Meistgelesen

Eine Liebesbeziehung zu den alten Vögeln
Boeing 747

British Airways ist mittlerweile der grösste Betreiber der Boeing 747. Doch während die Airline ihre Flotte überholt, konnte es der Konkurrenz nicht schnell genug gehen, den Jumbo auszumustern. Mehr...

Peter Löscher: Der Feuer-Löscher von Sulzer
Machtnetz

Mit den Turbulenzen um Sulzer kommt Präsident und Renova-Chef Peter Löscher erstmals aus der Deckung. Mehr...

VonMark Kowalsky
Ein Smartphone nur mit Einladung und Warteliste
Begehrt

Ein Smartphone OnePlus 2 zu ergattern, ist kein Leichtes; 4,5 Millionen Nutzer stehen auf der Warteliste. Das Erfolgsrezept: Günstige Hardware zum Spitzenpreis und eine knapp gehaltene Einladungsliste Mehr...

VonSTEPHAN DÖRNER («DIE WELT»)
Warren Buffett setzt auf steigende Benzinpreise
Investments

Warren Buffett setzt auf Benzin: Der US-Börsenguru ist zum grössten Aktionär beim Raffinerie-Unternehmen Phillips 66 aufgestiegen. Seine Holding Berkshire besitzt nahezu 58 Millionen Aktien. Mehr...

Wie der Informationshunger den Barcode killt
Markierungen

Strichcodes stehen vor ihrem Ende. Ihnen wird zum Verhängnis, was sie eigentlich populär gemacht hat: Informationen. Doch mit den QR-Codes stehen die Nachfolger bereits in den Startlöchern. Mehr...

Tennis

Das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison steht an: Neben spannenden Duellen und möglichen Rekorden auf dem Platz schlägt das New Yorker Spektakel auch in puncto Luxus gross auf. Mehr...

VonJulia Fritsche
Ranking

Welche Nationalräte stimmten am häufigsten zugunsten des hiesigen Wirtschaftsstandortes? Und wer denkt nur an die eigene Klientel? Die BILANZ zeigt die wirtschaftsfreundlichsten Parlamentarier. Mehr...

VonFlorence Vuichard

Anzeige

Griechenland: Geldregen über Athen

Der Niarchos-Clan aus St. Moritz lässt sich den Athener Kulturpalast 566 Millionen Euro kosten.

VonWalter Pellinghausen
23.10.2012

Seit einigen Tagen wird im 42 Hektar grossen Stavros-Niarchos-Park im Herzen von Athen gegraben. Für 566 Millionen Euro errichtet dort eine Arbeitsgemeinschaft der Baukonzerne Terna aus Griechenland und Impregilo aus Italien das künftige Wahrzeichen der Hauptstadt – das Stavros Niarchos Foundation Cultural Center. Im Gebäude mit 85 000 Quadratmeter Nutzfläche werden dereinst sowohl die Staatsoper als auch die Nationalbibliothek Platz finden. Entworfen hat das Prunkstück der italienische Stararchitekt Renzo Piano (75), der unter anderem das Zentrum Paul Klee in Bern entwarf.

Die gesamte Bausumme spendiert eine Stiftung, die nach dem legendären Reeder mit letztem Wohnsitz in St. Moritz benannt ist. Gestorben ist Stavros Niarchos 1996 in Zürich, wo bis heute etliche Kunstwerke aus seiner berühmten Sammlung im Kunsthaus deponiert sind.

Im Engadin residieren seit Jahrzehnten seine drei Erben, die Söhne Philip (58) und Spyros Niarchos (57) sowie Tochter Maria Isabelle Gouazé. Neben der Niederlassungsbewilligung haben sie auch Villen am Suvrettahang sowie den umfänglichen Grundbesitz rund um die Häuser ihrer Grand Hotels Engadinerkulm Holding übernommen. Für ihre diversen Stiftungen sicherten sie sich die Unterstützung durch den früheren CS-Bankier Kurt Arnold, der auch bei der Schweizerischen Bankiervereinigung mitmischte.

Die Finanzierung des Kulturpalastes mit umgerechnet fast 700 Millionen Franken ist zwar die bislang grösste Einzelspende aus den gemeinnützigen Niarchos-Kassen. Gegen eine Milliarde Franken haben die Erben jedoch schon in den letzten 15 Jahren für unterschiedlichste Projekte in der ganzen Welt spendiert, oft auch in der Schweizer Wahlheimat. So gab es im letzten Jahr Zuschüsse gleich an drei Universitäten, nämlich Basel, Freiburg und ­Zürich. In Basel finanziert die Foundation mit griechischen Wurzeln eine Übersetzung von Homers «Ilias» ins Englische. 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Spyros Niarchos

Seit einigen Tagen wird im 42 Hektar grossen Stavros-Niarchos-Park im Herzen von Athen gegraben. Für 566 Millionen Euro errichtet dort eine Arbeitsgemeinschaft der Baukonzerne Terna aus Griechenland und Impregilo aus Italien das künftige Wahrzeichen der Hauptstadt – das Stavros Niarchos Foundation Cultural Center. Im Gebäude mit 85 000 Quadratmeter Nutzfläche werden dereinst sowohl die Staatsoper als auch die Nationalbibliothek Platz finden. Entworfen hat das Prunkstück der italienische Stararchitekt Renzo Piano (75), der unter anderem das Zentrum Paul Klee in Bern entwarf.

Die gesamte Bausumme spendiert eine Stiftung, die nach dem legendären Reeder mit letztem Wohnsitz in St. Moritz benannt ist. Gestorben ist Stavros Niarchos 1996 in Zürich, wo bis heute etliche Kunstwerke aus seiner berühmten Sammlung im Kunsthaus deponiert sind.

Im Engadin residieren seit Jahrzehnten seine drei Erben, die Söhne Philip (58) und Spyros Niarchos (57) sowie Tochter Maria Isabelle Gouazé. Neben der Niederlassungsbewilligung haben sie auch Villen am Suvrettahang sowie den umfänglichen Grundbesitz rund um die Häuser ihrer Grand Hotels Engadinerkulm Holding übernommen. Für ihre diversen Stiftungen sicherten sie sich die Unterstützung durch den früheren CS-Bankier Kurt Arnold, der auch bei der Schweizerischen Bankiervereinigung mitmischte.

Die Finanzierung des Kulturpalastes mit umgerechnet fast 700 Millionen Franken ist zwar die bislang grösste Einzelspende aus den gemeinnützigen Niarchos-Kassen. Gegen eine Milliarde Franken haben die Erben jedoch schon in den letzten 15 Jahren für unterschiedlichste Projekte in der ganzen Welt spendiert, oft auch in der Schweizer Wahlheimat. So gab es im letzten Jahr Zuschüsse gleich an drei Universitäten, nämlich Basel, Freiburg und ­Zürich. In Basel finanziert die Foundation mit griechischen Wurzeln eine Übersetzung von Homers «Ilias» ins Englische. 


Die aktuelle BILANZ

Diese Nationalräte kämpfen für die Wirtschaft. Lesen

Die Top-Beratungsfirmen der Schweiz. Lesen

Swiss-Chef Harry Hohmeister vor dem Abflug. Lesen

Nestlé-Managerin folgt Alibaba-Lockruf. Lesen

«Ich verorte kein Wollen und Können bei Sulzer» Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

  • 1 Jahr (23 Ausgaben) CHF 218.-
  • Halbes Jahr (12 Ausgaben) CHF 118.-
  • Test-Abo (4 Ausgaben) CHF 20.-
    Zu den Abonnementen!

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen