40 Millionen zurückgestellt. Die Anklage des New Yorker Staatsanwalts Preet Bharara stützt sich in wesentlichen Teilen auf die Aussagen des früheren Wegelin-Mitarbeiters Daniel Sprecher, der im Oktober 2010 von amerikanischen Fahndern in Miami festgehalten wurde (siehe auch
BILANZ 03/12: «Ende einer Ikone»). Sprecher war als Leiter des «Teams international» der Vorgesetzte der drei Angeklagten Michael Berlinka, Urs Frei und Roger Keller. Wegelin hält die mutmasslichen Aussagen Sprechers in wesentlichen Punkten für falsch. Die Bank bestreitet vor allem, dass sie aktiv und systematisch unversteuerte Gelder aus den USA angenommen habe. Von den 550 Millionen Franken, die Raiffeisen der Bank Wegelin zahlte, wurden etwa 40 Millionen für eine Strafzahlung an die US-Justiz zurückgestellt, zusätzlich hat die Bank noch weitere Reserven gebildet. Eine – allerdings nur kleine – Hoffnung besteht darin, dass die Schweizer Verhandler sich bald mit den US-Behörden einigen und die Bank Wegelin Teil dieses Abkommens sein wird.