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Kowalskys Crash Test: Apple iPad

Das überraschendste am neuen iPad: Dass es nichts Überraschendes gibt.

VonMarc Kowalsky
23.03.2012

Die Macher der Technologie-Website Gizmodo erlaubten sich zum Verkaufsstart des neuen iPad einen Scherz: Sie drückten ihren Mitarbeitern ein altes Gerät in die Hand und behaupteten, es sei das iPad 3. Die Reaktionen auf das vermeintlich neue Tablet waren begeistert.

Die Episode zeigt, wie irrational der Apple-Kult geworden ist. Und die List konnte nur gelingen, weil das iPad in seiner dritten Auflage nur wenige Veränderungen bringt. Äusserlich ist es minim dicker und schwerer als der Vorgänger – hätte ich es nicht gewusst, es wäre auch mir kaum aufgefallen. Die im wahrsten Sinne des Wortes sichtbarste Verbesserung betrifft den Bildschirm: Ebenso wie beim iPhone hat nun auch hier das Retina-Display ­Einzug gehalten. Eine viermal feinere Auflösung, sattere Farben – der Unterschied ist markant, deutlicher auch als beim iPhone. Beim Lesen von E-Books kommt das Display sogar nahe an einen Kindle heran.

Trotz der dafür nötigen Grafikpower ist die Batterielaufzeit mit zehn Stunden fast unverändert geblieben – möglich macht es ein grösserer Akku, der auch das leichte Anwachsen des Gehäuses erklärt. Daten aus dem Internet lädt das iPad nun schneller. Unverständlich aber, dass die europäische Version des nächsten Mobilfunkstandards LTE dabei nicht unterstützt wird. Neu ist auch die Sprach­erkennung, die es erlaubt, kurze Texte zu diktieren statt zu tippen. Sie funktioniert nicht perfekt, aber erstaunlich gut. Besser zumindest als jede Handschriftenerkennung. Dass die neue Kamera eine höhere Auflösung bietet und Videos in HD schiesst: schön. Aber zum Fotografieren und Filmen halte ich ein Tablet einfach nicht für das geeignete Gerät.

Fazit: Allem Hype zum Trotz wird Apple langsam zur ganz normalen Firma: keine Revolutionen mehr, aber gelungene Weiterentwicklungen. Wer schon ein iPad hat, für den drängt sich der Umstieg nicht auf. Wer noch keines hat, bekommt mit dem neuen iPad das derzeit beste Tablet auf dem Markt.

Apple iPad
Info: www.apple.ch
Erhältlich bei digitec.ch
Preis: je nach Modell 529 bis 859 Fr.
Bewertung: ★★★★

 

★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have 
★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

Diskussion
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Die Macher der Technologie-Website Gizmodo erlaubten sich zum Verkaufsstart des neuen iPad einen Scherz: Sie drückten ihren Mitarbeitern ein altes Gerät in die Hand und behaupteten, es sei das iPad 3. Die Reaktionen auf das vermeintlich neue Tablet waren begeistert.

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Trotz der dafür nötigen Grafikpower ist die Batterielaufzeit mit zehn Stunden fast unverändert geblieben – möglich macht es ein grösserer Akku, der auch das leichte Anwachsen des Gehäuses erklärt. Daten aus dem Internet lädt das iPad nun schneller. Unverständlich aber, dass die europäische Version des nächsten Mobilfunkstandards LTE dabei nicht unterstützt wird. Neu ist auch die Sprach­erkennung, die es erlaubt, kurze Texte zu diktieren statt zu tippen. Sie funktioniert nicht perfekt, aber erstaunlich gut. Besser zumindest als jede Handschriftenerkennung. Dass die neue Kamera eine höhere Auflösung bietet und Videos in HD schiesst: schön. Aber zum Fotografieren und Filmen halte ich ein Tablet einfach nicht für das geeignete Gerät.

Fazit: Allem Hype zum Trotz wird Apple langsam zur ganz normalen Firma: keine Revolutionen mehr, aber gelungene Weiterentwicklungen. Wer schon ein iPad hat, für den drängt sich der Umstieg nicht auf. Wer noch keines hat, bekommt mit dem neuen iPad das derzeit beste Tablet auf dem Markt.

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Info: www.apple.ch
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