Meistgelesen

André Maeder greift an - von Nord und Süd
Edelkaufhäuser

Der Schweizer André Maeder will mit seinen Edelkaufhäusern aus Deutschland und Italien angeblich per Übernahmen in den Schweizer Markt eindringen. Doch wen könnten die Deutsch-­Italiener angreifen? Mehr...

VonDirk Ruschmann
Ferienhaus mieten oder kaufen - das raten Experten
Tipps

Ob Toskana oder Südfrankreich - viele Schweizer träumen vom eigenen Ferienhaus. Der ausländische Immobilienmarkt lockt zugleich mit serbelnden Preisen, doch Experten warnen und geben Tipps. Mehr...

SMI: Die bisherigen Top-Performer im Jahr 2015
Halbzeit

Das Jahr 2015 ist zur Hälfte um. Zeit im SMI Bilanz zu ziehen. Ein Überblick über die Tops, Flops und Favoriten. Mehr...

VonWolfgang Hagl
Siegeraktien: Diese Titel steigen und steigen
Kursgewinne

Die Überflieger für Börsianer: Es gibt Aktien, die sind wahre Dauerläufer, denn sie ziehen über viele Jahre stetig nach oben. Dabei haben die Firmen neben den hohen Kursgewinnen noch etwas gemeinsam. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
Franziska Gsell: Von Strümpfen zu Uhren
Wechsel

Nicht mehr CEO, aber mit mehr Munition ausgestattet: Anfang Jahr verliess CEO Franziska Gsell den Strumpfhersteller Fogal. Nun ist auch klar, wohin sie sich absetzte. Mehr...

VonDirk Ruschmann
Diese Chefs lassen sich fürstlich entlohnen
Europa

VW-Chef Martin Winterkorn verpasst mit seinem Lohn die 15-Millionen-Euro-Marke. Topverdiener ist er in Europa trotzdem, verfolgt von gleich fünf Schweizer-CEOs in den Top Ten. Mehr...

Aus Grün wird Gold: Wie Bio die Börse erobert
Derivate

Megatrend Bio: Schweizer konsumieren weltweit am fleissigsten Bioprodukte. Vom grossen Wachstumspotenzial sollen nun auch die Anleger in der Schweiz profitieren können - dank Credit Suisse und ZKB. Mehr...

VonWolfgang Hagl

Anzeige

Aktionariat

Ethos-Stiftung: Holpriger Abgang

Dominique Biedermann, «Robin Hood der Anleger», organisiert seinen Abschied – nicht ganz vorbildlich.

VonLeo Müller
23.10.2013

Er ist Mitgründer und Initiant der Ethos-Stiftung für nachhaltige Entwicklung und seit 1997 dabei. Und er ist das ­Gesicht der Kleinaktionäre an den Generalversammlungen der Grosskonzerne, mittlerweile der wichtigste Kämpfer für Aktionärsrechte in der Schweiz. «Robin Hood der Anleger» wird Dominique ­Biedermann (55) genannt oder der «höfliche Firmenschreck».

Nun hat Biedermann seinen Rücktritt vom Amt des Direktors bei der Ethos-Stiftung angekündigt, 18 Monate im ­Voraus. Ganz im Sinn der modernen ­Corporate Governance ist es aber nicht, dass er im Frühjahr direkt für das Präsidentenamt der Stiftung kandidieren will. Der heutige Präsident Kaspar ­Müller (61) wird dann abtreten – einfach weil es Zeit für einen Wechsel sei. «Wie wir es von den Unternehmen ­verlangen, so zählt es auch bei uns zu den wichtigsten Pflichten des Prä­sidenten, rechtzeitig die Nachfolge zu ­regeln», erklärt Müller.

Wirkung und Auftritt der Stiftung sind mit der Person Biedermann verknüpft. Er war das «Gesicht» von Ethos. Daher wird es künftig darauf ankommen, ob ein ­profilierter Direktor die Corporate-Governance-Anliegen in der Öffentlichkeit vertreten oder Biedermann als ­Präsident diese Rolle weiterhin ausüben wird. «Es ist noch völlig offen, wer künftig für Ethos in den Medien und an den Generalversammlungen auftritt», sagt Müller. Man habe nun genug Zeit, das Prozedere zu regeln und einen Kandi­daten ­auszusuchen.

Für einen aufreibenden Job ist das Präsidentenamt allerdings schlecht dotiert: Müller erhielt bis anhin als Präsident der Stiftung und der nahe stehenden Ethos Services gesamthaft 118 000 Franken jährlich. Hingegen wird im Jahresbericht der Ethos Services der Personalaufwand für den Direktor und seine 15 Mitarbeiter nur gesamthaft mit 2,8 Millionen Franken publiziert.

Müller und Biedermann sind Weg­gefährten seit der ersten Stunde, sämt­liche Gespräche mit den Topshots der Schweizer Konzerne führen sie gemeinsam. Mit zwei Genfer Pensionskassen hatten sie die Stiftung gestartet, inzwischen treten sie für 149 institutionelle Grossinvestoren an den GVs an. 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Aktionäre Ethos

Er ist Mitgründer und Initiant der Ethos-Stiftung für nachhaltige Entwicklung und seit 1997 dabei. Und er ist das ­Gesicht der Kleinaktionäre an den Generalversammlungen der Grosskonzerne, mittlerweile der wichtigste Kämpfer für Aktionärsrechte in der Schweiz. «Robin Hood der Anleger» wird Dominique ­Biedermann (55) genannt oder der «höfliche Firmenschreck».

Nun hat Biedermann seinen Rücktritt vom Amt des Direktors bei der Ethos-Stiftung angekündigt, 18 Monate im ­Voraus. Ganz im Sinn der modernen ­Corporate Governance ist es aber nicht, dass er im Frühjahr direkt für das Präsidentenamt der Stiftung kandidieren will. Der heutige Präsident Kaspar ­Müller (61) wird dann abtreten – einfach weil es Zeit für einen Wechsel sei. «Wie wir es von den Unternehmen ­verlangen, so zählt es auch bei uns zu den wichtigsten Pflichten des Prä­sidenten, rechtzeitig die Nachfolge zu ­regeln», erklärt Müller.

Wirkung und Auftritt der Stiftung sind mit der Person Biedermann verknüpft. Er war das «Gesicht» von Ethos. Daher wird es künftig darauf ankommen, ob ein ­profilierter Direktor die Corporate-Governance-Anliegen in der Öffentlichkeit vertreten oder Biedermann als ­Präsident diese Rolle weiterhin ausüben wird. «Es ist noch völlig offen, wer künftig für Ethos in den Medien und an den Generalversammlungen auftritt», sagt Müller. Man habe nun genug Zeit, das Prozedere zu regeln und einen Kandi­daten ­auszusuchen.

Für einen aufreibenden Job ist das Präsidentenamt allerdings schlecht dotiert: Müller erhielt bis anhin als Präsident der Stiftung und der nahe stehenden Ethos Services gesamthaft 118 000 Franken jährlich. Hingegen wird im Jahresbericht der Ethos Services der Personalaufwand für den Direktor und seine 15 Mitarbeiter nur gesamthaft mit 2,8 Millionen Franken publiziert.

Müller und Biedermann sind Weg­gefährten seit der ersten Stunde, sämt­liche Gespräche mit den Topshots der Schweizer Konzerne führen sie gemeinsam. Mit zwei Genfer Pensionskassen hatten sie die Stiftung gestartet, inzwischen treten sie für 149 institutionelle Grossinvestoren an den GVs an. 


Die aktuelle BILANZ

Schneider-Ammann baut Innovations-Förderung aus. Lesen

Frankenschock: Elend statt Jubeljahr im Güterverkehr. Lesen

Jürg Bucher: «Das ist der falsche Weg». Lesen

Historische Premiere für Mieter. Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis