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Spotify setzt jetzt doch auf Schweizer Musik

Auf Druck hin widmet sich der Streaming-Riese Spotify auch Schweizer Musikern. Einige prominente Namen hatten sich dem Dienst bisher verweigert – nun kann sich das Γ€ndern.

Philipp Albrecht

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Spotifiy-Logo: Werben um Schweizer KΓΌnstler. Keystone Keystone

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Β«Wir verschenken nichtsΒ», meinte Polo Hofer etwas bockig, als er letztes Jahr gefragt wurde, warum seine Musik nicht auf Spotify sei. Das kΓΆnnte sich nun bald Γ€ndern. Wobei das nichts mit dessen Ableben Ende Juli zu tun hat, sondern vielmehr mit den neuen Bedingungen.
Am Freitag kΓΌndigte der Streaming-MarktfΓΌhrer unter GrΓΌnder und CEO Daniel Ek nΓ€mlich offiziell an, sich des Schweizer Musikschaffens anzunehmen. Die Rede ist von Β«kuratierten Playlists speziell fΓΌr die SchweizΒ».

Apple Musik mit beliebten Mundart-Playlists

Im Gegensatz zum Konkurrenten Apple Music produzierte Spotify bislang keine der beliebten Playlists mit Mundartmusik. Die Sammlungen heissen laut Spotify Β«Top Hits SchweizΒ», Β«New Music Friday SchweizΒ», Β«Schwiiz RapΒ» und Β«Swiss MadeΒ».
Offenbar wirkte der Druck des Musiklabel-Verbands IFPI Schweiz. FΓΌr GeschΓ€ftsfΓΌhrer Lorenz Haas ist das Β«ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verbesserung der VermarktungsmΓΆglichkeiten fΓΌr regionale Musik im Streaming-SegmentΒ». Spotify hat in der Schweiz einen doppelt so hohen Marktanteil wie Apple Music.
Playlists und Empfehlungen auf den Portal-Startseiten sind die hΓ€rteste WΓ€hrung im jΓ€hrlich zweistellig wachsenden Streamingbusiness. Die Portale sprechen damit neue Nutzer an, und die KΓΌnstler erhalten mehr Aufmerksamkeit. Eine lukrative FΓΆrderfunktion, die frΓΌher gΓ€nzlich den Musiklabels vorbehalten war.

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Widerstand der hiesigen KΓΌnstler brΓΆckelt

Zwar gibt es auf Spotify weiterhin die eingeschrΓ€nkte MΓΆglichkeit, Gratismusik zu konsumieren. Doch dank der Mundart-Playlists brΓΆckelt jetzt der Widerstand der hiesigen KΓΌnstler. Neben Polo Hofer zΓ€hlt ZΓΌri West zu den wichtigsten Musikern, deren umfangreiches Repertoire auf dem Portal fehlt.
Beide sind bei Sound Service unter Vertrag. Label-Chefin Sylvie Widmer will die Situation jetzt in Absprache mit den Bands und Rechte-Inhabern ΓΌberprΓΌfen. Die QualitΓ€t spiele eine grosse Rolle: Β«FΓΌr uns ist wichtig, dass sich die Leute, die Spotify-Playlists erstellen, seriΓΆs mit den KΓΌnstlern auseinandersetzen.Β» Ein Spotify-Sprecher bestΓ€tigt, man werde Β«eng mit der lokalen Musikbranche zusammenarbeitenΒ».
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Die beliebtesten Schweizer Acts bei Spotify:* Platz 10: Andrea Oliva * nach Anzahl HΓΆrer pro Monat; Quellen: GfK Entertainment / IFPI Schweiz, Spotify RMS

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