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Jagd auf Homm offenbar eingestellt - Anleger in Angst

Hedge-Fonds-Betrüger Florian Homm, dessen Spuren auch in die Schweiz führen, ist offenbar gefunden. Trotzdem werden die Ermittlungen laut einem Medienbericht vorübergehend eingestellt - weil sich die von Homm geprellten Anleger bedroht fühlen.

07.08.2012

«Jagd auf das Phantom», titelte die «Handelszeitung» erst kürzlich - gemeint war der einst schillernde Fondsmanager Florian Homm, dessen Spuren auch in die Schweiz führen. Privatermittler hatten 1,5 Millionen Euro Kopfgeld ausgesetzt.

Rund eineinhalb Monate später soll Homm in Venezuela aufgespürt worden sein. Doch Privatermittler Josef Resch, der im Auftrag geprellter Anleger unterwegs ist, soll gemäss der «Financial Times Deutschland» («FTD») aufgefordert worden sein, «seine Ermittlungstätigkeit unverzüglich einzustellen». Die Anwälte seiner Auftraggeber begründen den Schritt laut dem Bericht damit, dass ihre Mandantschaft angeblich von unbekannten Personen massiv bedroht worden sei.

Es sei ihnen klargemacht worden, dass diese Bedrohungen «im Zusammenhang mit Ihren Ermittlungstätigkeiten in Sachen Homm stehen», zitiert die Zeitung aus einem ihr vorliegenden Schreiben der Anwälte an Resch.

Anklage der US-Börsenaufsicht

Der frühere Hedge-Fund-Manager Homm ist seit fünf Jahren untergetaucht. «Ich gebe meinen Rücktritt von Absolute Capital Management bekannt», waren die letzten Zeilen, die am 18. September 2007 von ihm zu lesen waren. Verschwunden bleiben mit ihm 152 Millionen Euro an Geldern, die Anleger in seinen Fonds einbezahlt hatten. Die US-Börsenaufsicht SEC klagte den Deutschen 2011 an. 

Nach der Aussetzung des Kopfgeldes seien viele Hinweise bei Privatermittler Resch eingegangen. «Zuletzt häuften sich Tipps aus der Schweiz, über die Homm wohl noch Geschäfte laufen lässt», heisst es in dem «FTD»-Bericht. Banker und ehemalige Unternehmer hätten dabei ihre Hilfe angeboten - viele davon aber gemäss Resch ausschliesslich deshalb, «weil sie wissen wollten, was ich weiss».

«Auf einer Jacht mit einem Schweizer Geschäftsmann»

Resch wurde - bevor er nun zurückgepfiffen wurde - offensichtlich fündig: Homm lebe in einem kleinen Ort bei Caracas, heisst es. In Venezuela soll er vor einer Auslieferung an die verhassten USA sicher sein. «Zurzeit soll Homm in der Karibik sein, auf einer Jacht mit einem Schweizer Geschäftsmann», so die «FTD» weiter.

Nicht nur mit seinen Fondsgeschäften hatte sich Homm ins Rampenlicht gebracht: 2004 war er mit 20 Millionen Euro in den damals in Schieflage sich befindlichen Fussballclub Borussia Dortmund eingestiegen. «Finanzjongleur Homm spekulierte gern auf fallende Kurse und geriet wegen des Verdachts von Kursmanipulationen schon damals ins Visier von Börsenaufsicht und Staatsanwaltschaft», schrieb die «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

(vst/tno)

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Rund eineinhalb Monate später soll Homm in Venezuela aufgespürt worden sein. Doch Privatermittler Josef Resch, der im Auftrag geprellter Anleger unterwegs ist, soll gemäss der «Financial Times Deutschland» («FTD») aufgefordert worden sein, «seine Ermittlungstätigkeit unverzüglich einzustellen». Die Anwälte seiner Auftraggeber begründen den Schritt laut dem Bericht damit, dass ihre Mandantschaft angeblich von unbekannten Personen massiv bedroht worden sei.

Es sei ihnen klargemacht worden, dass diese Bedrohungen «im Zusammenhang mit Ihren Ermittlungstätigkeiten in Sachen Homm stehen», zitiert die Zeitung aus einem ihr vorliegenden Schreiben der Anwälte an Resch.

Anklage der US-Börsenaufsicht

Der frühere Hedge-Fund-Manager Homm ist seit fünf Jahren untergetaucht. «Ich gebe meinen Rücktritt von Absolute Capital Management bekannt», waren die letzten Zeilen, die am 18. September 2007 von ihm zu lesen waren. Verschwunden bleiben mit ihm 152 Millionen Euro an Geldern, die Anleger in seinen Fonds einbezahlt hatten. Die US-Börsenaufsicht SEC klagte den Deutschen 2011 an. 

Nach der Aussetzung des Kopfgeldes seien viele Hinweise bei Privatermittler Resch eingegangen. «Zuletzt häuften sich Tipps aus der Schweiz, über die Homm wohl noch Geschäfte laufen lässt», heisst es in dem «FTD»-Bericht. Banker und ehemalige Unternehmer hätten dabei ihre Hilfe angeboten - viele davon aber gemäss Resch ausschliesslich deshalb, «weil sie wissen wollten, was ich weiss».

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