der Hand bessere Karten in dem Streit. Vor dem Obersten Gerichtshof hatten die Zwillinge letztlich aufgegeben.

Bei Facebook tummeln sich nach letztem Stand 750 Millionen Menschen - was die Website für die Werbeindustrie hochinteressant macht. Mittlerweile kursieren Facebook-Bewertungen von 100 Milliarden Dollar und mehr.

Für Facebook ist es wichtig, die Streitigkeiten um die Anfänge des weltgrössten Online-Netzwerks in den kommenden Monaten endgültig aus der Welt zu räumen. Denn für kommendes Jahr wird mit einem Börsengang von Facebook gerechnet.

(rcv/laf/awp)


Die aktuelle BILANZ

Die 100 erfolgreichsten Schweizer unter 40 Jahren. Lesen

Navyboot-Chef Philippe Gaydoul tritt kürzer. Lesen

J. Safra Sarasin: Deutsches Gericht stärkt Bankkunden. Lesen

Abtretender Adecco-CEO geht zurück nach Belgien. Lesen

Personalrochade bei Swiss Smile. Lesen

Auch der AHV-Fonds zahlt Negativzinsen. Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis