Seit Jahren investiert der Tessiner Milliardär Sergio Mantegazza in die britische Monarch Airlines. Doch offenbar ist Mantegazza nun bereit, seine Investition in die Fluggesellschaft zu veräussern.
Volker Strohm
Monarch Airlines: Neue Strategie ist beschlossene Sache. Keystone RMS
Zum Firmengeflecht gehört auch die britische Monarch Airlines, in die der heute in Monaco residierende Sergio Mantegazza seit 2009 nicht weniger als 120 Millionen Pfund eingeschossen hatte, um operative Löcher zu stopfen. 2013 schrieb das Unternehmen nach einer Strategieänderung wieder Gewinn: Reisende können bei der einstmals reinen Chartergesellschaft für Reisebüros seither auch selbst Flüge buchen.
Und Sergio Mantegazza sei offenbar bereit, seine Investition in Monarch zu veräussern. Laut Bericht sei das Beratungsunternehmen PwC von ihm mit der Planung eines entsprechenden Ausstiegs beauftragt worden. Mit Better Capital, HIG Europe, Towerbrook und Indigo werden von britischen Medien auch bereits konkrete Kaufinteressenten genannt – sollte der Preis für Mantegazza akzeptal sein, wie es heisst.
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Sportbegeisterte Familie
Die Familie Mantegazza ist insbesondere in der Tessiner Sportwelt ein Begriff: Sergios Bruder Geo, Ingenieur und Immobilienspezialist, führte in den 1980er-Jahren mit Kapitalspritzen den HC Lugano an die Spitze des Schweizer Eishockeys – dessen Tochter Vicky ist heue Präsidentin der «Bianconeri».