Restaurant Lampart’s: Schöner essen

Über die Einrichtung des «Lampart’s» lässt sich diskutieren. Über das Essen allerdings nicht.

VonMonique Rijks
21.09.2012

Während es allmählich eindunkelt, flackert im oberen Stock der Remise aus dem Jahr 1840 warmes Kerzenlicht auf den weiss gedeckten Tischen, die Lichtkegel der Stehlampen bescheinen die groben Steine der unverputzten Wände und die gepolsterten weissen Sessel. Dieses Interieur könnte aus einer deutschen Einrichtungszeitschrift stammen und sorgt bei den Gästen für ersten Gesprächsstoff. Während die einen begeistert sind, ist den andern die Inszenierung bis ins letzte Detail «too much». Doch wir sind ja zum Essen da und nicht zum Wohnen.

Hier kocht Reto Lampart, der «Grand Chef», wie die Tafel beim Eingang mitteilt. Die Erwartungen schnellen in die Höhe – und werden nicht enttäuscht. Lampart kocht, wie er sagt, klassisch französisch mit mediterranem Einschlag. Er mischt Leberpastete mit Crevetten und Mango-Chutney, serviert einen Oktopus an einer Gurkenessenz, kombiniert ein aromatisches Rindscarpaccio mit frischen Pilzen, bleibt beim Hauptgang – Gitzi mit Karotten – wunderbar klassisch und überrascht am Ende mit einer delikaten Ziegenkäseglace. All diese Gerichte tragen seine ­unverkennbare Handschrift: Seine Teller erkennt man immer auch an der Präsentation. Die Geschmackskombinationen werden nämlich auf den grossen weissen Tellern kunstvoll angeordnet. Der Salat kommt als bunte Blumenwiese daher, Gemüse wird Preziosen gleich zu einem ansprechenden Gesamtbild gruppiert. Das Auge isst mit.

Der Weinkeller ist genauso sorgfältig sortiert, wie die Räume eingerichtet und die Speisen angerichtet sind. Zum Glück befindet sich der Bahnhof – von dem Züge bis rund um Mitternacht die Gäste nach Zürich, Bern oder Basel zurückfahren – nur ein paar Gehminuten vom «Lampart’s» entfernt.

Restaurant Lampart’s
Oltnerstrasse 19
4614 Hägendorf
Telefon 062 209 70 60

dienstags bis samstags von 11 bis 15 und von 17 bis 24 Uhr

www.lamparts.ch

 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Während es allmählich eindunkelt, flackert im oberen Stock der Remise aus dem Jahr 1840 warmes Kerzenlicht auf den weiss gedeckten Tischen, die Lichtkegel der Stehlampen bescheinen die groben Steine der unverputzten Wände und die gepolsterten weissen Sessel. Dieses Interieur könnte aus einer deutschen Einrichtungszeitschrift stammen und sorgt bei den Gästen für ersten Gesprächsstoff. Während die einen begeistert sind, ist den andern die Inszenierung bis ins letzte Detail «too much». Doch wir sind ja zum Essen da und nicht zum Wohnen.

Hier kocht Reto Lampart, der «Grand Chef», wie die Tafel beim Eingang mitteilt. Die Erwartungen schnellen in die Höhe – und werden nicht enttäuscht. Lampart kocht, wie er sagt, klassisch französisch mit mediterranem Einschlag. Er mischt Leberpastete mit Crevetten und Mango-Chutney, serviert einen Oktopus an einer Gurkenessenz, kombiniert ein aromatisches Rindscarpaccio mit frischen Pilzen, bleibt beim Hauptgang – Gitzi mit Karotten – wunderbar klassisch und überrascht am Ende mit einer delikaten Ziegenkäseglace. All diese Gerichte tragen seine ­unverkennbare Handschrift: Seine Teller erkennt man immer auch an der Präsentation. Die Geschmackskombinationen werden nämlich auf den grossen weissen Tellern kunstvoll angeordnet. Der Salat kommt als bunte Blumenwiese daher, Gemüse wird Preziosen gleich zu einem ansprechenden Gesamtbild gruppiert. Das Auge isst mit.

Der Weinkeller ist genauso sorgfältig sortiert, wie die Räume eingerichtet und die Speisen angerichtet sind. Zum Glück befindet sich der Bahnhof – von dem Züge bis rund um Mitternacht die Gäste nach Zürich, Bern oder Basel zurückfahren – nur ein paar Gehminuten vom «Lampart’s» entfernt.

Restaurant Lampart’s
Oltnerstrasse 19
4614 Hägendorf
Telefon 062 209 70 60

dienstags bis samstags von 11 bis 15 und von 17 bis 24 Uhr

www.lamparts.ch

 

Meistgelesen

Der Zement-Hochzeit drohte das Scheitern
Fusion

Der Vertrag zwischen Holcim und Lafarge drohte in letzter Minute zu scheitern. Wie «Hanoi» und «Lima» doch noch zusammenkamen – Drehbuch einer Milliarden-Fusion. Mehr...

VonMark Kowalsky und ERIK Nolmans
«Ich will keinen typisch chaotischen Araber»
Tourismus

Das Profil des neuen CEO hat Samih Sawiris schon klar im Kopf. Diszipliniert, organisiert und europäisch sollten die Attribute sein. Doch noch ist ein neuer Chef nicht gefunden. Mehr...

VonUeli Kneubühler
Chinas smarter Internet-Milliardär
Die Reichsten

Chinas Baidu-Erfinder Robin Li lassen die Kursverluste der Internetaktien kalt. Forbes schätzt das Vermögen des 45-Jährigen auf 11,1 Milliarden Dollar. Mehr...

VonStefan Lüscher
Tradition

Er steht für Eleganz und Luxus. Doch der neue Jaguar F-Type Coupé bietet auch Leistung und Hightech. Kein Wunder – bei solchen Vorfahren. Mehr...

VonMatthias Pfannmüller
Wie die ZKB mit Grenzgängern umgeht
Rauswurf

Wegen des Steuerstreits mit Deutschland hat die ZKB allen Grenzgängern das Konto gekündigt. Kurzfristig und auf ziemlich unfreundliche Art und Weise. Mehr...

VonTobias Keller
Auftritt

Der Anlass fand am 8. April 2014 im «The Dolder Grand» in Zürich statt. Mehr...

VonAndreas Güntert
Swisscom übernimmt E-Research
Kauf

In aller Stille hat die Swisscom den Think Tank E-Research übernommen. Damit will sie ihr Bankengeschäft stärken. Mehr...

VonMarc Kowalsky


Die aktuelle BILANZ

Aktuelle Ausgabe

Interview mit Sawiris: «Ich will keinen typisch chaotischen Araber». Lesen

Der Zement-Hochzeit drohte das Scheitern. Lesen

Luxemburg untersucht Sarasin-Deals. Lesen

Neuorientierung bei Garmin und Co. Lesen

Swisscom übernimmt E-Research. Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.
Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen