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Giardina 2016

Die neuesten Trends für Ihren Garten

Romantik im Garten – das kann vieles bedeuten: weiche Formen, einen bunten Farbenmix, aber auch Einsatz von Beton. Wie zwei grosse Gartengestalter den Romantik-Trend konkret umsetzen.

VonCynthia Castritius
22.02.2016
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Der Trend zur Romantik führt die Gartengestaltung geradewegs dorthin, wo die Winkler & Richard AG aus Wängi längst wartet: Corinne Röthlisberger von Winkler & Richard sagt, den bisher vorherrschenden Stil steriler Formen und strenger Strukturierung habe ihre Firma nie aufgenommen: «Bei unseren Gärten spielt seit je das Geschwungene und Verspielte eine Rolle, auch wenn es 2016 noch ein wenig bunter wird.»

Was den Gartenliebhaber erwartet, ist laut Röthlisberger vor allem ein «Mix and Match» aus knalligen und dezenteren Grüntönen, in Kombination mit verschiedensten Blütenarten. «Wir werden mit der neu entdeckten Romantik alle diejenigen ansprechen, die Pflanzen und Vielfalt im Garten vermisst haben. Der Trend geht weg von der Eintönigkeit», erklärt sie.

Zurück zum Rustikalen

Neben der Flora findet auch die Fauna dieses Jahr wieder stärkere Beachtung bei Winkler & Richard: Bienen, Vögel und vor allem Schmetterlinge – das Sinnbild der Romantik – sollen die neuen Gärten besuchen und in Vielzahl bevölkern.

Im Bereich naturbelassener Gartenanlagen kann die Firma auf ein seit den 1980er Jahren kultiviertes Wissen zurückgreifen. Über 100 Naturteiche und bereits vier Gold­Awards der Giardina kann das nach eigenen Angaben führende Naturgartenunternehmen in Europa vorweisen.

Revival der Pergola

Als Aussteller will sich die Firma auf der Giardina naturverbunden und romantischer als sonst präsentieren. Dafür wird ein ganz besonderes Element der Gartenanlage ins Zentrum gerückt: die Pergola. Diese offene, auf vier Streben thronende Überdachung gehört beinahe zur Grundausstattung des romantischen Gartens: Mit naturbelassenem Holz als Basiselement kann die Strenge der kubischen Grundform der Pergola durch Stoffelemente, Pflanzenkübel, Kletterpflanzen und Ranken aufgebrochen werden.

Röthlisberger sieht im Revival der hölzernen Pergola auch eine Neuinterpretation des Materials Holz. «Der Trend insgesamt geht zum Naturprodukt Holz in seiner rustikalen, unveredelten Form. Man könnte sagen: aus dem Wald direkt in den heimischen Garten.»

Spiegel der Sehnsucht

Wenn Tanja Casparis von Zingg Gartengestaltung von moderner Romantik spricht, kommt sie ins Schwärmen. Für den Garten als Gegenwelt zum hektischen Alltag der menschlichen Lebenswelt Fallen ihr sofort die Begrifflichkeiten «Behaglichkeit» und «Weichheit» ein: «Der Garten ist ein Spiegel der Sehnsucht, und die Wünsche der Kunden äussern sich verstärkt durch ein Zurückkehren an den Ort der Natur.»

Damit aus dem Garten ein Zufluchtsort werde, komme es auf die richtige Umsetzung an, so Casparis. Die Gesamtkomposition von Pflanzen und Naturmaterialien sei entscheidend. Dabei gebe es kein richtig oder falsch, selbst ein laubloser Baum müsse nur «richtig in Szene gesetzt werden». Wege dürften sich auflösen, und «die Auswahl der Gehölze und Blütenstauden sollte runden, organischen Formen folgen», erklärt Casparis.

Überraschendes Material findet Verwendung

Zingg orientiert sich beim Romantiktrend am Credo: Der Garten soll ein Erlebnis sein. Die Persönlichkeit des Gartenbesitzers muss aber auch erkennbar sein. Casparis erklärt: «Der Kunde sucht sich den Planer seines Gartens ja selber aus. Er verlässt sich darauf, dass seine Ideen von uns umgesetzt werden.»

Bei den Materialien im romantischen Garten darf für Zingg – so überraschend es klingen mag – auch Beton als Komponente nicht fehlen. Zingg Gartengestaltung arbeitet seit Jahren mit der Firma Creabeton Baustoff zusammen. Auf der diesjährigen Giardina präsentieren sich die beiden Unternehmen mit einer gemeinsamen Ausstellung.

Die Vorteile von Beton

«Wer an Beton denkt, hat meist eine komplett andere Vorstellung als die tatsächliche Art, wie wir ihn im Garten einsetzen», erläutert Bruno Ruesch von Creabeton. «Viele unserer Produkte präsentieren wir wie Naturstein.» Wie Ruesch erklärt, liegt der Vorteil von Beton gegenüber echtem Naturstein bei der Standardisierung: In der gewünschten Form, etwa für Bodenpflaster oder zum Verlegen von Wegen, lassen sich beliebig viele identische Teile herstellen. Zugleich sind diese Standardprodukte individualisierbar – je nach Kundenwunsch.

«Zu allen Himmelsrichtungen», das gemeinsame Ausstellungsprojekt von Creabeton und Zingg, soll erstmals die Produkte des Betonverarbeiters, eingebaut in ein Produktkonzept, präsentieren. Es werde ein Garten inszeniert, der in alle Himmelsrichtungen ausgerichtet sei, verrät Tanja Casparis. «Wir werden mehrere Ateliers als kreative Werkstätte präsentieren. Der Garten bewegt sich um drei Gebäude herum und wird so für die Besucher erfahrbar.»


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