Sergio Ermotti: Durchbruch für UBS-Abbauplan in Sydney

UBS-Chef Sergio Ermotti hat sich mit seinem Abbauplan bei einem Treffen in Sydney durchgesetzt. Die Konzernleitung diskutierte auch eine noch drastischere Variante. Die Stellenstreichungen bei der Grossbank könnten derweil umfangreicher ausfallen als bisher bekannt.

VonDirk Schütz
01.11.2012

UBS-Chef Sergio Ermotti erzielte gemäss BILANZ den Durchbruch für seinen Abbauplan Ende September bei der Verwaltungsrats-Sitzung in Sydney. Dort wurde auch über die komplette Schliessung der Investmentbank diskutiert, doch sie wurde wegen zu hoher Folgekosten verworfen.

Von den realistischen Szenarien war der verabschiedete Plan der radikalste. Die zehnköpfige Konzernleitung unterstützte das Vorhaben einstimmig. Intern geht man davon aus, dass am Ende des Programms im Jahr 2015 die Mitarbeiterzahl sogar nur bei 50'000 liegen könnte. Die UBS hatte am Dienstag den Abbau der Belegschaft von 64'000 auf 54'000 Mitarbeiter bekannt gegeben.

Auch die Investmentbank könnte noch weiter redimensioniert werden als angekündigt: Statt wie bekanntgegeben 30 Prozent, würde sie am Ende nur noch 20 Prozent des Eigenkapitals beanspruchen.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der BILANZ, ab Freitag am Kiosk.

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Sergio Ermotti UBS

UBS-Chef Sergio Ermotti erzielte gemäss BILANZ den Durchbruch für seinen Abbauplan Ende September bei der Verwaltungsrats-Sitzung in Sydney. Dort wurde auch über die komplette Schliessung der Investmentbank diskutiert, doch sie wurde wegen zu hoher Folgekosten verworfen.

Von den realistischen Szenarien war der verabschiedete Plan der radikalste. Die zehnköpfige Konzernleitung unterstützte das Vorhaben einstimmig. Intern geht man davon aus, dass am Ende des Programms im Jahr 2015 die Mitarbeiterzahl sogar nur bei 50'000 liegen könnte. Die UBS hatte am Dienstag den Abbau der Belegschaft von 64'000 auf 54'000 Mitarbeiter bekannt gegeben.

Auch die Investmentbank könnte noch weiter redimensioniert werden als angekündigt: Statt wie bekanntgegeben 30 Prozent, würde sie am Ende nur noch 20 Prozent des Eigenkapitals beanspruchen.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der BILANZ, ab Freitag am Kiosk.

Meistgelesen

Russische Milliardäre verzweifeln an Putin
Sanktionen

Nach dem Abschuss der Malaysia Airline geht bei den russischen Milliardären die Angst um: In der Wirtschaftselite herrscht Panik, Investoren ziehen ihr Geld ab. Die Angst scheint begründet. Mehr...

VonGabriel Knupfer
BMW X4: Braver Bad Boy
Fahrtest

BMW entdeckt mit dem X4 ein neues Erfolgsrezept: den freundlicheren Offroader. Mehr...

Ferienimmobilien

In Thailand lahmt der Immobilienmarkt mit den Westlern: Die Krise hat viele ausländische Investoren zurück geschreckt, dennoch sinken die Preise für Ferienimmobilien an den beliebten Badeorten nicht. Mehr...

VonFrederic Spohr
Schweiz

Verspottet als Wasserköpfe und Bullshit Castles. Bedroht durch Smartphone und Home Office. Trotzdem stehen sie stärker da als je zuvor: Firmenhauptsitze werden zur gebauten Corporate Identity. Mehr...

VonKöbi Gantenbein* und Andreas Güntert
Daimler: «Langweilig, aber gut»
Gewinn

Daimler pirscht sich mit zahlreich neuen Modellen langsam an die Erzrivalen BMW und Audi heran - mit einer Modelloffensive, die bei der Konkurrenz gerade erst begonnen hat. Mehr...

Kaffeeröstereien: Boom der Bohnen
Schweiz

Kaffee mit Herkunft, Geschichte und seltenen Aromen abseits der Massenware ist en vogue. Das befeuert die Szene der Mikro-Kaffeeröstereien. Auf Feldforschung im Röster-Reich Schweiz. Mehr...

VonAndreas Güntert und Karin Kofler
Rangliste

Die Branche der Vermögensverwalter befindet sich weltweit im Aufwärtstrend. Nun hat die britische Beratungsfirma Scorpio Partnership die «Global Private Banking Benchmark 2014» veröffentlicht. Mehr...


Die aktuelle BILANZ

Aktuelle Ausgabe

Jörg Reinhardt: «Spielraum mehr zu verändern» Lesen

Grosse Ziele für den neuen Pilatus-Business-Jet. Lesen

Elektromobilität: Mehr Power für Thömu. Lesen

Lombardi: «Demokratie vor Missbrauch schützen» Lesen

Gurlitt-Erbe: Bund soll sich an Kosten beteiligen. Lesen

Ex-UBS-Chefökonom gründet neue Firma. Lesen

 

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.
Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen