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Who is who

Who is who: Jean-Claude Biver

Jean-Claude Biver trug entscheidend zur Wiedergeburt der Uhrenbranche bei. Mit Blancpain und Hublot führte er zwei Traditionsmarken in die schwarzen Zahlen. Dabei gehört sein Herz der Landwirtschaft.

Jean-Claude Biver
Im Jahr 2010 wurde Hublot der erste Official Timekeeper der FIFA und der nächsten beiden Fussballweltmeisterschaften. Biver freut's.
Jean-Claude Biver mit einer limitierten King Power Uefa Euro 2012 Uhr. Hublot war 2008 die erste Luxusmarke die eine Fussball-Partnerschaft einging.
Neben dem Uhrenbusiness interessiert sich Biver für die Landwirtschaft. Hier ist er als Pate bei der Weinlese im Gut «La Vigne a Gilles» bei Saint-Saphorin dabei.
Auch als (Hobby-)Winzer macht der gebürtige Luxemburger eine gute Figur.
Jean-Claude Biver produziert auf seinem Bauernhof jährlich rund fünf Tonnen Alpkäse, den er an Freunde, Familie und bestimmte Restaurants seiner Wahl kostenlos abgibt.
Der Uhrenpatron an einem Charity-Skirennen mit Fürst Albert von Monaco.
Vor dem Fussball sponserte Hublot den Automobil-Rennsport. Biver und Rennfahrer Olivier Maximin präsentieren 2007 einen Hublot Super Cup Porsche.Bilder Keystone
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Als CEO machte Jean-Claude Biver Hublot weltberühmt und rentabel. RMS

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Jean-Claude Biver kann mit Fug und Recht als Wirbelwind der Uhrenbranche bezeichnet werden. Dem gebürtigen Luxemburger nimmt man ohne Zögern ab, dass er seinen Job aus reinem Spass macht. In einem Bauernhof im Vallée de Joux erlebte der heute 64-Jährige, wie sich die Uhrenindustrie nach der schweren Krise der achtziger Jahre wieder zu ungeahnten Höhenflügen aufschwang. Biver arbeitete zunächst bei Audemars Piguet, fiel dann bei Omega durch sein Marketing-Geschick auf. Zum Wiederaufstieg der Uhrenbranche trug er entscheidend bei, indem er zwei brachliegende Marken, zunächst Blancpain, dann Hublot, weltberühmt und rentabel machte. Blancpain existierte nur noch als Name, als Biver die Marke 1981 für ein paar tausend Franken kaufte. Hublot dümpelte vor sich hin. Blancpain verkaufte er 1992 an die Swatch Group, Hublot 2008 an LVMH. Seither amtet er dort nur noch als VR-Präsident.
Doch Jean-Claude Biver kommt nicht zur Ruhe. Im Oktober machte er wieder von sich reden, als er sein Interesse an einem Kauf der welschen Zeitung «Le Temps» bekanntgab, nachdem Ringier und Tamedia angekündigt hatten, sich von ihren Anteilen zu trennen. Geld verdienen dürfte der Unternehmer (sein Vermögen wird auf 100 bis 150 Millionen Franken geschätzt) damit kaum: «Gewinn ist sekundär. Ich mache es eher als Sponsor der Region. Es ist soziale, wirtschaftliche, politische Verantwortung. Es ist etwas Patriotisches!», so Biver. Am Ende seiner Karriere müsse man etwas vom Erreichten weitergeben.

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Alljährlich zelebriert Biver den Alpabzug der Kühe, die er nebst einem Hof oberhalb von Vevey besitzt. Er dürfte der einzige Uhrenbaron sein, der im Nebenerwerb Käse produziert. Rund fünf Tonnen sind es jedes Jahr.
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