Meistgelesen

Mr. und Mrs. Varoufakis: Griechenlands Power-Paar
Hintergrund

Danae Stratou war bisher als Künstlerin bekannt. Nun interessiert sich auch die Weltpresse für sie. Dort ist sie vor allem eines: die starke Frau an Janis Varoufakis' Seite. Mehr...

VonBoris Kálnoky («Die Welt»)
Roger Federer: Luxus-Heim ist endlich fertig
Einzug

Swimmingool, Cheminée, rahmenlose Fenster mit Blick auf See und Berge und eine Glaskuppel: Das neue Luxus-Heim von Roger Federer in Wollerau ist bezugsbereit. Kostenpunkt: 10 Millionen Franken. Mehr...

Vorsorge für Frauen: Fataler Mut zur Lücke
Management

Teilzeitpensen, Babypause, Scheidung: Frauen laufen häufig Gefahr, im Alter finanziell schlecht dazustehen. Doch viele schauen weg und lassen Risikomanagement vermissen. Mehr...

VonKarin Kofler
Roman Abramowitsch findet keine Mieter
Leerstand

Es ist eines der luxuriösesten Büros Moskaus, doch es findet keine Mieter: Der Bürokomplex White Gardens des Milliardärs Roman Abramowitsch steht zu zwei Dritteln leer. Doch damit ist er nicht allein. Mehr...

Bankenplatz: Gründerfieber in Bern
Neugründung

Banken werden geschluckt, verkauft – oder einfach geschlossen. Nicht so in Bern. Neuester Zuzug: die neu gegründete Zähringer Privatbank. Mehr...

VonFlorence Vuichard
Die Reichsten

Dieter Meier lässt sich gerne mit seinen drei hübschen Töchtern und seinem Sohn aus zweiter Ehe ablichten. Christoph von Tetmajer, Meiers ältester Sohn, wehrt sich indes gegen das Vergessenwerden. Mehr...

VonStefan Lüscher
Herzog & de Meuron
Kreativität

Das renommierte Basler Architekturbüro gestaltet weltweit einzigartige Bauwerke. Ob Hochhaus, Stadion oder andere Gebäude: Herzog & de Meuron hat seine Fans und Kritiker auf sicher. Mehr...

VonGabriel Knupfer und Karen Merkel

Anzeige

Griechenland: Geldregen über Athen

Der Niarchos-Clan aus St. Moritz lässt sich den Athener Kulturpalast 566 Millionen Euro kosten.

VonWalter Pellinghausen
23.10.2012

Seit einigen Tagen wird im 42 Hektar grossen Stavros-Niarchos-Park im Herzen von Athen gegraben. Für 566 Millionen Euro errichtet dort eine Arbeitsgemeinschaft der Baukonzerne Terna aus Griechenland und Impregilo aus Italien das künftige Wahrzeichen der Hauptstadt – das Stavros Niarchos Foundation Cultural Center. Im Gebäude mit 85 000 Quadratmeter Nutzfläche werden dereinst sowohl die Staatsoper als auch die Nationalbibliothek Platz finden. Entworfen hat das Prunkstück der italienische Stararchitekt Renzo Piano (75), der unter anderem das Zentrum Paul Klee in Bern entwarf.

Die gesamte Bausumme spendiert eine Stiftung, die nach dem legendären Reeder mit letztem Wohnsitz in St. Moritz benannt ist. Gestorben ist Stavros Niarchos 1996 in Zürich, wo bis heute etliche Kunstwerke aus seiner berühmten Sammlung im Kunsthaus deponiert sind.

Im Engadin residieren seit Jahrzehnten seine drei Erben, die Söhne Philip (58) und Spyros Niarchos (57) sowie Tochter Maria Isabelle Gouazé. Neben der Niederlassungsbewilligung haben sie auch Villen am Suvrettahang sowie den umfänglichen Grundbesitz rund um die Häuser ihrer Grand Hotels Engadinerkulm Holding übernommen. Für ihre diversen Stiftungen sicherten sie sich die Unterstützung durch den früheren CS-Bankier Kurt Arnold, der auch bei der Schweizerischen Bankiervereinigung mitmischte.

Die Finanzierung des Kulturpalastes mit umgerechnet fast 700 Millionen Franken ist zwar die bislang grösste Einzelspende aus den gemeinnützigen Niarchos-Kassen. Gegen eine Milliarde Franken haben die Erben jedoch schon in den letzten 15 Jahren für unterschiedlichste Projekte in der ganzen Welt spendiert, oft auch in der Schweizer Wahlheimat. So gab es im letzten Jahr Zuschüsse gleich an drei Universitäten, nämlich Basel, Freiburg und ­Zürich. In Basel finanziert die Foundation mit griechischen Wurzeln eine Übersetzung von Homers «Ilias» ins Englische. 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Spyros Niarchos

Seit einigen Tagen wird im 42 Hektar grossen Stavros-Niarchos-Park im Herzen von Athen gegraben. Für 566 Millionen Euro errichtet dort eine Arbeitsgemeinschaft der Baukonzerne Terna aus Griechenland und Impregilo aus Italien das künftige Wahrzeichen der Hauptstadt – das Stavros Niarchos Foundation Cultural Center. Im Gebäude mit 85 000 Quadratmeter Nutzfläche werden dereinst sowohl die Staatsoper als auch die Nationalbibliothek Platz finden. Entworfen hat das Prunkstück der italienische Stararchitekt Renzo Piano (75), der unter anderem das Zentrum Paul Klee in Bern entwarf.

Die gesamte Bausumme spendiert eine Stiftung, die nach dem legendären Reeder mit letztem Wohnsitz in St. Moritz benannt ist. Gestorben ist Stavros Niarchos 1996 in Zürich, wo bis heute etliche Kunstwerke aus seiner berühmten Sammlung im Kunsthaus deponiert sind.

Im Engadin residieren seit Jahrzehnten seine drei Erben, die Söhne Philip (58) und Spyros Niarchos (57) sowie Tochter Maria Isabelle Gouazé. Neben der Niederlassungsbewilligung haben sie auch Villen am Suvrettahang sowie den umfänglichen Grundbesitz rund um die Häuser ihrer Grand Hotels Engadinerkulm Holding übernommen. Für ihre diversen Stiftungen sicherten sie sich die Unterstützung durch den früheren CS-Bankier Kurt Arnold, der auch bei der Schweizerischen Bankiervereinigung mitmischte.

Die Finanzierung des Kulturpalastes mit umgerechnet fast 700 Millionen Franken ist zwar die bislang grösste Einzelspende aus den gemeinnützigen Niarchos-Kassen. Gegen eine Milliarde Franken haben die Erben jedoch schon in den letzten 15 Jahren für unterschiedlichste Projekte in der ganzen Welt spendiert, oft auch in der Schweizer Wahlheimat. So gab es im letzten Jahr Zuschüsse gleich an drei Universitäten, nämlich Basel, Freiburg und ­Zürich. In Basel finanziert die Foundation mit griechischen Wurzeln eine Übersetzung von Homers «Ilias» ins Englische. 


Die aktuelle BILANZ

Novartis ist das beste Unternehmen 2014. Lesen

Vögele-Präsident Ziegler vor dem Rückzug. Lesen

Gauguin-Ausstellung: Werke für 2,5 Milliarden Franken. Lesen

Euro-Rabatte: Seltsame Rechnerei bei PKZ. Lesen

Ex-Post-Chef Michael Kunz: Zurück zum Start. Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen