Meistgelesen

Eine Liebesbeziehung zu den alten Vögeln
Boeing 747

British Airways ist mittlerweile der grösste Betreiber der Boeing 747. Doch während die Airline ihre Flotte überholt, konnte es der Konkurrenz nicht schnell genug gehen, den Jumbo auszumustern. Mehr...

Risiko Ehe: Wenn die Scheidung zum teuren Geschäft wird
Risiko Ehe

Sie kosten Nerven und viel Geld: ­Managerscheidungen. Mit einem ­Ehevertrag ist zwar das Vermögen gesichert. Ein Garant für die ­reibungslose Trennung ohne Millionenzahlung ist er allerdings nicht. Mehr...

VonMaren Meyer
Video

Queensize-Betten, Lederpolster und viel Platz: Edle Wohnmobile sind ausgestattet wie eine moderne Luxusappartement. Kostenpunkt: Bis zu einer Million Euro. Mehr...

Warren Buffett setzt auf steigende Benzinpreise
Investments

Warren Buffett setzt auf Benzin: Der US-Börsenguru ist zum grössten Aktionär beim Raffinerie-Unternehmen Phillips 66 aufgestiegen. Seine Holding Berkshire besitzt nahezu 58 Millionen Aktien. Mehr...

Warum die Schweiz kein Sillicon Valley ist
Start-ups

Für Jungunternehmen ist die Schweiz ein Eldorado - doch nicht für alle. Vor allem Internet-Start-ups haben hierzulande Schwierigkeiten sich zu etablieren. Sie scheitern an einem grundlegenden Problem. Mehr...

Peter Löscher: Der Feuer-Löscher von Sulzer
Machtnetz

Mit den Turbulenzen um Sulzer kommt Präsident und Renova-Chef Peter Löscher erstmals aus der Deckung. Mehr...

VonMark Kowalsky
Ein Smartphone nur mit Einladung und Warteliste
Begehrt

Ein Smartphone OnePlus 2 zu ergattern, ist kein Leichtes; 4,5 Millionen Nutzer stehen auf der Warteliste. Das Erfolgsrezept: Günstige Hardware zum Spitzenpreis und eine knapp gehaltene Einladungsliste Mehr...

VonSTEPHAN DÖRNER («DIE WELT»)

Anzeige

Aktionariat

Ethos-Stiftung: Holpriger Abgang

Dominique Biedermann, «Robin Hood der Anleger», organisiert seinen Abschied – nicht ganz vorbildlich.

VonLeo Müller
23.10.2013

Er ist Mitgründer und Initiant der Ethos-Stiftung für nachhaltige Entwicklung und seit 1997 dabei. Und er ist das ­Gesicht der Kleinaktionäre an den Generalversammlungen der Grosskonzerne, mittlerweile der wichtigste Kämpfer für Aktionärsrechte in der Schweiz. «Robin Hood der Anleger» wird Dominique ­Biedermann (55) genannt oder der «höfliche Firmenschreck».

Nun hat Biedermann seinen Rücktritt vom Amt des Direktors bei der Ethos-Stiftung angekündigt, 18 Monate im ­Voraus. Ganz im Sinn der modernen ­Corporate Governance ist es aber nicht, dass er im Frühjahr direkt für das Präsidentenamt der Stiftung kandidieren will. Der heutige Präsident Kaspar ­Müller (61) wird dann abtreten – einfach weil es Zeit für einen Wechsel sei. «Wie wir es von den Unternehmen ­verlangen, so zählt es auch bei uns zu den wichtigsten Pflichten des Prä­sidenten, rechtzeitig die Nachfolge zu ­regeln», erklärt Müller.

Wirkung und Auftritt der Stiftung sind mit der Person Biedermann verknüpft. Er war das «Gesicht» von Ethos. Daher wird es künftig darauf ankommen, ob ein ­profilierter Direktor die Corporate-Governance-Anliegen in der Öffentlichkeit vertreten oder Biedermann als ­Präsident diese Rolle weiterhin ausüben wird. «Es ist noch völlig offen, wer künftig für Ethos in den Medien und an den Generalversammlungen auftritt», sagt Müller. Man habe nun genug Zeit, das Prozedere zu regeln und einen Kandi­daten ­auszusuchen.

Für einen aufreibenden Job ist das Präsidentenamt allerdings schlecht dotiert: Müller erhielt bis anhin als Präsident der Stiftung und der nahe stehenden Ethos Services gesamthaft 118 000 Franken jährlich. Hingegen wird im Jahresbericht der Ethos Services der Personalaufwand für den Direktor und seine 15 Mitarbeiter nur gesamthaft mit 2,8 Millionen Franken publiziert.

Müller und Biedermann sind Weg­gefährten seit der ersten Stunde, sämt­liche Gespräche mit den Topshots der Schweizer Konzerne führen sie gemeinsam. Mit zwei Genfer Pensionskassen hatten sie die Stiftung gestartet, inzwischen treten sie für 149 institutionelle Grossinvestoren an den GVs an. 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Aktionäre Ethos

Er ist Mitgründer und Initiant der Ethos-Stiftung für nachhaltige Entwicklung und seit 1997 dabei. Und er ist das ­Gesicht der Kleinaktionäre an den Generalversammlungen der Grosskonzerne, mittlerweile der wichtigste Kämpfer für Aktionärsrechte in der Schweiz. «Robin Hood der Anleger» wird Dominique ­Biedermann (55) genannt oder der «höfliche Firmenschreck».

Nun hat Biedermann seinen Rücktritt vom Amt des Direktors bei der Ethos-Stiftung angekündigt, 18 Monate im ­Voraus. Ganz im Sinn der modernen ­Corporate Governance ist es aber nicht, dass er im Frühjahr direkt für das Präsidentenamt der Stiftung kandidieren will. Der heutige Präsident Kaspar ­Müller (61) wird dann abtreten – einfach weil es Zeit für einen Wechsel sei. «Wie wir es von den Unternehmen ­verlangen, so zählt es auch bei uns zu den wichtigsten Pflichten des Prä­sidenten, rechtzeitig die Nachfolge zu ­regeln», erklärt Müller.

Wirkung und Auftritt der Stiftung sind mit der Person Biedermann verknüpft. Er war das «Gesicht» von Ethos. Daher wird es künftig darauf ankommen, ob ein ­profilierter Direktor die Corporate-Governance-Anliegen in der Öffentlichkeit vertreten oder Biedermann als ­Präsident diese Rolle weiterhin ausüben wird. «Es ist noch völlig offen, wer künftig für Ethos in den Medien und an den Generalversammlungen auftritt», sagt Müller. Man habe nun genug Zeit, das Prozedere zu regeln und einen Kandi­daten ­auszusuchen.

Für einen aufreibenden Job ist das Präsidentenamt allerdings schlecht dotiert: Müller erhielt bis anhin als Präsident der Stiftung und der nahe stehenden Ethos Services gesamthaft 118 000 Franken jährlich. Hingegen wird im Jahresbericht der Ethos Services der Personalaufwand für den Direktor und seine 15 Mitarbeiter nur gesamthaft mit 2,8 Millionen Franken publiziert.

Müller und Biedermann sind Weg­gefährten seit der ersten Stunde, sämt­liche Gespräche mit den Topshots der Schweizer Konzerne führen sie gemeinsam. Mit zwei Genfer Pensionskassen hatten sie die Stiftung gestartet, inzwischen treten sie für 149 institutionelle Grossinvestoren an den GVs an. 


Die aktuelle BILANZ

Diese Nationalräte kämpfen für die Wirtschaft. Lesen

Die Top-Beratungsfirmen der Schweiz. Lesen

Swiss-Chef Harry Hohmeister vor dem Abflug. Lesen

Nestlé-Managerin folgt Alibaba-Lockruf. Lesen

«Ich verorte kein Wollen und Können bei Sulzer» Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

  • 1 Jahr (23 Ausgaben) CHF 218.-
  • Halbes Jahr (12 Ausgaben) CHF 118.-
  • Test-Abo (4 Ausgaben) CHF 20.-
    Zu den Abonnementen!

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen