03.11.2012 | 11:03
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Benefizkonzert für Opfer von «Sandy»

In New York haben am Freitagabend zahlreiche US-Stars bei einem Benefizkonzert für die Opfer von Wirbelsturm «Sandy» gesammelt. Dabei traten unter anderen Bruce Springsteen und Christina Aguilera auf. Derweil hat Obama Benzin-Lieferungen ins Krisengebiet angeordnet.

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Zahlreiche Pop- und Rock-Stars haben an einem Wohltätigkeitskonzert in New York Spenden für die Opfer von Sturm «Sandy» gesammelt. Sängerin Christina Aguilera eröffnete das Spektakel am Freitagabend (Ortszeit) mit ihrem Song «Beautiful».

Mit von der Partie waren unter anderen Bruce Springsteen, Mary J. Blige, Jon Bon Jovi und Sting. Das Konzert war eine Initiative des Fernsehsenders NBC. Der Erlös soll dem Roten Kreuz und anderen Hilfsorganisationen zugute kommen.

Auch die Komödiantin Tina Fey, die Sängerin Mary J Blige, der Schauspieler Danny DeVito, der Talkmaster Jon Stewart, die Schauspielerin Whoopi Goldberg, der Sänger Steven Tyler und seine Band "Aerosmith" traten auf und baten um Spenden.

Für das Rote Kreuz

Die meisten der teilnehmenden Stars stammen ursprünglich aus den betroffenen Gebieten in New York und New Jersey. Christina Aguilera zum Beispiel kommt aus Staten Island, einer New Yorker Gemeinde, die Wirbelsturm «Sandy» bis zur Unkenntlichkeit verwüstet hatte.

«Diese Katastrophe betrifft jeden Menschen auf der Welt», sagte DeVito. Aber die Stars verbreiteten auch Optimismus: «Diese Gegend wird sich wieder aufrappeln», war sich Stewart sicher. »Es geht nicht um die Häuser oder die Stege, es geht um die Menschen. Und da sind hier einige der besten, die ich je kennengelernt habe.»

Alle Spenden gingen an das amerikanische Rote Kreuz. Wie viel Geld zusammenkam, wurde zunächst nicht bekannt. Die Telefone, an denen Spenden abgegeben werden konnten, hätten während der Show aber am laufenden Band geklingelt, betonten die Moderatoren.

New York Marathon abgesagt

Ebenfalls am Freitag wurde bekannt, dass der für Sonntag geplante New York Marathon angesichts der gewaltigen Zerstörungen an der US-Ostküste nicht stattfinden wird. Der Bürgermeister der US-Millionenmetropole, Michael Bloomberg, gab die Absage am Freitagnachmittag (Ortszeit) bekannt.

Hintergrund der Absage ist die Kritik von Opfern des Sturms und anderen Bewohnern der Stadt. Angesichts der Verwüstungen und der noch nicht abgeschlossenen Suche nach Toten sei die Durchführung des Laufs unsensibel, und der Anlass würde Einsatzkräfte von wichtigeren Aufgaben abhalten, hatten Kritiker argumentiert.

Mehr als 45'000 Läufer hatten sich zum New York Marathon angemeldet. Es ist das erste Mal in der 43-jährigen Geschichte, dass das weltbekannte Rennen in New York abgesagt worden ist.

Obama ordnet Treibstoff-Lieferungen an

Die Zahl der Toten nach dem Wirbelsturm stieg bis am Freitag auf mehr als 100. 40 Tote wurden allein in New York geborgen. Noch immer wurde nach Vermissten gesucht. In 15 Bundesstaaten waren am Freitagmorgen noch immer 4,5 Millionen Haushalte ohne Strom, viele auch ohne Wasser und Heizung.

US-Präsident Barack Obama ordnete am Freitag Benzinlieferungen in die von Sturm «Sandy» heimgesuchten Katastrophengebiete an. Das Verteidigungsministerium wurde angewiesen, gut 80 Millionen Liter bleifreies Benzin und Diesel aufzukaufen und auszuliefern.

Dies geht aus einer Mitteilung der US-Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA) vom Freitagabend (Ortszeit) hervor. Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, ordnete dem Sender CNN zufolge mittlerweile eine Benzinrationierung an.

(rcv/sda)

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