Meistgelesen

Roger Federer: Luxus-Heim ist endlich fertig
Einzug

Swimmingool, Cheminée, rahmenlose Fenster mit Blick auf See und Berge und eine Glaskuppel: Das neue Luxus-Heim von Roger Federer in Wollerau ist bezugsbereit. Kostenpunkt: 10 Millionen Franken. Mehr...

Regionen

Gleich vier der insgesamt 15 neuen Reichsten sind im Kanton Zürich wohnhaft. An erster Stelle steht eine prominente Familie, die mit Schokolade ihr Geld macht. Mehr...

VonStefan Lüscher
Kolumne

Die besten Business-Geschenke zum Danke sagen. Eine Tradition, die nie aus dem Trend kommt. Mehr...

VonNel-Olivia Waga*
Vermögen

2014 war für viele Milliardäre ein glückliches Jahr: Sie steigerten ihr Reichtum um mehrere Milliarden Dollar. Doch im Club der Milliardäre gibt es 2014 auch Verlierer. Mehr...

VonDominic Benz
Who is who: Rolando Benedick
Handel

Er ist in einem Alter, in dem sich andere längst dem Golfen oder dem Rosenzüchten verschrieben haben: Rolando Benedick mischt noch wacker mit an der Valora-Spitze. Mehr...

Denner: Discount im frischen Kleid
Strategie

Backstation und Frischprodukte: Denner-Chef Mario Irminger baut den Discounter zum Vollanbieter um. Bei der Muttergesellschaft Migros wird dies nicht nur gern gesehen. Mehr...

VonUeli Kneubühler
Webauftritt

Zum dritten Mal in Folge setzt sich die Credit Suisse an die Spitze der hiesigen Unternehmen: Keines informiert besser online. Im europäischen Vergleich reicht es aber nicht einmal für die Top Ten. Mehr...

VonCorinna Clara Röttker

Anzeige

AWD: Das Spiel ist aus

Swiss Life gibt ihre serbelnde Finanzberatung AWD auf und integriert die Marke ins eigene Haus.

VonDirk Schütz
07.11.2012

Am 28. November soll es so weit sein: Dann will die Swiss-Life-Konzernleitung an ihrem Investorentag die Integration ihres Finanzberaters AWD in das eigene Haus bekanntgeben. Die Marke AWD soll komplett verschwinden. Auch in der Schweiz sollen die etwa 400 AWD-Berater ihre Finanzprodukte neu unter der Bezeichnung «Swiss Life Best Select» vertreiben. Selbst der Auftritt am letzten November-Mittwoch soll bereits geplant sein: Während Swiss-Life-VR-Präsident Rolf Dörig und sein CEO Bruno Pfister den Investoren die neue Strategie präsentieren, will sich Schweiz-Chef Ivo Furrer den AWD-Mitarbeitern in Zug als ihr neuer Chef vorstellen. Die Machtverhältnisse sind klar: Die sechsköpfige Swiss-Life-Schweiz-Geschäftsleitung bleibt voll erhalten und wird nur durch den bisherigen AWD-Chef Remo Weibel ergänzt. Von den geschätzten 70 AWD-Innendienstmitarbeitern soll etwa die Hälfte eingespart werden. Wenn der Mietvertrag in Zug ausläuft, ist der Umzug nach Zürich geplant. Der bisherige AWD-Aussendienst soll in einer ersten Phase unabhängig bleiben, langfristig aber mit dem Swiss-Life-Vertrieb fusionieren. AWD-Sprecher Max Fischer: «Wir kommentieren keine Gerüchte.»

Die Konzernlenker Dörig und Pfister, die 2008 für AWD 1,9 Milliarden Euro bezahlten, haben das Geschäft nie in den Griff bekommen. Fuhr AWD beim Kauf bei einem Umsatz von 716 Millionen Euro einen Vorsteuer-Gewinn von 83 Millionen ein, so schmolz im vergangenen Jahr das Geschäft auf 560 Millionen Umsatz und 54,2 Millionen Gewinn. Das Image ist auf dem Tiefpunkt. Verantwortlich dafür ist vor allem der Umgang mit den Beschwerdefällen in Deutschland. Früher klärte AWD die vielen Rechtsfälle zum Jahresende mit dem Scheckbuch, um das Image nicht zu gefährden. Swiss Life ficht die Streitigkeiten jedoch aus, um möglichst wenig zu bezahlen, und sieht sich so mit einer Lawine von Klagen konfrontiert. Der Abschreiber auf den Marken­namen dürfte bei 150 bis 200 Millionen Euro liegen. Auch der Name AWD-Arena des Bundesligisten Hannover 96 wird im nächsten Jahr verschwinden. Doch die in Hannover spielenden Schweizer Mario Eggimann und Adrian Nikci werden nicht in einer Swiss-Life-Arena auflaufen: Der Lebensversicherer beendet das ­Sponsoring. 

 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Am 28. November soll es so weit sein: Dann will die Swiss-Life-Konzernleitung an ihrem Investorentag die Integration ihres Finanzberaters AWD in das eigene Haus bekanntgeben. Die Marke AWD soll komplett verschwinden. Auch in der Schweiz sollen die etwa 400 AWD-Berater ihre Finanzprodukte neu unter der Bezeichnung «Swiss Life Best Select» vertreiben. Selbst der Auftritt am letzten November-Mittwoch soll bereits geplant sein: Während Swiss-Life-VR-Präsident Rolf Dörig und sein CEO Bruno Pfister den Investoren die neue Strategie präsentieren, will sich Schweiz-Chef Ivo Furrer den AWD-Mitarbeitern in Zug als ihr neuer Chef vorstellen. Die Machtverhältnisse sind klar: Die sechsköpfige Swiss-Life-Schweiz-Geschäftsleitung bleibt voll erhalten und wird nur durch den bisherigen AWD-Chef Remo Weibel ergänzt. Von den geschätzten 70 AWD-Innendienstmitarbeitern soll etwa die Hälfte eingespart werden. Wenn der Mietvertrag in Zug ausläuft, ist der Umzug nach Zürich geplant. Der bisherige AWD-Aussendienst soll in einer ersten Phase unabhängig bleiben, langfristig aber mit dem Swiss-Life-Vertrieb fusionieren. AWD-Sprecher Max Fischer: «Wir kommentieren keine Gerüchte.»

Die Konzernlenker Dörig und Pfister, die 2008 für AWD 1,9 Milliarden Euro bezahlten, haben das Geschäft nie in den Griff bekommen. Fuhr AWD beim Kauf bei einem Umsatz von 716 Millionen Euro einen Vorsteuer-Gewinn von 83 Millionen ein, so schmolz im vergangenen Jahr das Geschäft auf 560 Millionen Umsatz und 54,2 Millionen Gewinn. Das Image ist auf dem Tiefpunkt. Verantwortlich dafür ist vor allem der Umgang mit den Beschwerdefällen in Deutschland. Früher klärte AWD die vielen Rechtsfälle zum Jahresende mit dem Scheckbuch, um das Image nicht zu gefährden. Swiss Life ficht die Streitigkeiten jedoch aus, um möglichst wenig zu bezahlen, und sieht sich so mit einer Lawine von Klagen konfrontiert. Der Abschreiber auf den Marken­namen dürfte bei 150 bis 200 Millionen Euro liegen. Auch der Name AWD-Arena des Bundesligisten Hannover 96 wird im nächsten Jahr verschwinden. Doch die in Hannover spielenden Schweizer Mario Eggimann und Adrian Nikci werden nicht in einer Swiss-Life-Arena auflaufen: Der Lebensversicherer beendet das ­Sponsoring. 

 


Die aktuelle BILANZ

Glencore feiert teuerste Schweizer Weihnachtsparty. Lesen

Josef Ackermann: Viel Verständnis für Putin. Lesen

Spielzeugmarkt Schweiz: Migros klarer Marktführer. Lesen

Kurze Stippvisite: Dani Graf verlässt Twitter. Lesen

Dunkle Wolken über dem Schweizer Automarkt. Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen