Zurich trauert. Der langjährige
CEO der grössten Schweizer Versicherung ist tot, Martin Senn soll sich laut Medienberichten das Leben genommen haben. «Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Martin Senn hat uns fassungslos gemacht und tief erschüttert», schreibt Zurich in einer Mitteilung. Weiter will sich der Konzern aus Respekt vor den Angehörigen nicht äussern.
Wie kein Zweiter prägte Martin Senn den grössten Schweizer Versicherer. Lange galt der mit 59 Jahren Verstorbene als Star seiner Zunft. Nach wiederholt schlechten Zahlen musste er im Dezember aber seinen Posten als Unternehmenschef nach sechs Jahren räumen.
Mit privaten Einblicken in sein Leben hielt sich Senn gegenüber der Öffentlichkeit zeitlebens zurück. Er galt als bodenständig, leise und unauffällig. Interviews gab er selten.
«Martin who?», titelte die «Bilanz» 2011. Doch schon in der Schulzeit wollte es Senn weit bringen. Er sei als Teenager zielstrebig gewesen und stets reif für sein Alter. Das Schicksal liess ihm auch keine andere Wahl: Als er fünfzehn Jahre alt war, starb seine jüngste Schwester bei einem Unfall. Ein Jahr später sein Vater.