Meistgelesen

Google und Apple lassen Autobauer bangen
IAA-Auftritt

Mit ihren selbstfahrenden Autos wollen Google und Apple der Branche das Fürchten lehren. Die Autobauer geraten zunehmend unter Druck. Werden sie künftig nur noch die zweite Geige spielen? Mehr...

Glencore-Kader zum Halten seiner Aktien gezwungen
Druck

Glencore-Chef Ivan Glasenbergs Vermögen hat sich um sechs Milliarden Franken vermindert. Dem Topkader des Rohstoffkonzerns ergeht es wohl ähnlich, denn der CEO verhindert dessen Aktienverkäufe. Mehr...

VonStefan Lüscher
Platz Eins für UBS-CEO Sergio Ermotti
Top-Banker

Im neuen Banker-Ranking der BILANZ belegt UBS-Chef Sergio Ermotti den ersten Platz. Damit wird er Nachfolger des abtretenden Raiffeisen-Chef Vincenz. Auffallend hoch steigen Neulinge ein. Mehr...

VonDirk Schütz, Erik Nolmans, Harry Büsser und Stefan Lüscher
Telekom-Anbieter: Kleine überrunden die grossen
Rating

BILANZ hat die besten Telekomanbieter gekürt – zum ersten Mal auch für Privatkunden. Erstaunlicherweise schaffen es nur ganz wenige der Branchengrössen auf die vordersten Plätze. Mehr...

VonMarc Kowalsky
Warum Anleger jetzt auf Warren Buffett hören sollten
Invest

Warren Buffett sieht in Crashzeiten gute Einstiegschancen. Sein Credo: «Sei gierig, wenn andere Angst haben!». Und tatsächlich wird die US-Börsenlegende auch diesmal wieder Recht behalten. Mehr...

VonJürgen Büttner
SVP-Präsident Brunner: «Wir knicken überall ein»
Wirtschaftsfreundlich

Im Ranking der wirtschaftsfreundlichsten Parteien landete die SVP auf den Schlussrängen. Präsident Toni Brunner gibt Gegensteuer. Und kritisiert die Symbiose zwischen FDP, GLP, Staat und Wirtschaft. Mehr...

VonFlorence Vuichard und Dirk Schütz
Anzeige

Neue Entwicklung im Fall der Cum-Ex-Geschäfte bei Sarasin. Gegen den zuständigen Zürcher Staatsanwalt wurde Strafanzeige eingereicht: Er soll unter anderem Amtsmissbrauch begangen haben. Mehr...

VonLeo Müller

Anzeige

Kowalskys Crash Test: Apple iPad

Das überraschendste am neuen iPad: Dass es nichts Überraschendes gibt.

VonMarc Kowalsky
23.03.2012

Die Macher der Technologie-Website Gizmodo erlaubten sich zum Verkaufsstart des neuen iPad einen Scherz: Sie drückten ihren Mitarbeitern ein altes Gerät in die Hand und behaupteten, es sei das iPad 3. Die Reaktionen auf das vermeintlich neue Tablet waren begeistert.

Die Episode zeigt, wie irrational der Apple-Kult geworden ist. Und die List konnte nur gelingen, weil das iPad in seiner dritten Auflage nur wenige Veränderungen bringt. Äusserlich ist es minim dicker und schwerer als der Vorgänger – hätte ich es nicht gewusst, es wäre auch mir kaum aufgefallen. Die im wahrsten Sinne des Wortes sichtbarste Verbesserung betrifft den Bildschirm: Ebenso wie beim iPhone hat nun auch hier das Retina-Display ­Einzug gehalten. Eine viermal feinere Auflösung, sattere Farben – der Unterschied ist markant, deutlicher auch als beim iPhone. Beim Lesen von E-Books kommt das Display sogar nahe an einen Kindle heran.

Trotz der dafür nötigen Grafikpower ist die Batterielaufzeit mit zehn Stunden fast unverändert geblieben – möglich macht es ein grösserer Akku, der auch das leichte Anwachsen des Gehäuses erklärt. Daten aus dem Internet lädt das iPad nun schneller. Unverständlich aber, dass die europäische Version des nächsten Mobilfunkstandards LTE dabei nicht unterstützt wird. Neu ist auch die Sprach­erkennung, die es erlaubt, kurze Texte zu diktieren statt zu tippen. Sie funktioniert nicht perfekt, aber erstaunlich gut. Besser zumindest als jede Handschriftenerkennung. Dass die neue Kamera eine höhere Auflösung bietet und Videos in HD schiesst: schön. Aber zum Fotografieren und Filmen halte ich ein Tablet einfach nicht für das geeignete Gerät.

Fazit: Allem Hype zum Trotz wird Apple langsam zur ganz normalen Firma: keine Revolutionen mehr, aber gelungene Weiterentwicklungen. Wer schon ein iPad hat, für den drängt sich der Umstieg nicht auf. Wer noch keines hat, bekommt mit dem neuen iPad das derzeit beste Tablet auf dem Markt.

Apple iPad
Info: www.apple.ch
Erhältlich bei digitec.ch
Preis: je nach Modell 529 bis 859 Fr.
Bewertung: ★★★★

 

★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have 
★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Die Macher der Technologie-Website Gizmodo erlaubten sich zum Verkaufsstart des neuen iPad einen Scherz: Sie drückten ihren Mitarbeitern ein altes Gerät in die Hand und behaupteten, es sei das iPad 3. Die Reaktionen auf das vermeintlich neue Tablet waren begeistert.

Die Episode zeigt, wie irrational der Apple-Kult geworden ist. Und die List konnte nur gelingen, weil das iPad in seiner dritten Auflage nur wenige Veränderungen bringt. Äusserlich ist es minim dicker und schwerer als der Vorgänger – hätte ich es nicht gewusst, es wäre auch mir kaum aufgefallen. Die im wahrsten Sinne des Wortes sichtbarste Verbesserung betrifft den Bildschirm: Ebenso wie beim iPhone hat nun auch hier das Retina-Display ­Einzug gehalten. Eine viermal feinere Auflösung, sattere Farben – der Unterschied ist markant, deutlicher auch als beim iPhone. Beim Lesen von E-Books kommt das Display sogar nahe an einen Kindle heran.

Trotz der dafür nötigen Grafikpower ist die Batterielaufzeit mit zehn Stunden fast unverändert geblieben – möglich macht es ein grösserer Akku, der auch das leichte Anwachsen des Gehäuses erklärt. Daten aus dem Internet lädt das iPad nun schneller. Unverständlich aber, dass die europäische Version des nächsten Mobilfunkstandards LTE dabei nicht unterstützt wird. Neu ist auch die Sprach­erkennung, die es erlaubt, kurze Texte zu diktieren statt zu tippen. Sie funktioniert nicht perfekt, aber erstaunlich gut. Besser zumindest als jede Handschriftenerkennung. Dass die neue Kamera eine höhere Auflösung bietet und Videos in HD schiesst: schön. Aber zum Fotografieren und Filmen halte ich ein Tablet einfach nicht für das geeignete Gerät.

Fazit: Allem Hype zum Trotz wird Apple langsam zur ganz normalen Firma: keine Revolutionen mehr, aber gelungene Weiterentwicklungen. Wer schon ein iPad hat, für den drängt sich der Umstieg nicht auf. Wer noch keines hat, bekommt mit dem neuen iPad das derzeit beste Tablet auf dem Markt.

Apple iPad
Info: www.apple.ch
Erhältlich bei digitec.ch
Preis: je nach Modell 529 bis 859 Fr.
Bewertung: ★★★★

 

★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have 
★★★★ cool ★★★★★ wegweisend


Die aktuelle BILANZ

Gold für UBS-CEO Sergio Ermotti Lesen

SVP-Präsident Brunner: «Wir knicken überall ein» Lesen

Telekom-Anbieter: Kleine überrunden die grossen Lesen

Mit 350 Millionen Euro die Start-up-Szene befeuern Lesen

Sarasin: Zürcher Staatsanwalt im Visier Lesen

Glencore-Kader zum Halten seiner Aktien gezwungen Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

  • 1 Jahr (23 Ausgaben) CHF 218.-
  • Halbes Jahr (12 Ausgaben) CHF 118.-
  • Test-Abo (4 Ausgaben) CHF 20.-
    Zu den Abonnementen!

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen