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Populismus

«Was Trump macht, wurde in der Schweiz erfunden»

Michael Hermann forscht zum Phänomen des Populismus. Der Politik-­Experte
­ erklärt, warum die Schweiz Vorreiter der Populismuswelle ist und wie Populisten am ehesten aufzuhalten sind.

Interview vonHolger Alich
10.01.2017
Diskussion
- Kommentare
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Herr Hermann, steht Donald Trumps Erfolg sinnbildlich für den Aufstieg der Populisten in der Welt?
Ja. Trumps Erfolg beruht wie schon der Brexit-Entscheid auf einer Kombi­nation aus subjektiven Ab­stiegs­ängsten und den Sorgen über reale Umbrüche, wie zum Beispiel Strukturwandel, steigende Migration und den Bedeutungsverlust der traditionellen Arbeitsformen. Trumps Wähler sind indes nicht nur die Abgehängten. Im Schnitt verdienen sie mehr als die Anhänger Clintons. Sprich, sie glauben, sich eine Politik leisten zu können, bei der es nicht um die Leistung der Volkswirtschaft geht, sondern um Identitätsfragen. Man kann es sich sozusagen leisten, den Populisten Raum zu gewähren.

Sind diese Abstiegssorgen denn unberechtigt?
Historisch betrachtet sind das Phantomschmerzen. Die gefühlte Lage ist schlechter als die reale Lage, denn nie hatten wir eine so lange Zeit von Wohlstand und Sicherheit. Aber genau das löst ­Verlustängste aus. Es gibt das Gefühl, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Und die Politik reagiert zunehmend mit Ersatzhandlungen auf diese Ängste. Das ist zum Beispiel in der Schweiz zu beobachten. Trotz Zuwanderung ist die Arbeitslosigkeit hierzulande ja sehr tief. Dennoch sorgen sich die Menschen stärker wegen der Folgen der Zuwanderung als wegen der Folgen der Digitalisierung, die viel grössere Auswirkungen auf die Arbeitsplätze haben wird.

Die Schweiz als Vorreiter der Populismus-Welle?
Absolut. Was Trump heute macht, wurde quasi in der Schweiz erfunden, sprich die Forderung nach Abgrenzung und Begrenzung der Zuwanderung. Die Migrationsangst war lange ein europäisches Phänomen, das nun in den USA angekommen ist.

Sind Populisten überhaupt aufzuhalten?
Populisten sind erfolgreich, weil sie auf schwierige ­Fragen einfache Antworten bieten. Dafür gibt es kein einfaches Gegenmittel. Am ehesten hilft es, Populisten mit harten Fakten offensiv entgegenzutreten. Dadurch kann man vielleicht einen Teil ihrer Wähler zurückgewinnen.

Michael Hermann ist Geschäftsführer des Instituts Sotomo. Er analysiert politische Trends und forscht zum Phänomen des Populismus.


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