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Team von Air Berlin erhält Jobangebot – gemeinsam

60 Mitarbeiter umfasst das Marketingteam von Air Berlin. Die Mannschaft ergriff eine ungewöhnliche Massnahme, um gemeinsam einen neuen Arbeitgeber zu findden. Jetzt gibt es – ernstgemeintes – Angebot.

Felix Rentzsch («Business Insider Deutschland»)

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Air Berlin am Flughafen Tegel: Zukunft der Mitarbeiter ist offen. Keystone RMS

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Gute Nachricht für das E-Commerce-Team der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin: Die 60-köpfige Mannschaft hat offenbar in kürzester Zeit einen neuen Arbeitgeber gefunden. Die Kommunikationsagentur Fischer Appelt hat angekündigt, die gesamte Abteilung übernehmen zu wollen.
Erst vor wenigen Tagen hatten die Marketing-Experten von Air Berlin eine kleine Website erstellt, um sich dort anderen Unternehmen zu präsentieren. Die ungewöhnliche Initiativbewerbung brachte dem Team um Abteilungsleiter Pascal Volz jede Menge mediale Aufmerksam ein. Der Teamchef schrieb auf Englisch, dass die vergangenen Wochen hart gewesen seien. Trotzdem wolle man nicht aufgegeben, denn die Show müsse schliesslich weitergehen.

Fischer Appelt preist sich als Arbeitgeber an

Die Antwort von Fischer Appelt ist nicht weniger kreativ: Agenturvorstand Franziska Lewinski liess eine Homepage aufsetzen, die der Bewerbungsseite des E-Commerce-Teams zum Verwechseln ähnlich sieht. Lewinski verfasste zudem einen Text (ebenfalls auf Englisch), in dem sie auf die Bewerbung von Pascal Volz eingeht:
«Ich liebe eure Website, vor allem den Teil, in dem es um Leidenschaft geht. Ich würde euch das liebend gern auf Deutsch schreiben, aber das würde die gesamte Idee durcheinander werfen, einfach eure komplette Website zu kopieren», scherzt Lewinski in ihrer Einleitung. Darunter kommen Multiplikatoren zu Wort, die erläutern, warum Fischer Appelt ein lohnender Arbeitgeber sein könnte.

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«Nice team. We'll take it»

Die Noch-Angestellten von Air Berlin hatten ihre Seite mit folgendem Satz betitelt: «Hire us as a team» (Stellen Sie uns als Team ein). Über der Microsite von Fischer Appelt steht: «Nice Team, we’ll take it» (Nettes Team, wir nehmen es). Die URL der Homepage wird noch deutlicher: yes-we-hire-your-ecommerce-team.de. Eine Sprecherin der Berliner Kommunikationsagentur bestätigte gegenüber Business Insider die Echtheit des Angebotes.
Man habe tatsächlich Interesse daran, die gesamte Mannschaft inklusive Abteilungsleiter zu übernehmen, so die Sprecherin. Wie aus der Antwort von Fischer Appelt deutlich wird, sind die bisherigen Air-Berlin-Mitarbeiter zum Lunch eingeladen, um im nächsten Schritt weitere Details zu besprechen.
Dieser Artikel erschien zuerst bei «Business Insider Deutschland» unter dem Titel «'Nettes Team, wir nehmen es' — Kommunikationsagentur will komplette Air-Berlin-Abteilung einstellen».


In Vorstellungsgesprächen werden Bewerber auf die Probe gestellt und mit vielen Fragen durchlöchert. Doch wonach Bewerber letztendlich ausgesucht werden, bleibt meist im Verborgenen. Das verschweigen Personaler den Bewerbern:
1. Sie finden alles über die Vergangenheit des Bewerbers herausWenn es um den Lebenslauf geht, sollten Bewerber nicht schummeln. Personaler kontaktieren nicht selten Referenzen, um sie auf ihre Echtheit zu überprüfen. Wo auch immer jemand gearbeitet oder auch nicht gearbeitet hat — sie werden es herausfinden. Auch mit der Internetpräsenz solltet man gut umgehen. In Zeiten der sozialen Medien ist es nicht unüblich, dass Personaler im Internet nach einem suchen.
2. Sie wollen sehr wohl wissen, ob der Bewerber Kinder haben willPersonaler sind sehr wohl daran interessiert, wie es mit der Familienplanung aussieht. Tatsächlich hätten gerade Bewerber mit kleinen Kindern oft schlechtere Chancen, auch wenn das niemand zugeben würde, sagt HR-Expertin Christine DiDonato. Besser ist es, so wenig wie möglich über die Familie zu verraten — auch dann, wenn Fangfragen kommen, wie etwa, was man gerne am Wochenende macht.
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Wenn Bewerber es geschafft und ein Jobangebot bekommen haben, sollten sie nicht direkt allen Punkten freudig zustimmen. Gerade wenn es um das Gehalt geht, gibt es jede Menge Spielraum, so DiDonato. Oft könnte man noch etwas aushandeln. Sonst gibt es auch noch Extras wie einen Einstiegs- oder Standortwechselbonus.
4. Auch bei der Kündigung gibt es Spielraum
Wenn man unzufrieden mit dem Job ist und nach etwas Neuem umschauen will, sollte man dem Chef nicht sofort die Kündigung auf den Tisch legen, so DiDonato. Besser sei es, etwas auszuhandeln, was für beide Seiten vorteilhaft ist. Wenn der Chef einen noch für ein Projekt braucht und so schnell keinen Ersatz bekommt, ist es am besten, sich auf ein Ausstiegsdatum zu einigen. Hierfür kann man eine Entschädigung bekommen.
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