Man muss nicht alt und grau, Bankier oder Industrieller sein, um es zu einem Vermögen zu bringen: «Bilanz» präsentiert die 100 (Erfolg-)Reichsten unter 40 aus Wirtschaft und Sport. Diese Zehn gehören dazu: RMS ServiceEugen von Rubinberg, 33 Jahre, 300–350 Millionen Franken
Nichts weniger als das nächste WhatsApp glaubt Eugen von Rubinberg entwickelt zu haben: Sein Messenger DROTR übersetzt 104 Sprachen – in Echtzeit! Mitte Mai wurde die App lanciert, in Zürich, wo seine Firma TIW (Technology Improves the World) ihren Sitz hat. Ein deutsches M&A-Haus berechnete den Wert der Firma, die 75 Mitarbeiter beschäftigt, mit 600 Millionen Euro.Gerry Nitsch zvg Raphaël Gindrat, 29 Jahre, 5–10 Millionen Franken
Das Schweizer Start-up BestMile liefert für autonome Fahrzeugflotten die Management-Software, sodass elektrische Busse je nach Verkehrsaufkommen und Reiseziele die optimale Route fahren. Gegründet haben BestMile Raphaël Gindrat und Anne Mellano im Jahr 2014, beide studierten an der EPFL in Lausanne. Insgesamt 5,5 Millionen Franken haben Investoren schon in das Start-up gesteckt.François Wavre | lundi13 RMS Tej Tadi, 36 Jahre, 20–50 Millionen Franken
2016 schuf Tadi mit MindMaze das erste Schweizer «Unicorn» - ein Start-up, das mehr als eine Milliarde Dollar wert ist. Die entwickelte Virtual-Reality-Brille ist mit einem System zur Gefühlserkennung ausgestattet, die das Erlebnis in der virtuellen Welt intensiviert. Die medizinische Variante für die Rehabilitation von Patienten mit neurologischen Störungen ist bereits im Einsatz.Gian-Marco Castelberg RMS Vincent Forster (l.), 32 Jahre, 2–5 Millionen Franken
Die von Bioingenieur Forster mit zwei Partnern gegründete Versantis entwickelt ein Medikament, das Giftstoffe aus dem Blut entfernt. So lassen sich bestimmte Formen von Lebererkrankungen schneller behandeln. Die Lancierung ist für 2023 geplant. Bereits sind Investoren aufgesprungen. Versantis ist ein Spin-off der ETH Zürich und noch immer an der Hochschule domiziliert.Tina Sturzenegger RMS DigitalKristina Bazan, 23 Jahre, 2–5 Millionen FrankenMit ihrem Modeblog Kayture ist die Genferin ein Star in der Fashionszene. Allein auf Instagram zählt sie 2,4 Millionen Follower. Endgültig zur Stilikone wurde sie, als «Forbes» sie zur zweiteinflussreichsten Person in der Kategorie «Art & Styles» kürte. Pro Post soll die Branche 5000 bis 20 000 Dollar springen lassen. Jährlich dürfte sie auf einen höheren sechsstelligen Betrag kommen. Keystone RMS SportNino Niederreiter, 24 Jahre, 10–20 Millionen Franken
Der Churer gilt als eines der grössten Talente des Schweizer Eishockeys. Nach Stationen beim EHC Chur und beim HC Davos wechselte er als gerade mal 16-jähriger in die USA. Seit 2010 spielt er in der Spitzenliga NHL; zuerst stürmte er für die New York Islanders, in den letzten drei Jahren scorte Niederreiter für die Minnesota Wild. Pro Saison verdiente er 2,7 Millionen Dollar.Keystone RMS Roger Federer, 35 Jahre, 400-450 Millionen FrankenIm Sport hat die Schweiz nicht weniger als 22 Multimillionäre vorzuweisen. Kaum überraschend hält Tenniscrack Roger Federer mit geschätzten 400 bis 450 Millionen den Spitzenplatz. Keystone RMS Xherdan Shaqiri, 25 Jahre, 10–20 Millionen Franken
Seit August 2015 steht Xherdan Shaqiri bei Stoke City in der englischen Premier League unter Vertrag. Doch wie schon beim vorherigen Arbeitgeber Inter Mailand leidet Shaqiri unter Muskelverletzungen und muss die Spiele seines Teams öfters von der Bank aus verfolgen. Doch wenn der 25-Jährige über den Rasen spurtet, weiss er immer noch zu begeistern – auch im Dress der Schweizer Nati.Keystone RMS ErbenNathalie Felber, 37 Jahre, 10–20 Millionen FrankenDie Dietiker-Chefin konnte sich die exklusiven Rechte an den «Les Couleurs»-Farben von Le Corbusier für Holzmöbel sichern. Für die schaukelnden Stühle der Linie gewann Dietiker 2016 am Designers’ Saturday in Langenthal gegen 70 andere Aussteller Gold. Seit 1873 entwirft und vertreibt die Firma Sitzmöbel und Tische hauptsächlich für den Healthcare- und Konferenzbereich.Bilder: René Ruis RMS Caroline Forster, 36 Jahre, 10–20 Millionen Franken
Stickereien sind das Hauptgeschäft der Forster Rohner Gruppe. Daneben hat das St. Galler Familienunternehmen unter der Doppelleitung von Caroline und ihrem Bruder Emanuel eine Sticktechnik entwickelt, um LED-Leuchten in Stoffe zu integrieren. Caroline Forster ist zudem Geschäftsführerin der Tochterfirma Inter-Spitzen, die auf Stickereien für Damen-Lingerie spezialisiert ist. Bilder: René Ruis RMS